am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ebook bauen (29)

es ist wieder soweit, ich baue mir ein buch. genau genommen sogar zwei, das hat sich so ergeben. gerade drucke ich das material aus, was irgendwie absurd ist. aber korrektur lese ich besser auf papier, besonders wenn ich mich selbst korrigieren muß. das sollte man ja eigentlich gar nicht erst versuchen, man übersieht zuviel. oder noch schlimmer, man gerät ins überarbeiten. (aber was soll ich machen?)

andere bauen auch ein ebook und fragen mich nach einem beitrag aus meinem blog. jetzt muß ich nachdenken oder suchen, ich weiß auch nicht. so viel text in all den jahren, mehr als 10 im grunde. denn ich denke ich sollte in diesem blog hier suchen, ausnahmsweise, mal nichts literarisch gedachtes wählen. aber was? und wie?

vielleicht meinen ersten aufschreibeitrag, immer noch der meistgeklickte? oder doch besser den anderen schrecklichen wichtigen beitrag aus diesem jahr, der ebenso elenden wie, berauschenden 13, den über das bewegen von welten?

tja, was?

meine mörderin hat mich verlassen, hat mich allein zurückgelassen. und jetzt weiß ich nicht weiter, solange sie schweigt. (vielleicht war aber auch nur zu viel zu tun, was nix mit schreiben zu tun hatte.)

erst einen hinter die binde, caipi, passend zum november, dann die wichtigste webseite überhaupt in dem uraltsystem, das ich hier besser gar nicht erst verrate, aktualisieren. (wordpress kommt dann bald, versprochen.) und alles klappt, so ist ich. (dazu walnußmöhrenbrot.)

als autorin bin ich licht im hintersten, verrotteten kellerverlies. das ist gut, ich will es so, ich kann es. alles andere, nun ja.

fürwahr

auf eine visitenkarte, die mir vor monaten übergeben wurde, vor wochen schon das wort »Mut« gekritzelt, damit ich mich irgendwie überwinden kann, endlich die zugehörige mail zu verfassen. diese karte liegt nun strategisch direkt vor mir auf dem schreibtisch, aus eben demselben grund. und je länger ich hinsehe, desto deutlicher erkenne ich in meiner grauenhaften handschrift das wort »Angst«.

eindeutig.

nee, doch nicht.

kein vertrauen in den text heute. oder in mich. wer weiß. (statt dessen also: fleißarbeit. blogpflege.)

tagsüber beim meditationskurs, dort in aller ruhe jede menge zeug gequatscht. mir noch mehr, viel mehr dazu gedacht, das ich später dann auch in den unterlagen nachlesen konnte, die ich vorab zu lesen nicht geschafft hatte. an ein paar frischen ideen darin ein wenig weitergedacht: über das nichthandeln als quelle des handelns, über frieden also. über einatmen und ausatmen, über energie und weisheit. über unzerstörbarkeit.

außerdem einen alten text hervorgeholt, das mamutauftaktprojekt von vor einem jahr, und die korrekturen darin umgesetzt, die die literaturgruppe schon vor monaten aufgezeigt hat. bislang war ich nicht dazu gekommen, beinah hätte ich es völlig vergessen. das meiste stimmt eigentlich, aus meiner sicht. es gab also nur kleinigkeiten, einige wenige. lediglich den punkt mit den elektronischen geräten muß ich mir noch einmal ansehen. später. könnte aber sein, daß es daran auch nichts zu ändern gibt.

die nachmigränemüdigkeit zieht sich durch den ganzen tag bis in die nacht, meine heilgen schreibgefilde. manchmal wünschte ich, ich könnte gleich am morgen schreiben, das würde mir die tage erheblich erleichtern. was sage ich: das leben! geht aber nicht, selbst dann nicht, wenn ich es mit aller kraft versuche.

gerade eben schnell noch den letzten text, der ja im grunde fast schon fertig ist, wie mit dem feinen haarpinsel gefegt. ein paar worte geändert, um wenige zeichen gekürzt. mehr nicht. (es ist so wunderbar, das zu tun, tun zu können.) an den aktuellen text, den schwankenden, taumelnden, der mir akut so derart in gefahr scheint, traue ich mich jetzt aber nicht mehr.

dafür kurz davor beim spülen den ansatz für einen neuen text. nur ein hauch. weg vom ich, hin zum du.

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