meine mörderin sagt mir nicht, wie sie es gemacht hat. geschweige denn, warum. nicht einmal, ob sie es gemacht hat, verrät sie mir. das ist frustrierend.
unter tage
draußen ist vollmond. drinnen auch, es widdert, wenn ich das recht verstehe. ich schlafe nicht, ich wüte in mir herum, fresse den kühlschrank leer und kann nicht von dem text lassen, den ich gestern mit der gruppe besprochen habe. dieses abenteuer, wenn sich alles anfängt zu bewegen und zu drehen, egal wo man den finger hinlegt und zu denken beginnt. das ist leben, wie ich es will, inmitten des eigenen vermögens. (statt des ewigen lamentos bezüglich des eigenen unvermögens.)
bald, im grunde jetzt, sofort, muß aber mal gut sein mit diesem einen text, knapp sieben seiten. ich nenne ihn fertig, punkt. denn es gibt ja noch einen anderen, schon gut gewachsenen, der liegt und wartet. der muß jetzt zurück ins hirn, so unangenehm es ist. so sehr ich ihn verachte, in seiner jetzigen form. (alles restlichen termine fürs wochenende sind gecancelt. definitiv.)
sehr müde, aber gut müde. viel über texte geredet heute abend, stundenlang. über gute texte und über die arbeit daran. gute arbeit.
dabei nahezu durchgehend immer wieder die erkenntnis, wie unterschiedlich die herangehens- und erzählweisen doch sein können. und wie sehr man sich dennoch verstehen und verständigen kann.
ein paar worte, hier und da, hin und wieder her, das war alles in den letzten tagen. der aktuelle text liegt und hängt durch, fast vergessen ist er mir. das heißt, ich finde ich gerade banal und lächerlich, ziemlichen mist. (das muß so, das ist nicht neu.) ich sollte einen neuen finden, finde aber nur fetzen, titel und neue fragmente für wasweißichwas. abwarten. offen bleiben.