am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

auch für heute ist die uni gestorben, und damit gleich auch dieses semster. ab sofort ist freiheit angesagt. ebenso die letzte testphase: welche ausreden erfinde ich mir nun, um ja nicht ans schreiben kommen? die hausarbeit von vor einem jahr, immer noch ungeschrieben? ein haufen unsinniger webbasteleien? oder das grübeln und hin- und herschieben von zukünftigen seminaren, prüfungen und anderem zeug, das sich nicht im geringsten lohnt?

na, das kann ja spannend werden. ;-)

jetzt fahr ich erstmal in die unicaféte, da ist die caramelmacchiato schön billig, und ich kann so himmlisch gut lesen, ganz ungestört, mitten in dem lärm. besser als zuhause jedenfalls.

ach, lesen, was ich auch lesen will, welch ein wunder!

vielleicht könnte man auch einfach ein bißchen leben und schreiben, solange sich eh nix entscheiden läßt. vielleicht entscheidet sich auch mal was von ganz allein. ist es überhaupt nicht eigentlich immer so? ;-)

beschissener unitag heute, an dem wirklich überhaupt nichts passen wollte. irgendwann bin ich einfach gegangen. vielleicht wars das dann ja jetzt … endlich!

vielleicht fahre ich nächste woche mal nach berlin!!! ziemlich sicher sogar. :-))))

gestern noch in essen zum essen gewesen, und weil ich zu früh war, bin ich noch ein bißchen in der alten heimat rumgefahren. eigenartig, wie man sich durch die straßen, durch die zeit bewegen kann. ganz unterschiedliche zeit, jahre zwischen den aufbrausenden erinnerungen mitunter, in nur ein paar ecken weiter. seltsam auch, wie ich die wege noch weiß, ohne die straßennamen zu erinnern, aber dann ist da plötzlich der drang, die vorletzte rechts zu fahren, ohne jegliche veranlassung. nicht einmal eine ahnung, warum es denn überhaupt tatsächlich die vorletzte sein sollte. und nicht die vorvorletzte oder die allerletzte, diese eine straße. ich fahre ja nicht weiter, ich zähle nicht nach, ich biege ein. und es ist richtig, ich weiß, wo ich bin. und es wird wohl auch wirklich die vorletzte gewesen sein.

spät in der nacht dann zurück, über land. es ist dunkel und warm, eine dieser an sich so seltenen sommernächte, nur in diesem sommer nicht, da sind sie alle so. die maschine klingt anders, sicher, es ist eine andere. auch wenn die erinnerung nach dem alten sound verlangt. die maschine bewegt sich anders, ist schwerer und stärker. wie ein mächtiges raubtier, eine katze, immer zum sprung bereit. aber sanft dabei. an der ruhr unten, in der nähe vom baldeneysee wird es wunderbar kühl und klar. ich weiß, daß das wasser da ist, aber auch wenn das nicht der fall wäre, auch dann wüßte ich es, in diesem augenblick. man spürt es, an den beinen, im gesicht, daß da wasser ist, man riecht es fast.

so ist motorradfahren bei nacht. ein ahnung von weite und zeit, von luft und bewegung, von augenblicksnähe. von leben   eben.

heute dagegen ist es zu heiß, zu eng für alles. für gedanken und arbeit ebenso, wie für träume, für spielereien. und diese fahrradfahrer in frankreich quälen sich über die berge. freiwillig. (hoffe ich mal. ;-) ein wahnsinn.

ein bißchen theorie (link) kann nicht schaden – ich hab das linguistikreferat von vorletzter woche aufbereitet und online gestellt. nichts besonderes, was man eben so macht für ein referat. ein paar bücher überfliegen und sich was daraus zusammenstottern. im hinterkopf immerzu den einen gedanken: ob das alles so stimmt, was ich hier erzähle??? vor allem weil sich natürlich, selbst wenn man nur zwei bücher verwenden sollte, das eine oder andere irgendwie immerzu zu widersprechen scheint. so ist sie halt, die wissenschaft. wenn ich das mal früher gewußt hätte … aber im ernst – interessant wars schon. doch! also, eigentlich kann ich nicht meckern. (link)

diese nacht vor zehn jahren, kein gewitter, nicht diese hitze, zum glück. die ganze familie feiert einen 70. geburtstag. oder war es ein hochzeitstag? ich weiß es nicht mehr, ich war ohnehin nicht eingeladen. warum auch? ich saß mit meinem bruder im krankenhaus bei meinem vater und wartete auf den tod. der dann kam irgendwann, ganz leise. und leicht. und schön.

hitze und der geruch von regen auf den heißen steinen, keine frische, noch nicht, eher staub und erschöpfung vielleicht, der wind ist noch warm, bis spät in die nacht. das ist sommer in der stadt. und das sind kindheitsdinge, als wären damals die sommer jahrelang gewesen und alles immer und immer wieder einzigartig, trotz allem. (ist das jetzt kitsch ;-)

diese trockenheit, und im letzten jahr dagegen: (link archiv)

die bohrmaschine gehört heute mir, aber sie funktioniert nicht mehr richtig. das bohrfutter ist ausgeschlagen, im grunde eiert sie nur noch vor sich hin. wo der schreinerschrank hingekommen sein könnte weiß ich nicht, aber der hammer ist hier bei mir. ein handwerker, der mal meine wohnungtür reparieren sollte, hat mich nach einem hammer gefragt und genau diesen gekriegt. danach hat er ihn in seine tasche gepackt, absichtlich oder ahnungslos, wer weiß. aber nein, nicht doch, nicht mit mir. das vergesse ich nicht, keine sekunde, wem ich den in die hand gebe.

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