am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

windvögel

ostsee2.jpg

das meer. das wetter war gut, ausgezeichnet sozusagen. perfektes timing, wenn ich mir die wassermassen von heute ansehe. von oben versteht sich.

die geliebte beherrscht es übrigens, das spiel mit dem lenkdrachen, wie man sieht. wohingegen ich das arme tier kurzentschlossen kopfüber ins meer gestürzt habe.

[vor einiger zeit gab es ja schon einmal einen versuch mit einem dieser eigenartigen vögeln. auch nicht viel besser, von meiner seite aus betrachtet.]

so richtig verstehe ich nicht, warum limettentee rot ist.

nachtrag: alles klar. die zutatenliste beginnt mit äpfel und hagebutten, dann folgt irgendwann limettenaroma und lemongras. außerdem hibiskus und orangenschalen. ich fühl mich irgendwie betrogen, muß ich sagen.

sonne! so ists recht.

auf der rückfahrt dann aber die ganze zeit auf den regenbogen zugefahren. schön.

während ich mich fast schon in die motorradkluft gequält habe, geht draußen irgendwie das licht aus. und das wasser an. übel.

kirschsaft, vergessen. summer is over. (but we’re not yet saved.)

neulich morgens festgestellt, daß mir jemand über nacht das lenkradschloß der kawasaki geknackt haben muß. sonst weiter nichts, einfach nur zerbrochen das ding. soll ja ganz einfach sein. aber keinen meter gefahren, oder auch nur geschoben. nix.
seitdem denke ich darüber nach, ob es nicht vielleicht gefährlich ist, mit dem demolierten innenleben des einen gabelholms einfach so weiterzufahren. keine ahnung, wie es drinnen aussieht. ob sich da nicht was verklemmen kann. und dann? außerdem denke ich darüber nach, ob nicht ein bremscheibenschloß wesentlich effektiver ist.
weiter denke ich aber offensichtlich nicht. als ich heute mittag mit dem rad loswill und mit dem ersten schlenker nur zufällig kurz rüber zum motorrad sehe, hängt hinten am koffer weithin sichtbar mein schlüssel. den ganzen abend und die ganze nacht lang. der koffer ist offen, aber drinnen fehlt nichts. das bißchen werkzeug, die schmierfette und die allgemeine betriebserlaubnis für die neue bremsleitung. alles da. wie die maschine selbst. unversehrt und anwesend.
ich gebe zu, daß mir das schon des öferen passiert ist, damals in wtal. aber da schien es mir vergleichsweise harmlos, dort habe ich in einer art schlafstraße gewohnt. da war nach acht so gut wie niemand mehr unterwegs, den man nicht vom sehen kannte. aber hier? im üblen norden neuköllns. plötzlich habe ich so meine zweifel an der sprichwörtlichen härte des kiezes. wenn nicht einmal gelegenheitdiebstähle noch wahrgenommen werden. wo kommen wir da hin?
andererseits könnte es natürlich auch an meiner über zwanzig jahre alten, verdreckten und verbeulten maschine gelegen haben. wer klaut schon sowas?

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