es schneit. das nehm ich jetzt mal als ruhepunkt und versuche die zeitung zu lesen, dabei kaffee zu trinken. und nicht daran zu denken, was ich in den letzten tagen alles nicht habe erledigen können, was jetzt also dringendst anstehen würde. ich weiß, da ist die kolumne, eine superwichtige ausschreibung und all der andere müll. doch für heute versuche ich mal, mir selbst die liste zu verkneifen.
feierabend! oder?
nein, wahrscheinlich nicht. es drängelt schon wieder, von allen seiten, ohne zweifel. seit wieviel tagen hab ich jetzt eigentlich nahtlos durchgearbeitet?
was rede ich? da gibt es ganz andere kaliber! ich pflege ein luxusleben, zumindest in bezug auf zeit. aber das soll irgendwie auch ein bißchen so bleiben. hoffe ich mal.
eigenartig, das intensive nachdenken über den plastinator und seine plastinate. was bleibt, wenn man alle moralischen einwände, die ekelhaftigkeiten, die unzahl von besuchern und alles pathos des machers sowie seiner vielen, vielen kritiker wegnimmt?
für mich nur dieses: es nimmt dem tod seine einzigartige schönheit, diese wundervolle endgültigkeit. und was bleibt ist illusion.
oder so ähnlich.
was soll ich sagen, es reicht mal wieder. kaum habe ich den papierstapel beiseite geräumt, die dateien angemessen verstaut, da springt mich auf dem anderen bildschirm, dem fernseher eine doku an. über kriegskinder. na wenn das kein gelungener übergang ist.
krieg ich denn nie mal eine pause.
apropos bildschirm. wenn ich diesen job fertig habe und das ding bezahlt ist, dann hilft nichts mehr, dann zieht hier ein nagelneuer flatscreen ein. sonst plumpsen mir irgendwann noch die augäpfel in die tastatur.
bah!