am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

arbeitsberge übers wochenende beackert. nahzu exzessiv. und dann doch noch eine wichtige seite in den aktuellen literaturtext eingefügt. bin zwar unfähig, diese zu beurteilen. aber es gibt ja noch ein morgen. aller wahrscheinlichkeit nach.

jetzt: feierabend. (feiernacht wäre wohl mißverständlich. ich falle lediglich ins bett.)

was sollen wulff?

diese allgemeine gewullfe, dieses moraltriefende geschwätz der letzten nachrichtentage, in allen, wirklich sämtlichen politischen lagern. das hängt mir dermaßen zum hals raus, ich kann es gar nicht sagen. da spricht dieser mensch allen ernstes von schweren fehlern, wo er doch nur ein bißchen mit dem diekmann im rubikon geplanscht hat. so what!?

an dieser stelle möchte ich kurz und schmerzhaft auf wirklich schwere fehler hinweisen, die darüber irgendwie unterzugehen scheinen, wie mir scheint.

workwork

schwer beschäftigt, naja, mit mietschreiberei. und was mache ich jetzt mit der literatur? muß mir wohl langsam gedanken über die work-work-balance machen.

seit dem nachmittag sieben seiten überarbeitet. alles struktur, kaum inspiration. die tür bleibt zu, wie vernagelt. dementsprechend bin ich unzufrieden.

gut, auch das muß sein. und es muß getan werden, das vor allem. bleibt nur die angst, daß ich da doch nie wieder herausfinde.

übernachtungsbesuch bei einer freundin, die fünf recht punkige katzen hat. zwei neonrote, eine neonblaue und eine neongrüne. (nach den aufwachen kurz nachgerechnet.)

lebenskäse

diese privaten internetlogbücher, tag für tag, über die jahre hinweg,  sind ja entlarvend  mitunter. auch wenn man sie noch so vorsichtig verfasst, wie ich das hier tue. jawohl, das ist so, auch wenn man das vielleicht nicht glauben mag. der kern meines geschreibes hier ist und bleibt das schreiben selbst. nicht ich. doch das eine geht in das andere über, immer wieder. das läßt sich nicht vermeiden. das ist wie käse, der im ofen schmilzt. zwangsläufig.

und peinlich natürlich, weil es all die zwischenzustände und unzulänglichkeiten offenbart, die besser im verborgenen aufgehoben wären. in beziehungen, in den familien und all den anderen alltagskatastrophen. da sind sie zuhause. doch eben da leben und wachsen auch die geschichten, die es zu erzählen lohnt. deshalb muß er eben sein, dieser fädenziehende schmelzkäse, der mich selbst oft genug mit selbstekel erfüllt.

langsam mal vorsicht vielleicht

seit letztem freitag bis eben gerade war ich zeugin von genau drei verkehrsunfällen. zunächst ein ganz mächtiger zusammenprall von zwei superschicken schlitten direkt vor meiner bushaltestelle. zum glück war ich da nicht wirklich zeugin, sondern kam erst deutlich später dazu, als hinter der großräumigen absperrung lediglich noch mehrere feuerwehren damit beschäftigt waren, diverse flüssigkeiten zu binden. die menschen waren also alle schon in sicherheit, hoffentlich.

gestern dann, erst ein kurzes hupen und anschließend ein satter rumms. blech- bzw. plastikschaden direkt vor meinem wohnbürofenster. nix passiert, nur stundenlanges warten auf die beamten im regen. das hätten die sich auch sparen können, denke ich. die tun doch da eh nix.

gerade eben, ich war nur kurz um die ecke, nimmt doch glatt ein auto den nächstbesten fußgänger kurz auf die haube, um ihn daraufhin in den straßengraben zu werfen. ich hab das ganze mehr gehört als gesehen, ein gnaz eigenartiger klang, deshalb mußte ich dann auch nicht bleiben. zum glück. waren auch gleich ausreichend helfer zur stelle und wimmelten emsig herum. dazu jede menge zuschauer. logisch.

langsam frage ich mich, was wohl morgen passiert. oder jetzt gleich, wenn ich wieder zu meiner bushalte muß. kommen die einschläge näher? sollte ich die einweghandschuhe einpacken?

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner