am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

die geliebte hat sich neulich – zufällig – dieselbe hose gekauft, wie ich – versehentlich – auch. jetzt sind wir gezwungen, uns abzusprechen, damit wir nicht – aus versehen – die gleiche hose anhaben. wäre ja peinlich.

jedes jahr aufs neue hasse ich den tag der zeitumstellung, der so verflucht kurz ist, obwohl er doch eine stunde länger dauern soll. angeblich. aber diese dunkelheit, diese winterlastigkeit. besonders, seit ich in berlin bin.
außerdem migräne.

spuren

das ist ja toll, das will ich haben. (ich meine, würde ich haben wollen, wenn ich was zu fliesen hätte, was ich ja nicht habe.)

schrauben, sägen, bauen. das gibt wieder einen satten muskelkater. so selten, wie ich das in letzter zeit mache. aber schön isses, dieses tun.

blaue stunde

draußen, der himmel, die sonne. und der wind, der die blätter von den bäumen fetzt. gegenüber auf dem balkon, die katze, die immer im außen angebrachten blumenkasten hockt. guckt hemmungslos in die tiefe. oder spielt mit den welken blumenresten. was für ein leben.

keine zeit. muß zum friseur. dringend.

lost

im anschluß an den mirgänefreitag gestern eine deutliche steigerung. also die erste 48-stunden-belagerung seit einigen, diesbezüglich recht erträglichen monaten. ein verlorener tag, im abgedunkelten raum, im bett. dabei das hirn wie ausgekocht, das rechte auge ausgebrannt, das ohr aufgebohrt. stundenlang. na gut, ich weiß ja, daß das vorbeigeht. ich weiß es auch über die stunden und durch die nächte. alles kein problem.
heute ist dann auch alles wieder okay. das migränetier hockt geduckt unter der schädeldecke und kratzt und klopft ein wenig herum. wenn ich mich bücke, um die schuhe zuzubinden, dann pocht es im herzschlagrhythmus ans schädeldach. wohl, um mir zu beweisen, daß es am leben ist und bleibt. auch das ist okay, kein problem. auch das geht vorbei.
der migränegott hält mich derweil am ausgestreckten arm im nacken. und das geht nicht vorbei, das weiß ich. das ist immer da. der druck, der griff. damit heißt es zu leben. immerhin gut, daß es mich nicht von vorn packt. und würgt.

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