am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das ist ein blödes gefühl, kurz nach zwölf den wichtigen punkt auf der liste, den ich heute unbedingt wenigstens angefangen haben wollte, als nicht zu bewältigen erkennen zu müssen. also möglicherweise wird überhaupt nichts daraus, auch morgen nicht oder übermorgen. und danach ist es egal, dann ist es zu spät.

jetzt dann mal ins bett und die frage nach der wichtigkeit neu erörtern, stundenlang.

wortzen

lyrik -> # mehr

prosa -> umdenken. neu lernen. wie immer im schreiben. nichts, das jemals sicher wäre.

mimosen

wie sie gleich beißen, wenn man sie anrührt. wie sie sich winden, in stolzer kraft. immer ganz selbst. bewußt.

1,2,3 usw.

termin 2: hausarztgequatsche. eigenartig. ungewohnt. über dreißig minuten nur reden, keine untersuchung, nur einmal kurz die blutdruckhöhen beziffert. eine sehr seltsame erfahrung. strategien klargemacht, rheumamedikation als wahrscheinlich gekennzeichnet. abwarten, bis montag.

anschließend: mimose gekauft. (gleich zwei eigentlich.) die schwarzäugige dagegen steht noch aus.

generös

es scheint mir dringend vonnöten, daß ich morgen unbedingt eine mimose kaufen kann. ich hoffe, der blumenladen ist diesmal darauf eingerichtet. dazu noch eine susanne wäre ebenfalls sehr schön. nahezu genial.

1,2,3 usw.

termin 1: die schildkröte stellt sich im ultraschall klein aber top vor. hashimoto also eher nicht. immerhin.

die kommunikation allerdings, fast so kathastrophal wie immer. der ist arzt hektisch und hilflos fürsorglich, dabei eigentlich ganz nett. trotzdem natürlich nur reihenabfertigung im takt, kaum zusätzliche fragen erlaubt. dumme fragen werden geschickt an die stoische artzhelferin weitergereicht und dort genervt abgestraft. das ist ganz und gar untauglich für meinen grundsätzlichen angstzustand in bezug auf die anstehende widerliche prozedur.

dafür also arztwechsel, wohl oder übel.

vergessen zu essen. na, egal. jetzt isses zu spät.

schön (und nicht traurig)

in blogs, und in diesem hier wohl ganz speziell, ist es ja so: irgendetwas findet recht spontan irgenwie einen weg hinein. oder hinaus, wie auch immer. überarbeitet wird wenig. manches stoppelt sich über tage zusammen, bis ich den faden doch wieder verliere. und vieles, sehr vieles geht verloren, weil ich keine zeit habe oder keinen ansatz finde. das ist das schöne an blogs, denke ich. zumindest an diesem hier, das nicht mehr und nicht weniger will.

trotzdem passiert es mitunter, daß ein text einen punkt trifft, zufällig einen moment erwischt und deshalb fast schon vollständig und ganz daherkommt. obwohl er in kurzer zeit heruntergeschrieben wurde und eigentlich beinah überhaupt nicht ausformuliert worden wäre. weil es spät war an diesem tag, die lust beinah nicht vorhanden und nur ein letztes aufraffen dennoch dazu geführt hat. so wie der text über meine hände, neulich.

ein zufallstreffer, den es nach anfrage von antje schrupp, nun auch in überarbeiteter, sprich polierter, form auf beziehungsweise weiterdenken gibt.

herzlichen dank dafür. insbesondere die kleinen ergänzungen, die gedankliche und sprachliche weiterführung und frische frische konzentration natürlich haben mir große freude bereitet.

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