am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

locked!

man träumt nicht oder wenig, wenn man nicht gut schläft. oder nur wenig schläft, aufgrund von schmerzen. schon kurz nach drei war ich geneigt, mich aufzuraffen, weil mir liegen einfach nicht mehr möglich schien. das hätte allerdings weniger als drei stunden schlaf bedeutet, und das ist selbst mir unmöglich. oder zumindest unangemessen. so blieb ich, irgendwo unter dem schmerz, wie verkrochen. wie bewusstlos im grunde. nur nicht genug davon.


am ende war es dann kurz nach sechs, früher ganz und gar undenkbar. geträumt habe ich, wie fast immer in letzter zeit, von systemen und programmen, die ich nicht beeinflussen kann. von regelwerken also, die ich offensichtlich nicht begreife. darin scheine ich eingeschlossen zu sein, das hilft mir nicht weiter.

nachdem ich ein wenig im wasser gelegen habe, noch vor dem frühstück, baue ich endlich das bett fertig. die mittelstütze hat nun drei kleine beine, damit ist alles wieder stabil. kein quietschen mehr und keine dämliche kuhle in der mitte. das liegeresultat ist jetzt auch so, wie ich es wollte. nicht weich, aber punktuell nachgiebig. ob es hilft? den schultern, meine ich, der nackenwirbelsäule.

ich glaube kaum, denn das ist nicht das problem.

das bauen hat spaß gemacht, nach der langen pause aufgrund der vielfältigen blockaden der letzten monate. völlig unbeholfen war ich, nahezu gehandicapt. aber nach und nach wurde es besser. morgen baue ich weiter, andere kleine sachen, die noch fehlen. (oder wer weiß, vielleicht werde ich das morgen bereuen. eventuell heute nacht schon.) fensterputzen wäre auch mal dringend, so nach zwei jahren.

das haus habe ich für all das heute nicht verlassen, obwohl ich eigentlich pflanzen kaufen wollte. für den balkon, aber das geht ja auch morgen noch. das will ja auch überlegt sein.

an der wohnungstür lege ich jetzt übrigens wieder die kette vor. wie von allein, ohne dass ich darüber nachgedacht hätte. so wie es vor jahren auch. sicher ist sicher.

auf ex

als kurz vor dem traditionellen abschiedskaraokesong (bohemian rhapsody) auf der re:publica knallt nicht weit von mir eine kofettipistole, und ich schaffe es gerade noch auf eine klokabine, um meinen heulflash im verborgenen hinter mich zu bringen. währenddessen schmettern sie draußen lauthals: MAMA!

wie die exfrau mich umflittert hat, als sie noch keine ex war. mehrfach in diesem jahr, mit großer freude an meiner verwirrung darüber. fast so groß wie meine eigene freude über meine verwirrung. versprochen war mehr, munition massenhaft vorhanden. aber das scheint nun schon lange lange vorbei.

eigentlich wollte ich dann schnell weg, stolperte aber über die netten menschen vom techniktagebuch und ihren ausdrucken. ahnungslos bot man mir wasser, schokolinsen und ruhigen, nicht gänzlich sinnfreien humor, zuletzt fand sich sogar ein sofa und eine mögliche verabredung in klagenfurt.

dass ich kat frankie doch nicht mehr gesehen habe, obwohl ich nur wieder hätte zurückgehen müssen, nach hinten auf das partygelände, liegt an der erkältung. oder an meinem alter. musik ist immer auch laut, das weiß ich von früher. als ich noch selbst musik gemacht habe.

ich wollte keinen lärm. ich wollte nach hause, ins wasser.

tür zu. und die kette vorgelegt.
so ist das jetzt.

erstmal keine re:publica heute morgen, stattdessen zum arzt. dann in den baumarkt wegen der bettfüße. alte pfosten zusägen lassen, besser ist besser. sonst stimmt der winkel nicht, mit meiner ollen stichsäge, niemals. anschließend physio, wenn die kraft es zulässt.

gestern vergessen: zwei anrufe verpasst und mit meinem rückruf auch nicht durchgekommen. ich habe eine agentin, die mich anruft. die letzte wirklich wichtige verbindlichkeit in meinem leben.

gegen mittag kommt der neue lattenrost, zweiteilig, also auf zwei personen ausgerichtet. als alles zusammengebaut ist, verstehe ich endlich, was an dem bettumbau noch fehlt: beine für die mittelstütze. zwei oder drei, mal sehen. dann ist die mittelkuhle weg, vermutlich auch das quietschen.

alles bereit. alles zu spät.

auf dem weg zur re:publica realisiere ich dann das rotzröcheln, das sich am morgen schon im hals bemerkbar gemacht hat. dann also mal krank, was solls. mehr weiß ich nicht.

gegen mittag fahre ich zur re:publica, ausgerechnet. da ist gerade der bundespräsident anwesend und überall alles abgeriegelt. menschenmassen stehen vor absperrbändern herum und dürfen nicht zum hinteren ausgang. ich ziehe mich zurück, ich habe kein eile. ich wandere umher, überall ist es voll. zu voll. sporadisch würge ich an meinen tränen. ich finde mich nicht zurecht. was will ich hier?

die verlassenheit, die ich mit mir herumtrage, nagt mir das faule fleisch von den knochen. die erschöpfung lässt mich fast im stehen einschlafen. ich gehöre nicht unter menschen. so nicht.

schwere tage

ganz gehörig ein bißchen zu viel geackert diese woche. im büro vor allem, außerhalb meiner selbst, fremdbearbeitet. selber schuld, hatte mich quasi dazu abgeboten, bzw. den selbsttätig den finger in die wunde gelegt. dazwischen physiotherapie, die erst alles schlimmer, dann deutlich besser gemacht hat. bis zum nächsten tag, da war alles wieder anders. was auch sonst, das macht mich fertig, dieser unverlässliche verlauf. nicht vor, nicht zurück, aber alles im arsch. dann noch ein arztbesuch auch, damit geht es jetzt wieder los, der nicht so viel gebracht hat. alte erkenntnisse, die einfach nur nach und nach ein wenig näher rücken. irgendwann muss ich das entscheiden.

über allem die verlassenheit, die es nun umzusetzen gilt. oder darunter, unter allem, so tief. und entgegen auch, gegen meine überzeugung.

aber ja doch, ich mach das schon. morgen noch.

dann bin ich durch das gröbste.

besser

bei ihnen ist alles anders, sagt die physiotherapeutin mir heute, als sie gerade an meinem kopf zieht. oder sie zieht an meinem nacken und hält dabei meinem kopf in den händen. was weiß denn ich? jedenfalls soll es entlastend sein. das sagt sie auch noch.

ich dagegen teile ihr mit, dass mir grade die gesamte anspannungsenergie in den kopf schießt. so fühlt es sich zumindest an, und das ist sehr, sehr unangenehm.

die frau versucht es dennoch noch dreimal, jedesmal ein wenig anders. aber es hilft nicht, es ist schrecklich.

es ist eher schlimmer geworden, sagt die physiotherapeutin zum abschied. das ist auch sehr, sehr unangenehm. aber ich weiß ja, dass es erst seit gestern wieder so ist. das war ein langer tag am schreibtisch, und irgendetwa ist da falsch gelaufen.

ich sollte besser aufpassen.

oder einfach alles lassen, sein lassen. wie es eben sein soll. nicht immer alles besser wissen.

alltägliches

viel zu tun im büro derzeit. viel zu tun auch hier, nach dem 8-stunden-tag außerhalb. wieder zu hause. jetzt ist schluss, ohne roman heute. kein stoff mehr, keine qual. stattdessen geld, muss ja auch sein.

alles andere.
was ist das?

nichts, was hier thema sein könnte. das dann doch nicht.

alles fiktion.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner