am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

too short

ach, die liebe, man wird sie nicht los, schrieb ich dieser tage in einer kurzmitteilung. ich hab ja immer schon gewußt, daß dieses sms-bedöns für nix taugt. allerhöchstens für unsinnsverkürzungen und die daraus folgenden mißverständnisse.

living in a box (32)

aktivitäten auf dem gerüst, schon seit über einer stunde. erst ein kerl mit rosa hemd, der irgendwie offiziell aussah. jetzt rumpeln, schlurfen, fegen vielleicht. aber kein abbau.
dazu das wetter, wie schon erwähnt, meine laune ist entsprechend im sinkflug. freier fall. vorhandene arbeit gestaltet sich zwar irgendwie von selbst, aber natürlich überaus konfus. was mir überhaupt nicht mundet.
und überhaupt… aber was rede ich? anderswo sieht es auch nicht besser aus, wie tröstlich.

living in a box (31)

bis anfang august, so hieß es doch in dem schreiben der hausverwaltung, seien die fassadenarbeiten dann abgeschlossen. inzwischen komme ich leider nicht umhin festzustellen, daß es nunmehr mitte august ist und ich ausgerechnet im wohnbüro immer noch eingerüstet und vollverkleidet bin.
möglicherweise verhält es sich aber so: die arbeiten sind tatsächlich beendet, zumindest war seit über einer woche kein arbeiter mehr hier. das wäre ja dann anfang august gewesen. und es steht schließlich nicht in dem brief, daß gleich auch das gerüst abgebaut wird. oder?

muß das denn sein, geht das ewig so weiter, daß ich noch jahre an den menschen hänge, die ich liebe, auch wenn diese lange schon weitergegangen sind, ohne sich zu äußern, ohne eine wort, sich vielleicht nicht einmal mehr an mich erinnern, so wie ich, tag für tag.
soviel zum thema zynismus. aber was soll ich tun, wenn sie dasteht, urplötzlich, mit einer anderen? lachen? glück wünschen? oder verwünschen, mich und die ganze welt? und alle anderen sowieso!
nein! es geht auch anders, ich will es so.
der schreck war auf beiden seiten, ich bin sicher. daß das jedoch nichts bedeutet, ist wiederum eine harte lektion im leben. die härteste, denke ich.

akku

leben ohne familie ist wie leben ohne motor, alles läuft auf batterie. man hangelt sich von ladestation zu ladestation und zahlt den preis dafür. jedesmal. das macht nichts, das ist auszuhalten, und es fällt auch kaum auf. nur weihnachten vielleicht, wenn alle anderen verplant sind. doch das hat nichts zu sagen, rein gar nichts.
denn die größten löcher reißt die erinnerung, das gedächtnis, das in den knochen wohnt, schläft und wild träumt mitunter.
deshalb.
(trennt man sich vom motor. ein kreislauf, wie mir scheint.)

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