am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

die letzten schafe

was sind das für zeiten. es gibt offensichtlich keine hellen schafe mehr. schwarze schafe sind auch out. neulich aber, an der ostsee bei dierhagen, wurde ein kleines rudel blauer schafe gesichtet. wohl die letzten ihrer art, denn jedes von ihnen war an wenigstens einem fuß in eisen gelegt.

bestimmt, damit sie nicht auch noch wegfliegen. ich bin sicher.

romantik

unterwegs, brot kaufen und milch. dabei das rilke projekt 2 gehört. sehr seltsam, all die engel in neukölln. im brausen und rauschen der stadt gefangen, darunter das eigene atmen. (ohrstöpselproblematik.)

ostseekadenzen

während am abend die feine gesellschaft bei champagner und stehgeiger fröstelnd das ostseebrausen über sich ergehen läßt,

kühlen sich am nächsten tag laut sächselnde glatzenträger mithilfe soliderer getränke herunter. oder aber sie heizen sich auf.

(nach der dritten oder vierten flasche haben wir uns entfernt, ausgang von daher unbekannt.)

morgens ist auch tag

vorm fenster wird grad losgebaggert. dreimal schweres gerät macht sich daran, die weserstraße aufzureißen. gut, daß es nicht direkt vorm wohnbüro ist, denke ich. dann wäre nix mehr mit in ruhe telefonieren heute.

dumm allerdings, daß es direkt vorm schlafzimmerfenster ist. das denke ich anschießend, denn weit sind sie noch nicht gediehen, die arbeiten am heutigen nachmittag. kaum was zu sehen bislang. morgen ist schließlich auch noch ein morgen. leider. (ich denke und lebe da ja ein wenig anders.)

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