am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

meine mörderin sagt mir nicht, wie sie es gemacht hat. geschweige denn, warum. nicht einmal, ob sie es gemacht hat, verrät sie mir. das ist frustrierend.

zurück zu meiner mörderin. (gutnacht)

draußen ist vollmond. drinnen auch, es widdert, wenn ich das recht verstehe. ich schlafe nicht, ich wüte in mir herum, fresse den kühlschrank leer und kann nicht von dem text lassen, den ich gestern mit der gruppe besprochen habe. dieses abenteuer, wenn sich alles anfängt zu bewegen und zu drehen, egal wo man den finger hinlegt und zu denken beginnt. das ist leben, wie ich es will, inmitten des eigenen vermögens. (statt des ewigen lamentos bezüglich des eigenen unvermögens.)

bald, im grunde jetzt, sofort, muß aber mal gut sein mit diesem einen text, knapp sieben seiten. ich nenne ihn fertig, punkt. denn es gibt ja noch einen anderen, schon gut gewachsenen, der liegt und wartet. der muß jetzt zurück ins hirn, so unangenehm es ist. so sehr ich ihn verachte, in seiner jetzigen form. (alles restlichen termine fürs wochenende sind gecancelt. definitiv.)

sehr müde, aber gut müde. viel über texte geredet heute abend, stundenlang. über gute texte und über die arbeit daran. gute arbeit.

dabei nahezu durchgehend immer wieder die erkenntnis, wie unterschiedlich die herangehens- und erzählweisen doch sein können. und wie sehr man sich dennoch verstehen und verständigen kann.

nach zwölf noch in den akuten text gewagt und zweifel geschürt. ich wage es nicht, noch nicht. was immer es ist. ich muß weiter, tiefer. es aufbrechen, zerbrechen.

die mörderin hat gesprochen, heute morgen. endlich. mit ein paar worten nur hat sie schreckliches offenbart.

nach zwölf noch in den aktuellen text, kleine logische korrekturen angebracht. gut.

aber noch nicht mit der mörderin gesprochen. abwarten, kommt noch, ohne zweifel. gleich zum beispiel ist eine neue nacht.

heute nacht werde ich mit der mörderin in mir sprechen. ich werde sie rufen und darauf hoffen, daß sie erscheint. das ist kein ritual und keine show. das ist kein spiel, es ist ein muß. und es ist ein fluch und ein bann zugleich.

schreiballtag.

ein paar worte, hier und da, hin und wieder her, das war alles in den letzten tagen. der aktuelle text liegt und hängt durch, fast vergessen ist er mir. das heißt, ich finde ich gerade banal und lächerlich, ziemlichen mist. (das muß so, das ist nicht neu.) ich sollte einen neuen finden, finde aber nur fetzen, titel und neue fragmente für wasweißichwas. abwarten. offen bleiben.

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