ich weiß genau, wer mir diesen husten angehängt hat. aber was solls, arbeite ich eben im bett weiter, für heute mal. außerdem bin ich ja keine memme, kein mann.
warum mir die fresse und der nacken weh tut, weiß ich auch. zahnärztliche maßnahmen sind schließlich nie ganz ohne. auch da muß man eben durch.
wieso mir allerdings die oberschenkel wehtun, ist mir nicht sofort klar. das ist irgendwie, wie muskelkater. da fällt es mir dann wieder ein. ich bin nach hause gelaufen, von friedrichshain bis zu mir, nach der dentalaktion. etwa 1 1/4 stunden hat das gedauert, und ein bißchen kalt war es. gar nicht so schlecht, eigentlich, wenn man bedenkt, daß die absolvierung der strecke per u- und s-bahn auch schon eine 3/4-stunde ein anspruch nimmt. immerhin hab ich berlin mal wieder gesehen, in dieser eiszeit, die einen wochen- und monatelang an die wohnung kettet oder in die u-bahn zwingt.
alle tage
blut, beiläufig
die neukölln arcaden haben 4 etagen, plus ein erdgeschoß und ein untergeschoß. im innenraum steht also die höhe von 6 geschoßen frei. das ist viel, das weiß man, wenn man oben steht, auf der ebene des kinos etwa. da sind es noch 5 geschoße, wenn ich mich nicht irre. auch das ist genug.
ich mag diese riesigen einkaufskomplexe nicht besonders. aber hier ist die nächste post und vor allem auch die stadtbibliothek zuhause, da muß man eben manchmal hin.
die stimmung ist seltsam, als ich danach mit den rolltreppen nach unten fahre, um schnell noch einzukaufen. es ist unglaublich voll, besonders an der reling. überall stehen menschen. eine neueröffnung, denke ich. irgendso ein mediamarkt, der dvd-player für 5 euro verscherbelt. solange der vorrat reicht. oder jedem hundertsten kunden die rechnung erläßt, aber nur heute. oder was weiß ich was. so ein werbeblödsinn eben.
aber irgend etwas stimmt dennoch nicht, es bleibt eigenartig. anders als sonst.
die letzte rolltreppe steht. die hälfte, die nach oben führt ist vom wachschutz abgeriegelt. ich latsche also nach unten, immer noch irritiert. was ist denn hier los? vielleicht ist jemand auf der rolltreppe ins stolpern geraten? da gucken die leute doch sicher gerne mal zu.
springt und landet nicht mal richtig, sagt der wachmann zu der kollegin, gerade als er an mir vorüberhastet. ich betrete den supermarkt, kaufe zucker und tee. stabilisieren, sauerstoff und so, erklärt die frau an der nebenkasse. ich will das nicht wissen. ein junge, von oben gefallen, gestorben, ruft ein jugendlicher aufgeregt in sein handy.
die rolltreppe ist wieder frei, als ich fertig bin. oben in den rillen der abschließenden metallplatte, das sind reste von blut.
(überarbeitet und weitergeleitet)
blinde farben
selten so einen mist gesehen. Macht Macht Farben blind? steht rechts oben auf der ersten Seite des gestrigen tagesspiegels, den ich gerade wegräumen wollte. ich verabscheue diese neuen rechtschreibverdrehungen. sinnentstellender unsinn. (oder: sinn entstellen der un sinn? ;-)
nein, ohne mich, wo immer es geht.
pressehinweis
nach langer zeit wiedergefunden: das magazin, das ich schon vor jahren regelmäßig habe lesen wollen. was dann aber irgendwie in vergessenheit geriet. jetzt dann aber schnell zugegriffen, für die nächsten drei ausgaben zunächst.
an die sonne
reichlich verdrehter tag bis jetzt. keinen schlag gearbeitet, nur kurz was im HSB repariert, was mir gestern daneben gegangen ist. (scheißblogsoftware, macht mitunter, was sie will.) dann raus, an die sonne und zum essen eingeladen. viel rumgequatscht, gelacht. ich lerne, daß es ein leben neben dem leben gibt. eines, das genau so richtig ist. vielleicht.
jetzt zurück am schreibtisch, um die offenen enden von gestern einzusammeln.