am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

vertextet

ein eiliger newletter eines online-kontaktlinsenversandes klärt mich gerade darüber auf, daß zum ‚wm-trost‘ heute und morgen ‚versandfrei‘ geliefert würde. von dem dämlichen wort wm-trost einmal abgesehen, wie wollen die liefern, wenn sie nicht versenden? persönlich vielleicht?
(hähähäme! mußte wohl schnell gehen gestern nacht.)

living in a box (14)

warum die anstreicher die von mir angebrachten abdeckungen der fest installierten regale, um diese vor noch mehr staub und noch mehr mörtel zu schützen, bevor ich morgen endlich dazu komme, sie ganz abzubauen, wegräumen, um dann eben diese regale ausgerechnet mit farbe zu versauen, ist mir schon irgendwie ein rätsel. wenn ich mir dann noch vorstelle, daß dieselben männer demnächst meinen balkon streichen wollen. na, herzlichen dank. wie bringe ich denen bei, daß sie meine dübelllöcher natürlich nicht zukleistern dürfen?
übrigens sind die dachdecker wieder da. es scheppert und wummert von ganz oben. auch fein.

living in a box (13)

wie immer, kurz nach sieben geht das gekratze und geschabe los. da habe ich schon eine ganze weile im halbschlaf auf die arbeiter gewartet, d. h. von ihnen geträumt. daß sie einfach nicht kommen würden, heute. und daß sie in meiner küche sitzen und auf mich nicht reagieren, als wäre ich gar nicht da.
jetzt hockt vor mir gerade ein bauarbeiter und paßt den neuen fensterabschluß ein. in der küche stinkt es nach lösungsmittel. da ist das metallstück schon angebracht und mit irgendetwas stinkendem eingepinselt. macht sinn, ich weiß, daß das abgedichtet wird. das gerüst gefegt wurde eben auch schon. nette idee, aber natürlich ist jetzt wieder mein balkon versandet.
ich kann so nicht arbeiten. nicht einmal zeitung lesen. innerlich hoffe ich auf den tag, an dem die dachdecker wieder dran sind, irgendwo da oben scheppern und hämmern. aber mir nicht plötzlich ins blickfeld laufen.

sonntag am balkon. die sonne scheint durch die grünen maschen. es rieselt sand, wann immer ein leichter wind geht. sand, der oben auf den gerüstbrettern liegt. das ist egal. ich lese und denke, ich habe frei. in dieser ungewohnten entspannung findet sich auch irgendwann ein gedanke, eine idee. so ist das in diesem beruf, man sitzt da und hat frei. immer dann beginnt die eigentliche arbeit.
muß ich gleich alles schnell noch notieren, wer weiß, was morgen möglich ist. obwohl ich weiß, daß es zuviel ist für schnelle notizen. konzeptarbeit. shit!

mehr meer

ich im sommer, vor vielen, vielen jahren. (es ist aber vermutlich nur der halterner see.)

nachtrag: im übrigen handelt sich um den prototyp des kleinen flitzenden engls auf der linken seite. ;-)

ich versnobbe regelrecht in letzter zeit. morgens trinke ich gefleckte milch, ohne mich im geringsten dafür zu schämen. und dann esse ich neuerdings auch noch mit fisch belegte reisklümpchen. köstlich! dabei wohne ich doch in neukölln.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner