am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

core – das zentrum, der kern, das herz

Was ist das eigentlich für ein Zustand, den du in letzter Zeit an den Tag legst? Gefällt mir gar nicht. Sei endlich ein Mensch!

Ich bin dein Sohn, wider Gott und homosexuell, all das, was für dich die Definition des Schlechten ist. „Vom Teufel besessen…!“, so würde mich der Prediger von heut’ Mittag beschreiben. Aber weißt du, ich BIN ein MENSCH und ich HABE ein HERZ.

by Heartcore in Treppenstufen

[manchmal bleibt es auch kurz stehen, das herz, das eigene zentrum, so beim lesen von anderen blogs.]

anaka

the place where my father was born is the very spot where he was laid to rest. (geoffrey oryema, exile, 1990)

hold you breath and listen!

ich fühle mich durch eine riesige wohnung torkeln und nach der kraft suchen.

sommer und lärm

schön warm draußen heute. leider auch schön laut, denn am dienstag bereits setzten grundlegende berliner bauarbeiten ein, die sich hier jeden sommer tummeln. erst dachte ich ja, man würde mir einen baum pflanzen. aber nein, es wird nur lautstark in der kanalisation herumgebohrt.

außerdem, sommer? ist denn schon sommer?

zu lange im gartenlokal gesessen. (biergärten gibt es ja in berlin nicht, habe ich bei der gelegenheit gelernt.) draußen. jetzt schnell in eine ganz heiße wanne steigen.

schlechte laune. angespannt. hormone vermutlich. oder das wetter. vielleicht auch diese kaputte welt. vermutlich alles auf einmal, ein unglück kommt ja selten allein.

jubel um osama

heute morgen gleich als erstes, und zwar nicht übers internet, sondern – ganz altmodisch – via radio: osama bin laden ist also tot und ins meer verklappt worden. jetzt jubeln menschen, manche mehr und andere weniger, nicht nur amerikaner. menschen, die sich darüber hinaus womöglich demokratisch oder sogar christlich nennen würden. so einfach ist das, scheinbar. das böse ist besiegt. das böse ist geschlachtet. und also bleibt das gute?

ich dagegen bin ein wenig ratlos, irritiert und abgestoßen. jegliche gewalt zieht nachhaltige, riesige kreise, immer. und der jubel über eine gelunge rache, so verständlich das ein mag, dauert dagegen vielleicht ein paar sekundenbruchteile. ebenso die freude darüber, die keine wirkliche freude ist. so etwas verdreht sich, schneller als es überhaupt begriffen werden kann.

nein, die welt hat sich nicht verändert gestern nacht. ganz so leicht geht das nicht.

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