am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bonding (107)

damit hätte ich nicht wirklich gerechnet, dass ich tatsächlich keinen einzigen blick mehr in das manuskript tun würde. nachdem ich mir am karfreitag das zumindest einstweilige ende der schreiberei erklärt hatte. aber es ist so. dabei weiß ich genau, wieviel da noch im argen liegt, doch darum geht es derzeit nicht.

jetzt ist erstmal fertig. tatsächlich.

als nächstes wird an unterschiedlichen orten und aus unterschiedlichen positionen testgelesen. kann sein, dass mich das ein wenig ängstigt.

vielleicht.

bonding (106)

nachtrag: ja, ich bin tatsächlich fertig, die eckdaten stehen eins weiter unten.

das letzte kapitel hatte es noch einmal in sich, aber so richtig. auch die zweite hälfte, wenn auch nicht ganz so schlimm wie die erste. und, wenn ich ehrlich bin, bin ich nahezu unfähig, das ergebnis einzuordnen. es ist jetzt mal so, wie es ist. es ist alles drin, aber der emotionale faktor, die plausibilität. keine ahnung, die aktuelle welt funkt mir doch schwer dazwischen. immer wieder, da kann ich nichts machen. dagegen komme ich nicht an.

was soll’s, ich bin fertig. ich melde mich dann, vielleicht gleich morgen. um zu berichten, ob ich diese tatsache schon begriffen habe.

bonding (104)

den ganzen tag im text, etwa zehn seiten geschafft. blieben vier, zwei davon müssen nur geputzt werden. vielleicht gepflegt, der rest ist ein spiel.

aber mal sehen.

eines steht fest: morgen habe ich fertig. (vermutlich.)

bonding (102)

seit zwei tagen kämpfe ich mit dem letzten kapitel. das heißt, eigentlich mit der zweiten hälfte des letzten kapitels. die erste steht ja nun schon lange, die rühre ich auch nicht mehr an.

gestern ging es noch einigermaßen mit der arbeit, auch wenn ich auf uralte techniken zurückgreifen musste. papier und bleistift, ein radiergummi, zwei bunte marker. ohne das wäre ich nicht zurechtgekommen. das mag an der hohen konzentration am ende eines textes liegen. oder an der pandemischen weltlage, was durchaus denkbar wäre. ich weiß nicht einmal das mit gewissheit zu sagen.

fakt war gestern, dass ich keine sechs seiten ohne diese hilfmittel hätte überblicken können. während ich sonst in der lage bin, zwanzig, dreißig oder auch vierzig im hirn zu behalten. genaugenommen sogar alle, weit über vierhundert.

heute allein drei stunden an einer einzigen seite geklebt. danach waren es drei seiten, es musste also wirklich sein. auch der rest des bestehenden textes musste an vielen stellen ergänzt und erweitert werden. fünf, sechst stunden lang. fertig bin ich damit nicht, diese überarbeitung muss noch einmal überarbeitet werden. da hilft nichts.

drei seiten sind noch offen. gegen sechs, es war noch hell draußen, habe ich erschöpft aufgegeben.

ich fasse es nicht. ich bin am ende. (noch nicht.)

weiter geht’s: morgen und übermorgen abtauchen in den brotberuf. mittwoch dann.

bonding (101)

gestern das letzte kapitel durchgesprochen, alles soweit gut. es bleiben kleinigkeiten, die noch zu tun sind. einzelne worte, geringfügige ergänzungen. darüber hinaus eine letzte idee, die noch eingeflochten werden will. eine feine rote linie, nicht unwichtig. aber wer weiß.

nachgeschaut habe ich schon und gesehen, dass es gewagt ist. einen bogen schlagen von seite 178 auf seite 449? weil ich es kann?

mehr als geschaut habe ich heute dann aber nicht. stattdessen hänge ich mächtig durch. überall hebt sich schon die osterstarre, vierzehn tage pause, auch bei meinen literarischen partnern. damit habe ich auf einmal luft bis zur auferstehung. was sich heute mal in erschöpfung bei gleichzeitigem nichtstun geäußert hat.

naja. kein schönes ende, offensichtlich.

bonding (100)

die erste (hoffentlich) lesbare fassung des letzten kapitels. steht!

gerade eben, vor ein paar minuten, war ich durch. 448 (norm)seiten, rund 112.000 wörter. insgesamt.

die arbeit an dem letzten kapitel, die letzten drei tage, das war die hölle. nicht schön, ohnehin. aber jetzt, gerade jetzt. in dieser coronawelt.

was ist das? was soll das? wozu?

am donnerstag wird das ganze durchgesprochen, via skype oder so. danach kommt das letzte bisschen, der (erste, grobe) feinschliff. das kann oder wird durchaus noch einmal ein paar tage brauchen.

aber dann ist fertig. (fürs erste.) also vor ostern, wie geplant.

bonding (99)

schreiben ist schrecklich. ich weiß nicht, warum ich das tue. vielleicht nur noch, weil es albern wäre, nach über zwei jahren, die letzten zwanzig seiten auszulassen.

keine ahnung, ob es heute so schwer war, weil es eben die schwere texterstellphase ist. alles noch unsortiert und unfertig, das macht unzufrieden. kaum ein augenblick klarheit oder schönheit gar, nichts das die türen öffnen würde. bislang. und immer die angst, dass es auf einmal nicht mehr funktionieren könnte. jederzeit.

ich kann also nicht wirklich sagen, was ich getan habe, geschrieben, den ganzen langen tag. heute ganz besonders, stundenlang habe ich gesessen. aber ob das gut war, ob es brauchbar ist, was da jetzt steht. etliche seiten sind es, das weiß ich, vorsortiert nach überarbeitungszustand. ich hoffe, dass es wenigstens lesbar ist. aber ich werde nachschauen müssen, morgen. um das beurteilen zu können.

vor allem ist natürlich die konzentration doch immer wieder arg gestört, durch ein virus.

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