zerstört die konzentration, dieses lauschen auf jedes geräusch, sobald es dunkel ist.
seit freitag. furchtbar.
alle tage
kopfschmerzen, keine migräne. wut, die wie ein kranz auf dem schädel liegt. kein ausweg, kein gedanke, nichts.
und ich recherchiere dabei, ganz cool, welches der instrumente ich wohl als erstes verscherbeln sollte. die steeldrum vielleicht, die macht was her. hat damals fast 1000 gekostet, immerhin. soviel wie ein gutes gebrauchtes auto. oder besser die djembé? handarbeit, aber das fell ist gerissen. und das fell ist schließlich das wichtigste.
als erstes? aber ja doch, denkt mein blödes hirn. alle! das sambainstrumentarium werde ich nicht vermissen, conga und quinto aus fiberglas, sind eh nicht die besten, das berimbau herzugeben würde mir allerdings schwerfallen.
trotzdem. warum nicht? weg damit, nur weg. wozu das noch? ich töte die musik. endlich. scheint, als hätte ich das verdient.
living in a box (22)
kurz nach acht, wieder schritte auf den brettern vor den fenstern. die arbeiter kratzen an den fensterbänken herum, säubern offensichtlich die fenster. ich hasse das, immer schon. und heute besonders.
they’re way too near! hat L vor ein paar tagen noch am telefon gesagt. und genau so ist es.
living in a box (21)
da war jemand in meinem schlafzimmer, während ich drei oder vier meter weiter, mit einer dünnen mauer dazwischen, im wohnbüro saß. genau da, wo ich jetzt auch sitze.
ich mag hier nicht sitzen. wer weiß, was da hinter meinem rücken passiert? ich mag aber auch nicht ins schlafzimmer. jetzt da schlafen oder was? wie denn?
da war jemand in diesem zimmer, einfach so, während ich hier saß. und ich weiß nicht wer. ich weiß nur, warum.