am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

fanmeile in zürich

links unten, an der „spitze“ des zürichsees, wo die zwei weißen flecken am wasser sind. eines ist sogar im wasser, definitiv. ein partyfloß, glaube ich. von da aus „oben“ die limmat entlang. bellevue halt.

neueste mode neuerdings: linse auf links ins rechte auge schrauben.

kick the dog

über die penible sauberkeit der schweiz zu philosophieren, wurde mir von anverwandten schweizern strikt untersagt. deshalb tue ich das an dieser stelle natürlich auch nicht. und deshalb kann ich auch april nicht erläutern, was es mit dem versäubern von hunden auf sich hat. abgesehen davon, daß ich es ohnehin nicht genau weiß.

in der schweiz scheint es kaum hunde zu geben. gut, die anverwandten haben gleich zwei, aber darauf kommt es nicht an. hierbei scheint es sich um einen einzelfall zu sein, zumal eher auf dem land. da ist das wohl normal. in zürich dagegen war kaum ein köter auf den straßen zu sehen. zu meiner großen freude, schließlich bin ich bekennende hundehasserin. und in dem zusammenhang ist es dann auch kein wunder, daß berlin um so viel verdreckter ist als die schweiz es jemals sein kann. möglicherweise. mit einer berliner hundedichte in der art von großstadtrattenpopulationen. immer mehr und noch mehr. hunde. oder so ähnlich.

doch darauf wollte ich jetzt gar nicht hinaus, da mir äußerungen zu diesem thema, wie schon erwähnt, strikt verboten sind.

vielmehr wollte ich, angeregt durch april, auf eine der hübschen schweizer straßengrafiken hinweisen:

alljährlich

draußen tobt das kleine, arabisch geprägte straßenfest. vor dem balkon hopsen kreischende kinder auf der obligatorischen hüpfburg herum. zum glück steht der dazu benötigte stromgenerator diesmal am anderen ende der straße und nicht direkt unter meinem fenster, wo er mir die bude zustinken würde. so wie damals, im jahr meiner boxexistenz. dahinter eine seltsam rudimentäre rutschkonstruktion, die mir ausgesprochen gefährlich erscheint.

eine reihe auf stelzen gestellte rollen, am ende ein paar holzkisten gestapelt, zum hochklettern, und die kids sausen in plastikcontainern da hinunter. ohne geländer, ohne alles. inzwischen auch ohne hilfestellung. ein paar große jungs haben nur ganz zu anfang dafür parat gestanden. im moment sind sie verschwunden.

aber spaß macht es bestimmt, dem jauchzen und jubeln nach zu schließen. good luck!

außerdem nach und nach köstlicher essensduft von weiter hinten. fies.

zwei räder

die geliebte hat jetzt auch ein motorisiertes zweirad. skeptisch stehen die beiden zum ersten mal voreinander, mögen sich irgendwie, vielleicht, wissen aber so recht nichts miteinander anzufangen. zu groß ist der unterschied, die kraft, der anspruch. also klassendünkel, um es einmal zusammenzufassen. der altersunterschied kann es schließlich nicht sein, das sind nur sechs jahre. aber die farbe womöglich, das blöde blau. während die kleine so keck und weiß daherkommt.

fußballmix

schräg gegenüber inszeniert der türkisch regierte spätkauf abend für abend ein bißchen public viewing. begleitet von zwei großen fahnen, türkei und deutschland, wie man es häufig sieht. das gefällt mir.

obwohl böse (oder warnende?) stimmen bereits auf den moment hinweisen, an dem die türkei gegen deutschland antreten wird. prügeleien werden prophezeit, nicht auf dem spielfeld, versteht sich, sondern in den straßen und auf den plätzen berlins. dort vor allem.

gut, das mag sein, ich weiß. aber was heißt das schon? eine handvoll idioten zuviel hat es im umfeld von fußball schon immer gegeben.

rotweiß | 1:2

heute nachmittag saust neben mir – auf dem fahrradweg, naja – ein roller, an dem eine rotweiße fahne flattert. klar, denke ich, türkei, was sonst. wir sind ja hier in berlin. war aber dann doch kein mondstern, sondern ein schlichtes kreuz. tatsächlich. ein nachträglicher, eidgenössischer gruß?

inzwischen ist das spiel vorbei. nur wenig jubel und hupen in neukölln. eben noch ein paar, auf der sonnenallee vermutlich. grad noch eine einzige, ganz alleine.

schade!

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