ich weiß nicht recht, ob es angebracht ist, zeug ins badewasser zu kippen, das ich vor zwei jahren noch aus wtal mitgebracht habe. steht aber was von beruhigung drauf, also was solls. einfach probieren.
alle tage
living in a box (8)
im anschluß an eine kurze einkaufsabwesenheit meinerseits, bei der ich irrtümlicherweise der ansicht war, die arbeiter hätten endlich feierabend gemacht, schließlich ist doch wm und we sowieso, fand ich den balkon gestern komplett ruiniert vor, indem er offensichtlich mit schmutzwasser zunächst eingenebelt und anschließend geflutet worden war. einschließlich pflanzen und mobiliar. zum glück hatte ich aus angst vor illegalem betreten meiner wohnung zuvor alle fenster geschlossen, sonst hätte ich den dreck wohl in jedem einzelnen zimmer vorgefunden.
das ganze fand natürlich ohne ankündigung statt, und sicherlich bin ich selber schuld, denn – ganz ehrlich – meine handwerkerseele grinst seitdem ein wenig vor sich hin. was macht man wohl, wenn man losen putz abgeschlagen hat und die entstandenen löcher ohne zweifel wieder schließen muß, bevor man zur weiteren, vermutlich farblichen gestaltung übergeht, fragt sie. und ich weiß die antwort, natürlich weiß ich die. wasser! mit möglichst viel druck, um alle losen reste wegzuspülen. was denn sonst? also!
nach grinsen ist mir allerdings nicht, auch jetzt noch nicht. immerhin hat sich so die frage erübrigt, warum man meinen frisch renovierten balkon unbedingt schon wieder renovieren will. ich sehe um mich, und ich weiß warum. weiß war einmal, bis gestern um diese zeit etwa.
konstruktiv denken, denke ich jetzt schon den ganzen tag. ab nächster woche gehe ich also in die offensive. da nun ohnehin alles hinfällig ist, mache ich mich daran, das mauerwerk zu bearbeiten. das wird nicht überstrichen, das ist an der gesamten hausfront sorgfältig abgeklebt. das zu sehen war wahrlich eine große erleichterung. ich werde also die unsinnig überstrichene ecke abbürsten und die überflüssigen haken, ösen und nägel, die noch überall stecken, entfernen. der winkelschleifer die flex ist schon hervorgekramt, nur die trennscheibe hält sich noch versteckt. vielleicht besitze ich auch gar keine, keine ahnung. auf jeden fall ich werde ab sofort einfach selbst auch noch eine menge dreck und krach machen, wo sowieso schon mal alles um mich herum dabei ist. mal sehen, wer länger kann. nee, besser wer besser ist.
und dann mal sehen, was die mir für eine farbe hier andrehen wollen. die spannung steigt. ist ja nicht so, daß mir bislang offiziell irgend etwas konkretes verkündet worden wäre. kein bißchen. im schlimmsten fall fällt mir zur farbgebung sicher auch noch was schönes ein. wäre doch gelacht.
eigentor
im tagesspiegel empfehlen sportfreunde stiller den deutschen, doch besser singen zu lernen. nachdem ich neulich bei rock am ring ein wenig gelauscht habe, finde ich ja eher, daß sie das mal selbst beherzigen sollten.
living in a box (7)
wochenende ist ein irrtum. gegen acht denke ich im halbschlaf, daß da jemand durchs gerüst schlurft. als es zu rumpeln anfängt, schrecke ich hoch und sehe nach. unten wird mit großen hartfaserplatten hantiert. eilig schließe ich alle fenster, stehe kurz danach im schlafanzug auf dem balkon, den ich gestern, in annahme eines wochenendes, für ein gemütliches frühstück wieder einigermaßen besitzbar arrangiert hatte. oder gar klagenfurt auf dem balkon, die letzten vier. vielleicht mal richtig, zuhören war irgendwie schwer in diesem jahr.
mittlerweile werde ich von allen seiten behämmert. die hartfaserplatten stehen vor den fenstern, zum schutz. als schmutz- und geröllrutsche. zum glück werden sie offensichtlich nicht fest angebracht. die arbeit, die mir gestern schon nicht gelungen ist, wird sich auch heute sicher nicht ohne weiteres einstellen. ich suche die liste, da könnte helfen. aber es gibt keine. verdunklung.
eine nachbarin meinte neulich, da müssen wir nun durch, danach sei das schlimmste vorbei. danach werde nur noch verputzt und gestrichen, das sie harmlos. recht hat sie, ich erinnere mich. aber wie weiß sie das?
p.s. der typ mit der weißen mütze, der gerade auf augenhöhe vor dem wohnbürofenster hockt und hämmert, daß es innen klirrt, grinst mir einen guten morgen. in klagenfurt liest katja huber über rußland. glaube ich.
ach und
frau merkel fiebert übrigens. in münchen, beim fußball. -> verweis
schöne neue worte aus den täglichen nachrichten (8)
„Opposition ist Mist, sagt Müntefering. Falsch. Regieren ist Mist (machen).“
diese in aussicht gestellte senkung der krankenkassenbeiträge als ausgleich zu der angekündigten steuererhöhung. wieso kommt mir das bekannt vor? ach ja, das gab es doch schon einmal. bei der einführung der praxisgebühr usw., nicht wahr? eine riesige senkung, wenn ich mich recht erinnere. nein, ich will nicht übertreiben. riesig war sie nicht. allerdings eine zuwachssenkung, geringfügig im plusbereich. stimmts?!

