was mache ich eigentlich hier? keiner da, nix zu tun, aber ich hab ja internet. ;-)
die alten themen. der aufschwung kommt, die barzahlung beim arzt verwirrt, studiengebühren oder nicht, wir hier haben immer noch keine ahnung, …
und das motorrad will nicht. die batterie ist leer und die kerzen versumpft. ich bin unsicher, einen vierzylinder ohne kickstarter hab ich noch nie wieder zum leben erweckt. anschieben mag ich das ding auch nicht, dafür ist mir die kiste einfach zu schwer. aber den doktor rufen, wenn am ende nix gravierendes ist? da stünde ich dumm da. und teuer wärs noch dazu. vielleicht hab ich wenigstens die richtigen kerzen erwischt. stand ich doch tatsächlich eben im laden und laborierte an der bezeichnung herum. peinlich, peinlich. war es nun gb? oder doch gt? im schein stand dann z. einfach nur z? also das steht ganz bestimmt nicht auf den seitendeckeln. ich hab aber vergessen nachzusehen.
so sieht es aus, heute.
noch schläft das tier, ganz ruhig schnarcht es im wäschekorb vor sich hin. wo auch sonst?
in einer halben stunde aber wird die kleine, die alte ängstlich irgendwo unter der wanne hocken. oder unterm bett, in der hintersten ecke. bis morgen früh. es ist jedes jahr dasselbe. daß sie das nicht lernt.
oder daß sie sich nicht einfach ändert, die welt da draußen.
’sehr gut‘ stimmt! für mich persönlich zumindest, es stimmt wirklich. ich stehe fest dazu, ich blicke zuversichtlich wie selten um mich. möglicherweise nicht wirklich weit voraus, nur ein kleines stückchen, viel mehr aber in den moment. trotz all dem jammer, dem krieg in diesem jahr. trotz der leeren versprechungen und der unverhohlen beschwörungen. es geht aufwärts. das ist eine farce ebenso, wie es stimmen mag. das ist nur natürlich. ganz wie mans nimmt eben.
so! hier ist jetzt schluß. ab sofort gehts dann hier weiter.
see you! next year!
bye!
alles ist voller geschichten, ist schreiben, selbst die dinge sind erinnerung. auch das bügeln, zum beispiel. wieder meine oma, wie sie taschentücher bügelt. wie ich heute, eben erst, wenn auch ganz anders. dampfunterstützt. taschentücher für männer, die großen, mit den vielen streifen am rand. mit denen hab ich gespielt, als kind, habe knoten in alle vier ecken gemacht und sie mir auf den kopf gesetzt. warum auch immer. weil ich es im fernsehen gesehen hatte, in den filmen über afrikanische großwildjäger, die damals modern waren.
alles ist voller geschichten. das ist es nicht, woran es fehlt. es ist das sehen, das zuhören. es ist die zeit, die nicht genommen wird, sondern mitunter einfach nur vergeht. sogar mir. viel zu oft.
So, 28. Dez. 2003, 22:13
warum heißen die deutschländer deutschländer?
na, die sind knackig wie wiener!
heim ins reich?
eine eigenartige nacht. bis gegen halb zwei gelesen, über schutzräume, keller und bunker im 2. weltkrieg in deutschland. vielleicht keine gute idee, so kurz vorm schlafen. albträume seltsamer natur, nichts konkretes, nicht einmal ansatzweise. nur dumpfe angst, irgendwie, auch nicht greifbar und immerzu hilfe die mir abgeboten wird. auswege, die ich aber nicht nehme. ich tue das nicht für mich.
noch beim lesen, gestern, die nicht zu verleugnende tatsache, daß ich die zeilen nicht verfolgen mag, die seite nicht einmal sehen, warum auch immer. und erinnerungen, natürlich, zwangsläufig. die schokolinsen meiner oma, weiß und rosa. pfefferminzblocks in exakt denselben farben. meine oma, die die schale papierdünn von den kartoffeln schneiden konnte. in einem stück.
da, wo die straßenbahn hält, ist der bunker. alle sagen sie mir das, als kind, jedesmal, wenn wir da vorbeikommen. auf dem weg zum markt. oder wenn es wieder nach hause ging, abends, im auto. und doch meine ich, ihn nie gesehen zu haben, bis heute nicht. vielleicht war er wirklich längst nicht mehr da. oder ich konnte ihn nicht erkennen, wußte nicht, wonach ich suchen sollte.
‚bunker‘ – das könnte eines meiner ersten konkreten worte gewesen sein. ohne jemals konkret geworden zu sein. ist das jetzt sprache? oder leben?