seit tagen: mächtige demonstationen im nahen osten. gegen den frieden.
so! der müll ist raus! war weit weniger berauschend, diese allerletzte etappe, als ich das vorher gedacht hätte. eher ermüdend, schlichte schlepperei. körperlich hab ich genug, sagt auch mein biorhythmus. aber es wird besser. nun gut! das war das!
und was jetzt?
zumindest der deutsche fußball macht gerade mal wieder grandiose schlagzeilen. ;-)
aber ich halt jetzt die klappe.
geiles datum, eine fallende 3er-reihe. der 3 zufallend sozusagen.
schöner kühler tag heute. ich bin müde, hab eine menge erledigt über die feiertage. obwohl ich nicht wirklich was davon sehe. nicht einmal spüre. aber das ist wohl nur frust. weil ich meiner kreativität nicht nachgebe. oder sie einfach nicht finde. oder was auch immer. jedenfalls bin ich selber schuld.
schuld. dieses wort allein.
es ist eben wie es ist, das weite land liegt brach. kein guter tag heute, sonst nichts. sogar beim fahren war es unübersehbar. in der kurve runterschalten müssen, das kommt gar nicht gut auf dem motorrad. schon gar nicht, wenn sowieso schon eine ganze kolonne hinten aufgelaufen ist. aber ich bin immer noch nicht recht gewöhnt an die neue kiste. wohl an die neue kraft und den anzug, locker aus dem handgelenk geholt. nicht aber an das gewicht, das gewichtsverhältnis zu mir. auch die kurvenbewegungen und das seltsame kardangehabe. das begreife ich einfach noch nicht. intuitiv. und so sollte es sein. mitunter hocke ich auf dem ding, festgeklammert, als wollte es mich abwerfen. angst hatte ich immer, all die 22 jahre, ausnahmslos, das ist schon klar. und das hat mich immer vorsichtig gemacht. aber ein gutes grundgefühl muß sein, da hilft nichts. die richtige geschwindigkeit. in fluß sein, das ist das geniale auf der maschine. nicht die freiheit, der rausch oder sonst irgendein blödsinn. nur der fluß des lebens.
aber wie hätte ich den – ausgerechnet heute – finden sollen. utopisch!
oder aber die letzten drei, vier jahre schaukelpferd fahren haben mir das letzte bißchen gespür für ein richtiges motorrad geraubt. gearscht! sozusagen.
andererseits. das stück autobahn mit 140 laut tacho. langsam trau ich mich doch. (ich meine natürlich schnell. ;-) aber wie man das über längere strecken aushalten soll? der wind schwer auf dem oberkörper, kopfdrehen und zur seite sehen ist beinah unmöglich. und natürlich überholen mich ausgerechnet dann noch drei maschinen mit leichtigkeit. keine ahnung ob die kawa das auch bringen würde. ich hab auch keine lust, es auszuprobieren. nicht im geringsten.
die angst ist die grenze.
sag mir jetzt keineR, daß man keine angst haben darf auf dem motorrad. da bin ich entschieden anderer meinung. es wäre nur besser, ich könnte mal langsam an das verhalten meines doch gar nicht mehr so neuen gefährts gewöhnen.
die aufgabe für morgen, vielleicht, mal ein bild machen, ein wirklich gutes. seit fotolog – egal ob es nun kostet oder nicht, ob es von vornherein auf profit angelegt war (warum denn auch nicht?) oder wirklich von selbst explodiert ist – mich beschäftig mehr und mehr meine unfähigkeit, bilder in eine linie zu stellen, wie ich die worte zusammenbringen kann. (mal mehr und mal weniger.) aber wirkliche bilder kann ich einfach nicht. nur gestotter, keine ruhe, nichts von mir. absolut gar nichts. dabei sind fotos vielleicht meine einzige möglichkeit, mich überhaupt auf diesem gebiet zu versuchen. malen kann ich nicht, auch nicht zeichnen, nicht einmal kritzeln. auch wenn ich das früher immer dachte, tatsächlich, ich fasse es kaum. ich war wirklich davon überzeugt, auf dem gebiet talent zu haben. früher. wo das nur hergekommen ist, welches erbe mich da geritten hat?
morgen einen kleinen artikel, ohne auftrag, also vielleicht ganz für umsonst, einen haufen mails und dringend caos3005 updaten.
oder einfach mal gar nichts? musik hören? oder gar machen? endlich in den kreativen bereich vorstoßen? gäbe es etwas zu schreiben? einen neuen roman? eine kleine geschichte. vielleicht wenigstens ein gedicht?
ach, laß doch!
durchgearbeitet heute, von morgens bis abends, nachts. und dann gerade noch entdeckt, was ich alles vergessen habe. nein, nichts kreatives. nur die steuern endlich fertig gemacht, ein bißchen internetrecherche und zum schluß die fälligen ebayabwicklungen. das bleibt nicht aus, beim entrümpeln. und bringt was ein. ;-)
eben die letzte fuhre papier und einen rucksack voll altglas. weg damit! dazu noch drei müllsäcke voll irgendwas, was eigentlich? schon vergessen! ich weiß nicht, ob man es sieht, in meiner wohnung, daß es weniger ist, viel weniger. ich glaube aber schon. vor allem spüre ich es, das steht mal fest.
es ist seltsam, derart in den ureigenen sachen zu kramen. wie ein wühlen in den eigenen strukturen, erinnerungmustern und festhalteritualen. vieles von mir lagert jetzt für ein paar tage unten im keller, dann geht es auf die reise. zur verbrennung vermutlich. die briefe, die bilder, die klamotten. all diese dummen dinge, die man eigentlich kaum noch kennt. die aber an einem kleben. warum eigentlich?
es ist aber auch mehr. ein neusortieren, umstrukturieren, vielleicht sogar eine auflösung, hier und da. vielleicht. ich weiß wieder, was ich besitze. und warum. ich habe es neu entschieden. (und es ist immer noch viel, vermutlich zu viel. ;-) nebenbei, beim schleppen und räumen, immer wieder, wie von allein, diesen einen satz auf den lippen. fast daß ich ihn wirklich gesagt hätte, ein paarmal.
‚ich lebe wieder!‘