gute nachricht: ab sonntag ist sommerzeit! oder?
alle tage
schraube locker?
beinah hätte es geklappt, gerade eben. beinah wäre das unmögliche eingetreten, allen erfahrungswerten und statistiken zum trotz. doch es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. also fand sie sich dann doch noch, die eine fehlende schraube im ikeabausatz. hatte sich in der plastiküte versteckt, in der das sammelsurium üblicherweise gelieftert wird, eingeschweißt in der hintersten ecke. also genau da, wo das reklamationspersonal immer behauptet, daß sie gewesen sein muß. die eine fehlende schraube.
andererseits. wie hat mein vater damals immer schon gesagt, wenn wir zusammen in der großen kiste kramten, in der bei uns alle kleinmetalleinzelteile landeten? wo eine ist, da sind auch zwei. wo zwei sind, sind auch drei. wo drei sind, sind auch vier. eine einfache rechnung, die sich beliebig steigern läßt. und eine wahrhaft positive lebenseinstellung. denn es stimmt ja nicht, wenn man es genau nimmt. mir zumindest hat schon ein paarmal die eine, letzte schraube gefehlt. aber nicht sehr oft, muß ich sagen. und meine kleinteilrestekiste ist auch viel, viel kleiner.
aufräumarbeiten, so eine art frühjahrsputz vielleicht, das ganze wochenende lang. einstweilen nur auf der festplatte, und da auch nur in der musikabteilung. die wuchert seit jahren wild vor sich hin, ohne sinn und struktur. allerhöchste zeit also.
hat aber nachteile, so eine aktion. jetzt mag ich keinen bildschirm mehr sehen.
beiläufig verrückt
so richtig arbeiten geht nicht. statt dessen zurück an den murksrechner, die nötigen sicherungen durchführen. man weiß ja nie. (obwohl man das nicht sagen sollte, toi, toi, toi.) außerdem habe ich arbeitstechnisch betrachtet offensichtlich „autistische“ züge. dabei geht es nicht nur um die blöde laptopbildschirmposition. ich mag nicht, wenn sich die maus anders anfühlt, woanders liegt und auch das licht nicht bleiben kann, wie sonst. es macht mich verrückt, wenn ich nicht mit wenigen beiläufigen handgriffen platz auf dem schreibtisch schaffen kann. und trotzdem noch den bildschirm im blick haben. und die zeitung. und das buch. und die notizen daneben. die teetasse natürlich und die gummibärchen. das telefon, das handy usw.
jaja, ich übertreibe. aber beiläufigkeit trifft es tatsächlich genau. die fehlt. der alltagsfluß. die selbstverständlichkeit einer grundordnung, die mit dem ausfall eines so zentralen gerätes einfach ins nichts entschwindet. mit leichtigkeit, sowieso. ich weiß ja, ich weiß. das gilt für alles mögliche, ist ganz und gar normal. nichts ist selbstverständlich. eigentlich. und plug & pray, ein lebensmotto vielleicht.
macht doch nix, sagt die geliebte. du bist doch eh verrückt. ein bißchen mehr oder weniger…
na, wenn das ein trost sein soll.

