am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

sitzen und meditieren in gegenwart von gemeinen blutsaugern, sprich mördermücken, das ist eine ganz besondere herausforderung. ein paar spinnen wären mir da wesentlich lieber. die krabbeln nur und schwirren, surren, säuseln nicht. (und friedrichshain ist nachts im spätsommer immer noch so weich und wild, wie ich es kenne.)

menschen, in deren nähe ich mich wohlfühle, wollen mich oft nicht in ihrer nähe haben. das war schon immer so. so bin ich eben immer woanders.

absurde schmerzen hinten mittig im rücken, den ganzen tag schon. dazu der lärm direkt vorm fenster des wohnbüros. die bagger baggern, daß der schreibtisch vibriert. ich kann so nicht arbeiten.

keine migräne immerhin.

traurige nachrichten erhalten, eigentlich schon vor ein paar wochen. seitdem herrscht schweigen, aber das ist keine überraschung. ich frage nicht nach, ich bleibe, wo ich bin. ich kann nicht anders. ich bin nicht wichtig. ich lebe weiterin in der illusion der unversehrtheit, einstweilen. aber ich bin bereit. und traurig, tief innen, ganz für mich allein.

dinge schmecken, die mir lange nicht auf der zunge lagen. das braucht zeit.

ungesichert

mein hirn ist mein archiv. wetware, sterblich. ohne netz und doppelten boden.

seelenlos

dieses baggertier flitzt tagsüber neuerdings immer um meine wohnung herum und verursacht hier und da urplötzlich einen höllenlärm. nachts dagegen schläft es seelenruhig unter meinem balkon. als könnte es keiner seele was.

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