am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

fußballreportage

draußen sitzt ein kleines häufchen aufrechter im regen – unterm sonnenschirm – und harrt der dinge. deutschland führt (noch?) zwei zu null, und auch in basel gießt es inzwischen, wie es sich für diese em gehört. das spielfeld ist ein flickenteppich, der rasen ist seltsam gescheckt. ist man gar nicht gewöhnt, ist doch sonst immer alles so ordentlich quergestreift.

früher, ja früher, da haben wir auf jedem acker gespielt, egal ob rasen oder nicht. nur aschenplätze, die sind von übel. das gibt häßliche narben. aber heute, da hat doch jeder platz seine drainage. sogar der hier bei mir, am ende der straße, soll eine kriegen. sieht zumindest so aus, seit über einem jahr inzwischen. rundherum ausgehoben ist er, und das tor liegt irgendwo am seitenrand.

der rasen in bern soll ja nagelneu sein, heißt es gerade. komisch. der ist also ausgerollt worden, wie ein teppich. vor ein paar stunden vielleicht. komisch auch, daß die horde draußen an der straßenecke, immer ein bißchen anders jubelt, als es mir logisch erscheint. sehen wohl andere wiederholungen oder zeitlupensequenzen, pay-tv. schade.

bei mir kommen die samariter ins bild.

tor!

sehr seltsam. die täglichen public viewing events in der nachbarschaft werden von tag zu tag umfangreicher. vorgestern standen schon zwei biertische und vier bänke draußen, gestern sogar bis spät in die nacht. heute sitzt man schon seit zwei stunden draußen. mit fernseher. ich weiß auch nicht, was das zu bedeuten hat. vielleicht stimmt man sich ja mit gerichts- und cookingshows aufs kicken ein.

fanmeile in zürich

links unten, an der „spitze“ des zürichsees, wo die zwei weißen flecken am wasser sind. eines ist sogar im wasser, definitiv. ein partyfloß, glaube ich. von da aus „oben“ die limmat entlang. bellevue halt.

neueste mode neuerdings: linse auf links ins rechte auge schrauben.

kick the dog

über die penible sauberkeit der schweiz zu philosophieren, wurde mir von anverwandten schweizern strikt untersagt. deshalb tue ich das an dieser stelle natürlich auch nicht. und deshalb kann ich auch april nicht erläutern, was es mit dem versäubern von hunden auf sich hat. abgesehen davon, daß ich es ohnehin nicht genau weiß.

in der schweiz scheint es kaum hunde zu geben. gut, die anverwandten haben gleich zwei, aber darauf kommt es nicht an. hierbei scheint es sich um einen einzelfall zu sein, zumal eher auf dem land. da ist das wohl normal. in zürich dagegen war kaum ein köter auf den straßen zu sehen. zu meiner großen freude, schließlich bin ich bekennende hundehasserin. und in dem zusammenhang ist es dann auch kein wunder, daß berlin um so viel verdreckter ist als die schweiz es jemals sein kann. möglicherweise. mit einer berliner hundedichte in der art von großstadtrattenpopulationen. immer mehr und noch mehr. hunde. oder so ähnlich.

doch darauf wollte ich jetzt gar nicht hinaus, da mir äußerungen zu diesem thema, wie schon erwähnt, strikt verboten sind.

vielmehr wollte ich, angeregt durch april, auf eine der hübschen schweizer straßengrafiken hinweisen:

alljährlich

draußen tobt das kleine, arabisch geprägte straßenfest. vor dem balkon hopsen kreischende kinder auf der obligatorischen hüpfburg herum. zum glück steht der dazu benötigte stromgenerator diesmal am anderen ende der straße und nicht direkt unter meinem fenster, wo er mir die bude zustinken würde. so wie damals, im jahr meiner boxexistenz. dahinter eine seltsam rudimentäre rutschkonstruktion, die mir ausgesprochen gefährlich erscheint.

eine reihe auf stelzen gestellte rollen, am ende ein paar holzkisten gestapelt, zum hochklettern, und die kids sausen in plastikcontainern da hinunter. ohne geländer, ohne alles. inzwischen auch ohne hilfestellung. ein paar große jungs haben nur ganz zu anfang dafür parat gestanden. im moment sind sie verschwunden.

aber spaß macht es bestimmt, dem jauchzen und jubeln nach zu schließen. good luck!

außerdem nach und nach köstlicher essensduft von weiter hinten. fies.

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