
das teil wurde mir von einem sehr netten elektriker, der die ganze zeit lebhaft mit sich selbst die vor ort vorgefundene sachlage ausdiskutierte, zur entsorgung überlassen. also, dachte ich mir, ab ins blog damit.
aktuell mit der herstellung von ausreichend bügelwäsche beschäftigt. (meine oma hätte waschtag dazu gesagt.)
kleiner schreck zur morgenstunde, heute gab es weihnachtspost, tatsächlich. gerechnet habe ich damit nicht, vor allem weil es ja auch keine geburtstagspost gab in diesem jahr. und es ist wie es immer ist: zuerst der schreck, diese plötzliche nähe. fast eine invasion. das ist und bleibt unangenehm. dann interpretationen, unsicherheiten, fragen. wie sind die erwartungen an mich? was soll das noch, nach all der zeit? antworten dagegen stehen nicht auf dem plan. (nicht, daß ich welche bräuchte, weder antworten noch fragen, im grunde.)
ein bißchen tut es mir auch leid, das gebe ich zu. für den bruchteil eines augenblicks vielleicht. aber es gibt keinen weg, nicht vor und nicht zurück. es ist alles seinerzeit schon verbraucht worden, bis auf den letzten tropfen. so sieht es aus, von meiner seite.
diese 50:50-chance besteht offensichtlich noch, habe ich gerade erfahren. wer hätte das gedacht? ich nicht. ich dachte eher, man hätte nur vergessen abzusagen.
entgegen der fiktiven variante nun doch schon heute an die steuer und nicht über weihnachten. ist gar nicht schlimm, diesmal, war ja auch ein katastrophales geschäftsjahr 2005. also recht übersichtlich in finanzieller hinsicht. so hat alles immer auch sein gutes. (ich soll nicht immer so negativ sein, hat mir eben wer gesagt. sinngemäß zumindest.)
bügeln muß ich übrigens auch schon bald. noch vor weihnachten, fürchte ich.
seit damals in dieser neunbausiedlung, sozialer wohnungsbau, bin ich in gegenwart von menschen irgendwie verwachsen. ich bin und bleibe mir fremd, wenn ich nicht allein bin. noch heute drehe ich mitunter auf, treibe die stimmung unter scherzen voran. tempo ist nicht mein problem, solange es um geistige geschwindigkeit geht. witzige verdrehungen und absurde haken und ösen sind nicht nur ein stilelement. (schreiben kann ich das nicht, nein. leider. nur leben.)
doch das ist kontraproduktiv, wenn ein übergang ansteht. irgendwann vielleicht. dann hilft so schnell nichts mehr.
meine oma hat aus alten, zerschlissenen handtüchern immer waschlappen gemacht.
handtücher gehen zuerst in der mitte kaputt, ich weiß nicht, ob das überhaupt noch bekannt ist. wenn man sie sehr, sehr lange benutzt, ist das so. das material wird dünner und dünner, in der mitte natürlich, und da tauchen auch die ersten löcher tauchen auf. dann sind aber die ränder meistens noch prima erhalten. stoff für ausreichend waschlappen, ich hatte immer mehrere zur verfügung. als kind.
in der derzeitigen lage wäre es prima, wenn ich wenigstens einen davon behalten hätte.
die handtücher, die noch nicht ganz zerschlissen sind, also keine löcher haben, werden übrigens vor dem waschbecken auf den boden gelegt, wenn man sich daran wäscht. dann wird der boden nicht so naß. hab ich auch von meiner oma gelernt, hatte ich aber wieder vergessen. und keine sorge vor überschwemmungen. der inhalt eines wasserkochers, mit einer gewissen menge eiskaltwasser direkt aus dem hahn aufgefüllt, reicht keinesfalls für eine solche.
das finale: weihnachten, teil sechs.