raum für notizen

bonding (29)

26. August 2018 - 17:20

weiter, immer weiter. in den letzten tagen habe ich versehentlich ein neues kapitel eingefügt. eigentlich wollte ich das anstehende nur ergänzen, das bereits vorbereitete material ist ab jetzt recht löcherig. aber dann tat sich eben erst die notwendigkeit auf, die zusammenstellung grundsätzlich ein wenig umzuorganisieren. sonst wäre es mit z. b. dem alter (eines kindes) nicht hingekommen. und überhaupt stehen da entscheidungen an, ganz bald. wie auch immer, jetzt gibt es da also auf einmal fast acht frische seiten, ein ganzes neues kapitel. hochverdichtete story auch. und auch das bedeutet: weiter, immer weiter. auch wenn das material jetzt aus dem kopf kommen muß.

besonders beglückend ist die tatsache, dass die neue figur, die ab sofort weite teile der story abzudecken hat, wenigstens noch einmal soviel wie bisher, sich großartig macht. hätte ich nicht gedacht. bislang war mir schleierhaft, wie ich sie zum leben erwecken sollte. das kommt davon, wenn man die menschen zuallererst sterben lässt, bevor man irgendetwas anderes von ihnen erzählt. oder auch nur weiß. dann liegt die hürde hoch. mittlerweile habe ich aber etwas mehr einblick, ein ganz klein wenig zumindest. ich habe verstanden, wie die story weitergehen möchte. zum glück.

damit hat es sich für heute erschöpft. und genau so fühle ich mich auch. erschöpft.

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bonding (28)

19. August 2018 - 17:47

heute nicht lange gefackelt und einfach weitergeschrieben. also angefangen, die story voranzutreiben, über das bisherigen rohmaterial hinaus. der griff ins nichts, genau an dem punkt bin ich jetzt. die angel auswerfen, so in etwa in dem gebiet, wo ich glaube, daß ich fündig werden zu können. und anschließend den fang betrachten, möglichst unvoreingenommen. dabei alle absicht und das selbst vergessen.

es läuft, aber es ist beängstigend. es gibt keine möglichkleit zu wissen, wohin es letztendlich laufen wird. nicht wirklich, auch wenn ich eine idee habe, einen plan sogar und ein vages ziel. was passieren wird, bleibt eine überraschung. der weg führt immer nur von wort zu wort. und es kann jederzeit alles auch gründlich schiefgehen, darauf muß ich gefasst sein. viel lieber erledige ich den feinschliff, die sprachlichen finessen und kleinteiligen wendungen. das ist meine wahre stärke. aber die kommen später, wenn das fundament steht. das ist eben so.

spaß macht es dennoch. irgendwie, ein bißchen zumindest. oder zufrieden, das auf jeden fall.

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bonding (27)

17. August 2018 - 17:39

ich fresse mich durch die kapitel. noch sieben seiten rohtext, den ich vor fünf jahren angesetzt habe. drei kapitel, mehr nicht. aber natürlich ist da auch viel zu ergänzen, umzuschichten, neuzufassen. ich rechne jede seite doppelt, wenn nicht  dreifach. das ist viel mehr als ganz am anfang, der schon gut durchgekaut daherkam. vor einem jahr, als ich mir alles selbst noch einmal anlesen mußte.

inzwischen geht es nicht mehr nur darum, bestehendes material auf lesbarkeit hin durchzuackern. auch die story will entwickelt sein. und das tut sie zum glück, ein bißchen wie von selbst. es fallen also nicht nur reparaturen sondern auch änderungen im bereits bestehenden text an. viele änderungen, mir schwirrt der kopf

aktuell belebt sich auch noch personal, das bislang nur erwähnt wurde. wunderbar. und seltsam zugleich, wie imaginäre menschen vor meinem inneren auge zu atmen und zu sprechen beginnen.

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bonding (26)

13. August 2018 - 22:49

ich arbeite. wie ich das eben tue, ein kapitel nach dem anderen und langsam natürlich. sehr langsam. aber ich arbeite, und ich bin überaus zuversichtlich. zum ersten mal seit jahren, wenn nicht jahrzehnten bin ich tief eingestiegen. bin zuhause in meiner geschichte, vertraut mit dem personal und immer wieder überrascht von dem geschehen.

ich muß nur die hand ausstrecken. und danach greifen, hin und wieder. es ist immer etwas da.

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bonding (25)

10. August 2018 - 21:49

wenig geschrieben heute, sehr wenig. hier und da ein bißchen geputzt, aber mehr nicht. auch denken kaum möglich. es ist der letzte tag, bin nicht ganz bei mir. bin besorgt, aber das ist egal.

morgen also wieder nach berlin, in ein mir schnell fremd gewordenes leben.

auch das in teilen betrüblich.

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bonding (24)

08. August 2018 - 19:26

schreiben ist leicht. sagte ich das schon? nein, nie wieder! aber manchmal geht es doch schneller als erwartet. heute vormittag das kapitel einfach mal fertig gemacht, ohne groß zu zaudern. fertig genug immerhin, daß ich mich weiter trauen kann. weiter im text.

zwischen zweifeln und zetern war ja dennoch zeit genug, die story weiterwachsen zu lassen. sagte ich das schon? da hat sich viel getan in dieser schreibzeit, genug für weitere vier kapitel, was dann in etwa die hälfte des gesamten romans sein dürfte. nach bisheriger planung zumindest.

und danach ist auch die welt nicht zuende. noch lange nicht.

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bonding (23)

07. August 2018 - 21:47

seit gestern abend im zustand völliger schreiberschöpfung. dementsprechend nichts getan, nur gelesen. das immerhin geht. aber was sind all diese worte, traurig und leer. gegen die kraft und ausdauer meiner paddelschultern. kein muskelkater heute, nur aufrechte freude. und ein bißchen sonnenbrand und ehrliche, fette blasen an den fingern.

daß ich es womöglich nicht schaffen werde, in dieser ziemlich ausgedehnten schreibzeit ein einziges kapitel zu bewältigen, also zu überarbeiten, mehr nicht, beschämt mich. ja, es ist ein fettes kapitel, mehr seiten als sonst und außerdem ein bündel neuer aspekte. neues personal auch, menschen, von denen bislang nur die rede war, treten zum ersten mal in erscheinung. das ist nicht leicht. das braucht zeit. das weiß ich doch. alles, und nicht erst seit gestern.

vielleicht fehlt mir einfach nur die denkzeit, die ich zu hause am liebsten mit bauen verbringen. das ist so nah, so kreativ. auch da entsteht etwas. das tut gut. wenn beim denken die hände beschäftigt sind. das bringt auch das denken in bewegung.

hier hingegen hängt es sich in schleifen, das denken wie das zweifeln, bildet knitterfalten und produziert angst. lange lange zeit, bevor es mit erkenntnissen aufwartet. dann doch noch, irgendwann.

die bitterste davon: es fehlt ein schreibgegenüber, talentiert und herausfordernd, adäquat eben. und daraus folgend, glasklar und schnittscharf: es gibt keine lösung, derzeit. keine hoffnung. ich habe den anschluß verpasst, vor jahren, vor jahrzenten schon. vermutlich.

was in etwa der gegenteilige ansatz von dem ist, was mich an und nach dem abend im lcb erfasst hat. was war denn das? und wo ist es jetzt? dieses gefühl von zugehörigkeit, von heimat fast. in sprache, in büchern, in den narrativen der welt.

was für ein seltsames wechselspiel, diese woche, diese zeit. schreibzeit!

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bonding (22)

06. August 2018 - 00:05

unzufrieden bin ich, obwohl es dazu kaum einen grund gibt. nach ein fast durchwachten nacht erstmal gebloggt. dann ein wenig papierarbeit beim frühstück, dazu musik.

anschließen aufs rad und ins zemtrum, wo ich das englische café gesucht und schnell auch gefunden habe. leider hat es sonntags zu, also kein cream tea. zurück am ufer entlang, den blick immer auf gute ein- und ausstiegsmöglichkeiten für das boot gerichtet. morgen früh aufstehen, nur wenig arbeiten und dann aufs wasser. so ist der plan.

zurück am schreibtisch dann beinah nicht mehr in die gänge gekommen. schlimm! keine konzentration, nur erschöpfung im nacken. schmerz sogar, starre. dementsprechen keine lust auf schreibtisch, nicht die geringste, und, was am schwersten wog, auch keine motivation. also eine weile vor dem text gesessen wie blind.

mir hilft ja da oft, einfach irgendwo anzufangen, ohne rücksicht auf verluste. und hier, in meinem schreibexil, lag das besonder nahe. ohne die üblichen ablenkungen, die vielen todos und donots, die im heimischen umfeld für solche fälle lauern.

nach zwei stunden hat es dann sogar geklappt, ganz langsam kam ein bißchen was in fluß. wenig ausgereift und in keinster weise fertig, aber immerhin. fast vier seiten rohtext grob überarbeitet. besser als nix.

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bonding (21)

05. August 2018 - 00:18

nach fast vierzig jahren schreiberfahrung sollte ich es wirklich besser wissen. schreiben ist niemals leicht, selbst wenn es das sporadisch von sich behauptet.

heute flutschte natürlich nichts. jedes einzelne wort ist hart erkämpft, jeder gedanke heiß umstritten und mehrfach verworfen. dann doch wieder anerkannt, erweitert, vertieft. keine ahnung, wie lange ich hier gesessen habe. ein voller arbeitstag eben.

morgen soll es etwas kühler sein, habe ich gehört. nicht einmal dreißig grad. das kann ich mir kaum noch vorstellen. ich sollte früh beginnen, dann ein wenig ins zentrum fahren, etwas essen vielleicht. etwas denken. am abend dann wieder hier sitzen. und schreiben.

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bonding (20)

03. August 2018 - 23:30

noch vor dem frühstück kurzentschlossen den schwierigen, weil erheblich zu ändernden ersten teil des neuen kapitels zu überspringen, und erstmal in die zweite hälfte zu springen, die direkt an das vorherige kapitel anschließt. gute entscheidung. es flutschte nur so, kaum probleme, die nötigen ergänzungen zu finden und umzusetzen. morgen nochmal da durch, zirka fünf seiten nur. das sollte es dann gewesen sein.

im anschluss folgen allerdings die dringenden änderungen des ersten teils, die auch noch änderungen in einem anderen kapitel nach sich ziehen. na, mal sehen.

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