am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

merke:

schreiben mit einem gewissen anspruch bedeutet nicht nur den weitgehenden verzicht auf geld, sondern insbesondere – quasi als grundvorausetzung – auch den vorauseilenden verzicht auf jedwede anerkennung überhaupt. was allerdings eine recht leichte übung ist, finde ich. da bin ich offensichtlich ganz anders als andere.

die geliebte hat sich neulich – zufällig – dieselbe hose gekauft, wie ich – versehentlich – auch. jetzt sind wir gezwungen, uns abzusprechen, damit wir nicht – aus versehen – die gleiche hose anhaben. wäre ja peinlich.

(sch)wupps!

0:2
(oder: Nach dem Platzverweis verliert Hertha beim Regionalligisten Wuppertal. ;-)

gibt es etwas dämlicheres als festplatten aufräumen?

ja. drei verschiedene festplatten zusammenfassen, an einer stelle auf den aktuellen stand bringen, ohne dabei versehentlich an irgendeiner stelle daten für immer unterzugraben. (was aber vermutlich dennoch passieren wird. was aber widerum nicht weiter auffallen wird. zunächst einmal.)

schreiben beschreiben (1)

ich hocke im bett und stricke an den neuen ‚ärmeln‘ für die geliebte. pulswärmer in braun, passend zur neuen hose. der fernseher läuft, irgendein krimi. ich sehe nicht hin, höre auch nur oberflächlich zu. der mörder habe sich selbst verletzt, heißt es da. dann habe er versucht, den aufzug zu nehmen, der aber außer betrieb gewesen sei. danach erst sei er durchs treppenhaus geflüchtet.
nach dem mord. festsitzen im fahrstuhl, mit blut an den händen. das bild mag abwegig sein, doch die angst ist augenblicklich gegenwärtig. diese angst, die wohl jeder kennt. wenn etwas unerwartetes geschehen ist, mit unwiderruflichen folgen. wenn es keinen ausweg mehr gibt, nur noch fassungslosigkeit.
wenn etwas kaputtgegangen ist, vielleicht, wenn etwas zerbrochen ist, für immer. etwas wichtiges. das kennt jeder. dazustehen, und es einfach nicht glauben zu können. daß vor zwei minuten alles noch ganz anders war.
daraus, aus diesem moment, diesem gefühl, kann eine figur entstehen. das gilt es also zu konservieren, zu kultivieren. irgendwie. das ist einer der ausgangspunkte, die ich brauche. ganz konkret, jetzt.
einstweilen stricke ich dennoch weiter. im bündchen – ein rechts, ein links, wie meine oma zu sagen pflegte – ist später ein rhythmusfehler zu sehen. ich denke, ich habe ein- oder zweimal rechts und links verwechselt. der knoten in der wolle macht wenig später ein loch, einfach so, mittendrin.

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