am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

todmüde, schon den ganzen tag. gut, ich habe kaum geschlafen, aber vielleicht ist es auch das wetter. diese windige wärme, die gleichzeitig naßkalt rüberkommt. schon seltsam. migräneträchtig, doch das will ich jetzt lieber nicht heraufbeschwören.
ist übrigens in berlin bislang noch nicht außergewöhnlich ausgeprägt aufgetreten, dieser orkan. ein bißchen gewittert hat es eben, ein wintergewitter. ist ja nicht so häufig, noch dazu ohne schnee. und vielleicht kommt ja da noch was, wer weiß.

prima tag heute, um oben an der schönhauser allee den vorderreifen platt vorzufinden. rote reißzwecke, tief eingefahren. in der regenfeuchten witterung greife ich beim radausbauen tüchtig in die scheiße. aber flicken geht nur zuhause, zweiter teil also morgen. radeinbau bei wind und wetter, wie mir scheint. ich freu mich schon. (war noch schnell beim friseur, heute.)

werkzeuge & prozesse

jahrezehntelange arbeit mit sprache und text. die letzten fünfzehn jahre davon mithilfe von bildschirm und tastatur. inzwischen beim achten oder neunten pc angekommen, während es insgesamt nur vier schreibmaschinen gab. zwei davon habe ich noch, alte mechanische maschinen. eine tonnenschwer, aus gußeisen. das e und vor allem das o stanzen löcher ins papier.
papier. ist papier das eigentliche medium? immer noch, trotz allem? ich zumindest komme ohne papier nicht zurecht. die idee vom papierlosen arbeiten, büroraumsparend, halte ich seit jeher für ein gerücht. undenkbar, so etwas. aber ich bin schon älter. und inzwischen womöglich auch altmodisch, da ist das ja vielleicht kein wunder. anderen mag es da anders gehen. lesen nur noch am bildschirm, und schreiben geht sowieso nicht mehr anders. wie furchtbar.
eben mußte ich dann allerdings feststellen, daß es so schlimm wohl doch noch nicht ist mit mir. von wegen alt und altmodisch und so. papier ist ein muß, okay. aber stifte benötige ich nicht mehr. schon lange nicht mehr. in den letzten jahren habe ich sicher kaum mehr als gekritzelt. notizen, weiter nichts. vorlesungsmitschriften an der uni, telefonisch durchgegebene werbetexte im büro, einkaufzettel und to-do-listen. textskizzen, nur wenn es gerade gar nicht anders ging. schlimm fand ich das nie, meine handschrift war schon mit anfang zwanzig ein problem. damals schon völlig ausgeschrieben, ist sie inzwischen kaum noch lesbar. auch für mich selbst mitunter. das ist einerseits ein leicht zu ertragendes schicksal.
andererseits ist heute, gerade eben erst, zweierlei passiert. als von mir eine auf altmodische art, also handschriftlich, angefertigte arbeit, so eine art prüfung, gefordert war, hatte ich plötzlich keine chance. ganz offensichtlich bin ich physisch nicht mehr in der lage, innerhalb einer stunde vier eingermaßen lesbare seiten zu schreiben. punkt. aus. ende. fünf jahre nach der uni, wo sich das noch einigermaßen bewältigen ließ, ist meine schrift endgültig kaputt. natürlich ist das nicht wirklich überraschend, das war abzusehen. und es ist auch nicht wichtig.
das zweite allerdings ist überraschend. und weit weniger schön. durch die arbeit mit textverarbeitungssoftware unterschiedlichster art hat sich wohl auch mein umgang mit sprache nachhaltiger verändert, als ich das bislang angenommen habe. also nicht, daß mir das nicht schon irgendwie klar gewesen wäre. prozessoren steuern prozesse. oder? aber ich hatte gedacht, daß es ein gutes stück auch reine faulheit sein könnte. die bequemlichkeit, den text gleich (einigermaßen) korrekt vor sich sehen zu können. mein korinthenkackertum wird auf die art gut bedient. doch es ist anders, das weiß ich jetzt. sprache, die ja an sich hierarchisch und linear aufgebaut ist, wird, wenn sie über einen rechner läuft, zu einem in sich beweglichen mobile. ein flickwerk, wenn man es böse betrachten mag. ein netzwerk auf jeden fall. das schieben von ganzen abschnitten, kleinen bruchstücken, einzelnen buchstaben womöglich, wird zu einem teil des geschehens. wechselns, wachsen und wandeln. so sieht es aus. das ist weder ein vor- noch ein nachteil, das ist beides zugleich.
und ich muß das haben, das ist seit eben klar. mein hirn will basteln, und es braucht dabei mehr als eine innere spielwiese. es braucht die oberfläche, den bildschirm. ich bin handwerkerin. diese art zu arbeiten ist inzwischen restlos mit sprache verwachsen, unwiederbringlich. das ist auch furchtbar, damit bin ich abhängig von rechenmaschinen. aber es ist so. was anderseits natürlich auch bedeutet, daß ich doch nicht alt bin. ich bin unterwegs. weg vom schreibstift.
papier und bleistift haben ausgedient. für mich, für immer. das funktioniert nicht mehr. außer bei lyrik natürlich, das wird sich nie ändern. da muß es genau das sein: papier und bleistift. (und bei der nächsten „prüfung“ sollte ich daran denken, daß es, wenn überhaupt, ein bleistift sein muß.)

nachtrag: ich bin nicht allein!

werkzeuge & prozesse

jahrezehntelange arbeit mit sprache und text. die letzten fünfzehn jahre davon mithilfe von bildschirm und tastatur. inzwischen beim achten oder neunten pc angekommen, während es insgesamt nur vier schreibmaschinen gab. zwei davon habe ich noch, alte mechanische maschinen. eine tonnenschwer, aus gußeisen. das e und vor allem das o stanzen löcher ins papier.
papier. ist papier das eigentliche medium? immer noch, trotz allem? ich zumindest komme ohne papier nicht zurecht. die idee vom papierlosen arbeiten, büroraumsparend, halte ich seit jeher für ein gerücht. undenkbar, so etwas. aber ich bin schon älter. und inzwischen womöglich auch altmodisch, da ist das ja vielleicht kein wunder. anderen mag es da anders gehen. lesen nur noch am bildschirm, und schreiben geht sowieso nicht mehr anders. wie furchtbar.
eben mußte ich dann allerdings feststellen, daß es so schlimm wohl doch noch nicht ist mit mir. von wegen alt und altmodisch und so. papier ist ein muß, okay. aber stifte benötige ich nicht mehr. schon lange nicht mehr. in den letzten jahren habe ich sicher kaum mehr als gekritzelt. notizen, weiter nichts. vorlesungsmitschriften an der uni, telefonisch durchgegebene werbetexte im büro, einkaufzettel und to-do-listen. textskizzen, nur wenn es gerade gar nicht anders ging. schlimm fand ich das nie, meine handschrift war schon mit anfang zwanzig ein problem. damals schon völlig ausgeschrieben, ist sie inzwischen kaum noch lesbar. auch für mich selbst mitunter. das ist einerseits ein leicht zu ertragendes schicksal.
andererseits ist heute, gerade eben erst, zweierlei passiert. als von mir eine auf altmodische art, also handschriftlich, angefertigte arbeit, so eine art prüfung, gefordert war, hatte ich plötzlich keine chance. ganz offensichtlich bin ich physisch nicht mehr in der lage, innerhalb einer stunde vier eingermaßen lesbare seiten zu schreiben. punkt. aus. ende. fünf jahre nach der uni, wo sich das noch einigermaßen bewältigen ließ, ist meine schrift endgültig kaputt. natürlich ist das nicht wirklich überraschend, das war abzusehen. und es ist auch nicht wichtig.
das zweite allerdings ist überraschend. und weit weniger schön. durch die arbeit mit textverarbeitungssoftware unterschiedlichster art hat sich wohl auch mein umgang mit sprache nachhaltiger verändert, als ich das bislang angenommen habe. also nicht, daß mir das nicht schon irgendwie klar gewesen wäre. prozessoren steuern prozesse. oder? aber ich hatte gedacht, daß es ein gutes stück auch reine faulheit sein könnte. die bequemlichkeit, den text gleich (einigermaßen) korrekt vor sich sehen zu können. mein korinthenkackertum wird auf die art gut bedient. doch es ist anders, das weiß ich jetzt. sprache, die ja an sich hierarchisch und linear aufgebaut ist, wird, wenn sie über einen rechner läuft, zu einem in sich beweglichen mobile. ein flickwerk, wenn man es böse betrachten mag. ein netzwerk auf jeden fall. das schieben von ganzen abschnitten, kleinen bruchstücken, einzelnen buchstaben womöglich, wird zu einem teil des geschehens. wechselns, wachsen und wandeln. so sieht es aus. das ist weder ein vor- noch ein nachteil, das ist beides zugleich.
und ich muß das haben, das ist seit eben klar. mein hirn will basteln, und es braucht dabei mehr als eine innere spielwiese. es braucht die oberfläche, den bildschirm. ich bin handwerkerin. diese art zu arbeiten ist inzwischen restlos mit sprache verwachsen, unwiederbringlich. das ist auch furchtbar, damit bin ich abhängig von rechenmaschinen. aber es ist so. was anderseits natürlich auch bedeutet, daß ich doch nicht alt bin. ich bin unterwegs. weg vom schreibstift.
papier und bleistift haben ausgedient. für mich, für immer. das funktioniert nicht mehr. außer bei lyrik natürlich, das wird sich nie ändern. da muß es genau das sein: papier und bleistift. (und bei der nächsten „prüfung“ sollte ich daran denken, daß es, wenn überhaupt, ein bleistift sein muß.)

nachtrag: ich bin nicht allein!

flow down

heute einen job im dreistelligen bereich versemmelt, ziemlich absichtlich auch noch. ein scheißjob eben. dennoch, keine gute sache. hätte nicht sein müssen, vielleicht aber sollen. das gehört wohl dazu, zum flow dieses jahres. ups and downs. nichts neues.

seit ein paar tagen steht die drahtlosverbindung wieder ohne probleme zur verfügung. ohne jegliche veränderungen an der konfiguration. ich bin ratlos. (hihi – ratlos, nicht drahtlos. ;-) gibt es dinge außerhalb der internen einstellungen, die die verbindung beeinflussen können? der drahtrechner (desktop mit kabel) hat diesbezüglich übrigens so gut wie nie irgendwelche schwierigkeiten. die telefonfirma ist also vermutlich nicht verantwortlich. oder?

enge spielt oft ein seltsames spiel mit weite. ähnlich wie die zeit, die sich dehnt oder zusammenzieht, je nachdem, ist das eine wie das andere. gleich. so ist es seit jeher, mit den teilen dieser welt, die sich gegenüber zu stehen scheinen.
einstmals empfundene liebe läßt sich bewältigen, auch das ist ein fakt. die diesbezüglichen regeln sind denkbar einfach. obwohl es dabei nicht um das vergessen geht, das die zeit angeblich mit sich bringt. so einfach ist es nun auch wieder nicht. in dieser hinsicht bin ich auch nicht besonders talentiert, seit jeher tue ich mich damit besonders schwer. mit dem vergessen, meine ich. dazu fehlt mir jegliches talent.
ohnehin ist das wesen der bewältigung einer liebe viel eher die vermeidung. eine denkdisziplin, ausgeweitet ins negativspektrum. eine nichtdenkdisziplin sozusagen. die überwältigung des ehemaligen liebeslandes mit anderem schrott, sei es arbeit oder krieg. oder eine sogenannte neue liebe. das ist alles.
schrott und krieg liegen mir, das ist kein problem. eine neue liebe dagegen ist mir zur rechten zeit noch nie untergekommen. daran liegt es wohl auch, daß ich letztendlich doch immer wieder zurückkehre, nach jahren noch. in das verbotene land, in die wüste.
das ist peinlich, verflucht nochmal. und ich wage kaum zu denken, was passieren würde, wäre es einmal wirklich liebe, irgenwann.

gegen sechs einschlafen und um kurz vor zehn schon wieder von der postbotin geweckt werden, das macht nicht wirklich einen guten tag. so auch heute nicht. stunden vergehen, bis sich ein wenig linie in der arbeit zeigt. ein ganz klein wenig. und dann ist es nur bürokram. ein kleiner werbebriefstapel, weiter nix. übel. vor allem, weil es darüber hinaus tatsächlich nichts zu sagen gibt.

lauter schräge ideen heute. die umsetzung? naja, mal schauen. aber dieses jahr ist ein flow, irgendwie. bislang zumindest. eines wächst aus dem anderen, trotz aller nur denkbaren widersprüche.

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