am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

puh! ich bin alle, absolut fertig. 10 seiten an einem tag, ich hab mir sagen lassen, daß man das nur schafft, wenn man richtig gut ist. ich bin nicht gut, ich habs nicht geschafft. noch dazu in die fremdsprache übersetzen, wenn es auch nicht hochliterarisch sein muß. dennoch hockt mir seit frühem nachmittag schon der auftraggeber im nacken. das hab ich schon gern. hätte ich die nacht durcharbeiten sollen?

naja, was solls. das muß wohl so sein. jetzt ist trotzdem erst einmal schluß. finito. aber absolut. definitiv.

‚exkrimitäten‘!

da steht tatsächlich ‚exkrimitäten‘! nein, das übersetz ich nicht! das kann niemand von mir verlangen! ;-)

weitere übersetzungen sind gerade eingetrudelt. na, dann sind die nächsten beiden freien tage ja gerettet. ;-) und mein konto vor allem.

nahezu jede hier im büro hat eine art neujahrobsession am laufen. trennkost und fitness, lukrative mininebenjobs kombiniert mit ölmalerei an der volkshochschule. eine baut sogar ein haus. alles in allem war es noch nie so schlimm. ob das das alter ist?

doch auch bin erschrocken, eben, als mir klar wurde, daß ich in exakt 13 tagen 14 jahre hier bin. so kann das nicht weiter gehen.

und nach und nach tauchen nun all die sachen auf, die in arbeit ersoffen, irgendwie verloren gegangen sind, an diesem wochenende. nichtsdestotrotz, ich bin müde, ich mache weiter, irgendwann, irgendwie. was ist schon zeit? es ist jetzt, und es ist genug, für heute.

so! arbeitswochenende beendet, morgen gehts dann wieder ins büro. ob es schmeckt? nein, nicht wirklich. lieber würde ich noch ein bißchen übersetzen, denn eine gewisse zufriedenheit läßt sich nicht verleugnen.

wenn so die zukunft aussieht! ;-)

zukunft? hab ich zukunft gesagt?

ja! hab ich!

:-)

eine unmenge winzig kleiner fliegen wohnt mit mir in meiner wohnung. offensichtlich. denn jeden tag ertrinkt wenigstens eine in meinem tee.

lebend sehe ich aber nie eine. vielleicht ist es ja auch immer dieselbe. und sie geht schwimmen, tag für tag, in meiner teetasse.

sind acht stunden arbeit am tag genug? am samstag, wohlgemerkt? fremdarbeit, wohlgemerkt? vermutlich nicht, denn ich bin noch längst nicht fertig. aber jetzt ist erst einmal pause.

alles nicht so gut hier, derzeit. es riecht nach mirgäne. vielleicht sollte ich also doch schnell noch fertigmachen … aber das wäre dann wohl fertigmachen. mich selbst, versteht sich. und sonst gar nix.

gerade erst aus dem büro nach hause gekommen, und nahezu gleich arbeit nach hause gekriegt. 9 seiten in zwei tagen übersetzen. ist das viel oder wenig?

ich glaube, es wäre wenig, wenn es eine übersetzung ins deutsche sein würde. aber es hat ja nicht sollen sein. na, dann also ins fremdländische. was solls?

und montag dann gleich wieder ins büro? ob mir das schmecken wird?

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