am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gute idee

berlin ausgerechnet an einem der wenigen dauerregentage mit dem rad zu sightseeen, ist eine wahrlich blöde entscheidung, aber was solls. heute also, wir radeln von einem café zu nächsten, um dort jeweils ein halbes stündchen zu trocknen. und aufzuwärmen natürlich, denn reichlich kalt ist es noch dazu.
am palast der republik, der derzeit ausieht, als wäre eine riesige axt mitten in ihn hineingefahren, gröhlen die fußballfans bereits um kurz nach zwölf. mein begleiter, ein pitschnasser hannoverander (nein, wohl doch mehr ein schwabe, glaube ich.), beschwert sich gleich mehrfach über unseren wunderschön pinken telekomalex. ja, danke! (da ist ja sogar das T drauf, wie albern!) vor einem nobelhotel steht fett der bayernmünchenbus. vor dem spiel ist nach dem spiel, oder so ähnlich. vor der wm, auch das noch.
das stelenfeld ist naß und mächtig grau. ich mag es trotzdem, aus der nähe betrachtet. (bislang war ich noch nie da, bin nur einmal vorbeigefahren.) als architektonische stadtlandschaftsgestaltung, vielleicht, nicht nur. und natürlich spiele ich ein bißchen verstecken darin, so wie viele andere auch. kinder sind keine da, aber sie hätten ihren spaß, möchte ich wetten. der potsdamer platz ist voll, wie immer. und riesig. und blöd. dann wird es langsam dunkel.
von dieser ehemals größten baustelle europas bis nach neukölln dauert es etwa 30 minuten, mit dem fahrrad. dabei überquere ich sechsmal die grenzmarkierung, zumindest auf dem (zufälligen) weg, den ich wähle. und ich werde ziemlich naß, im regen. aber das macht nichts, das ist auch ungefähr das sechste mal, heute.

manchmal leichtes heimweh nach dieser verkrochenen stadt mit eigenen ölberg. (wie ich sehe ist das elberfelder rathaus eingerüstet. und die unfarbe der laurentiuskirche ist auf bildern fast erträglich. naja, ist ja auch nur ein kleines stück zu sehen.)

neukölln

es ist ruhig in neukölln heute nacht, auf dem weg nach hause.
ganz anders als im kino, wo kurz zuvor ein 15jähriger einem anderen jungen nach gefühlten acht bis achtzig stunden in den nacken geschossen hat. fast schon möchte man glauben, daß der film ihn uns erläßt, den schuß, den knall. wenigstens das. tut er aber nicht. nur das bild, aber das ist es ja auch nicht. das ist es nie. es ist der lärm, immer.
und das schweigen danach, die stille.

die welt in weiß

morgens weckt mich ein kratzen und schaben, das ich so nur aus wtal kenne, wo die mieter selbst die straße möglichst pünktlich zu räumen haben. bei schneefall. irgendwer schaufelt also da draußen, wo es gestern noch nichts zu schaufeln gab. ich mag gar nicht mehr hinsehen.
leises schneetreiben, schon seit gestern, den ganzen tag lang. die lage ist eindeutig. ich beschließe dennoch aufzustehen. und aufzugeben, endgültig. ich liebe den (berliner) winter, jawohl, diese welt ganz in weiß. von mir aus kann es ab jetzt immer so sein, mir doch egal. ich bau mir ein iglu am potsdamer platz und nehme ab sofort eintritt. leben in der großstadt, ein experiment im ewigen eis. so ähnlich wie dieses öffentliche bett hier. in ein iglu schneit es immerhin nicht rein. also. alles halb so wild, alles kein problem. ich bin doch lernfähig.
nur den kühnen plan, mich heute abend mit dem rad in richtung helmholtzplatz zu begeben, den werd ich einstweilen mal – na, was schon? – auf eis legen müssen.

berlinhaß!

manchmal hasse ich diese stadt, die so kalt ist und so groß. heute zum beispiel, wo ich jetzt schon weiß, daß ich in der nacht wohl nach hause laufen muß. etwa 1 1/2 stunden. es ist nämlich ein gerücht, daß die ringbahn durchfährt. tut sie nicht, sagt mir die bvg gerade.

ohne worte

keine lust auf berichterstattung. wer nicht da war, hats halt verpaßt.

3. und letzte ankündigung (DASK)

heute war putzen angesagt, weil morgen besuch kommt. die erste geige aus essen.
der samstag nachmittag ist dann verplant, um 16 uhr gehts rüber nach friedrichshain, in die gabriel-max-straße 3, ins soylent. da spielt dann DASKwartett seine mixed crossed string music, wie ich im hsb bereits näher ausgeführt habe. (und hier auch, in der 1. und 2. ankündigung.)
mit ein bißchen glück kriegt der (akuell noch kariesfreie ;-) matthias da vielleicht auch seine pausentorte. see you!

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner