klingt wie eine krankheit. bedeutet wohl, daß eine von beiden immer die kleinere, blödere, häßlichere, widerlichere, ekelhaftere ist. mit anderen worten: ich.
berliner pisser
dort, wo gestern dieser pisser …

seine duftmarke hinterlassen hat, …

klafft heute ein riesiges loch. zufall?

andererseits war ja gestern ganz überraschend so ein gemeiner freiluft- und sauffeiertag.
das leben der anderen ist anders
das lerne ich wohl nie. wie verweist man menschen, die ahnungslos jede grenze ignorieren und freudig überschreiten, zurück in ihre schranken. ohne daß ich es so meine natürlich. ich bin ja nicht böse, unterstelle keine üblen absichten. ich beherberge offensichtlich nur eine allgemein unübliche grenzgestaltung in mir. wie also nein sagen, wenn es zum nein sagen zu spät ist. wenn die situation nur noch eine grobe zurückweisung erlaubt. oder aber schweigen und warten. was erfahrungsgemäß ebenfalls nicht gut ankommt. weder bei anderen noch bei mir.
präsenz
massentreffen mit berufskolleginnen im weitesten sinne. sowas bestehe ich ja nur schwer, vorwiegend wegen der masse eben. und wegen des zwangsläufigen lärms. mit menschen sprechen, deren stimmen ich im soundbrei kaum verstehen kann. außerdem gefühlte unendliche male die frage nach dem ich. wer bist du? was machst du? was ist dein erfolg? den ganzen abend also an einer intelligenten, stimmigen antwort gegeübt. was gar nicht so schlecht war. auf die zumutung des egos eine zufriedenstellende antwort finden, die nicht wirklich falsch ist. die jedoch gleichzeitig die echte, wahre nichtigkeit meiner selbst ungestört, unberührt läßt.
hat spaß gemacht.
spiritual rant
viel zu oft machen sie ihre augen lächeln, viel zu selten vermag ich das nachzuempfinden. ihr denken ist simpel, ihre bilder flach. so einfach ist das. sie reden viel vom schweigen, doch sie ertragen es ebensowenig wie ich. sie reden von der offenheit des herzens, während es in ihren bäuchen rumort. ich kann hören und sehen. ich bin eine von ihnen. und ich lehne das ab. grundsätzlich.
emotwist
gefühle sind ja mehr so wie das wetter. windig mitunter, manchmal auch wärmend, auf jeden fall variabel. meist wechseln sie sogar noch schneller. alles geht vorbei, das steht fest. jedes hoch und jedes tief. nur das wetter an sich, das bleibt.
nichts ist so wenig wichtig wie der wetterbericht von gestern. nein, ich sammle keine wetterdaten. also fragt gar nicht erst.
engl auf