nicht eingreifen. (sieben münzen)
Monat: März 2010
piratenINNENirrtum
in einem der vielen artikel, blogbeiträgen oder sonstigen stellungnahmen, die ich dieser tage zum thema piratinnen gelesen oder überflogen habe, war ein kommentar eines aktiven weiblichen piraten – so muß man wohl sagen – der sich sinngemäß so äußerte: sie sei froh gewesen, endlich einmal nicht diese genderdisskussion führen zu müssen, überhaupt sei doch alles gleichberechtigt, besonders in der netzaffinen welt sei das doch längst kein thema mehr.
nun ja, es liegt auf der hand, daß das ein unsinn ist. ich mag ja auch eigentlich gar nichts dazu sagen. das sagte ich schon.
trotzdem, ich denke in dem moment immer an eine bekannte, die in einem mädchentreff arbeitet. dort bringt man den jungen besucherinnen unter anderem das netz bei. oder besser den umgang mit dem netz. oder noch besser, den umgang mit foren und communities, mit sozialen netzwerken. die menschliche seite eben, das verführerische an 2.0.
schlimmstenfalls treffen die sich mit irgendeinem kerl, den sie überhaupt nicht kennen, und das wars dann, sagt die bekannte. wie das wars dann, frage ich. macht doch nichts, wenn man sich nicht wiedersieht, denke ich. na, sie werden einmal gef***t und fertig, sagt die bekannte.
so sieht es eben auch aus in der netzaffinen welt.
weiterbauarbeiten
ich baue und baue einfach immer weiter. ein regal nach dem anderen, diesmal eine handgebastelte, geschlossene kiste oben an den billigschwedenmist. so einfach ist das.
dazu noch eine etwas bank und zwei massivregalbretter fürs bad geölt. morgen wird dann noch ein bißchen weiß gestrichen, dann könnte das bad endlich fertig sein. nach fast sechs monaten.
das schöne, verrückte, berauschende ist, daß während der arbeit immer neue ideen aufkommen. für die küche, das schlafzimmer, den flur sogar. ich sammle, messe und notiere für später.
basteln und bauen, handwerk ohne akkord, ist so wunderbar langsam und bedächtig. gründlich, auch wenn ich sicher nicht die beste bin. da ist raum im raum, für gedanken.
über die unmöglichkeit von piratinnen…
ist ja in letzter zeit mehr als genug diskutiert und reflektiert worden. ich hatte und habe nicht so recht lust, auch nur ein wort darüber zu verlieren. für mich ist das alles jahrzehnte alt. was nicht etwa bedeutet, daß ich mich als de facto postgender definieren würde. schön wärs. vielmehr bin ich, fürchte ich, so etwas wie gendermüde.
deshalb bin ich froh, daß andere im großen und ganze meine stellungnahme veröffentlichen. allen voran antje schrupp: Die Abwesenheit von Zwängen bedeutet nicht automatisch Freiheit… was exakt so zutrifft.
nomen est omen?
die republica 2010 findet wie gehabt in der kalkscheune, im friedrichstadtpalast und darüber hinaus diesmal auch im quatsch comedy club statt. tatsache! (die kalkscheune ist aber fein, da bin ich immer gern.)
zu gewinnen: kino & eis am boxi
und zwar im modersohn-magazin, teilnahme noch bis einschließlich dritten märz möglich.