am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

innenmenuiskushinterhorn

etwas über zehn wochen nach beginn des derzeitigen gehumpels gibt es also seit heute, nach dem besuch in der röhre am montag, eine art diaognose. und ich lerne schöne neue worte: knorpelläsion, retropalletar, radiäre rissbildung, politealsehne, synovialitis, bakerzyste, pdw im hinterhorn, femorotibialgelenk usw. ich hoffe, ich habe das alle richtig abgeschrieben. und auch gegoogelt, wenngleich so etwas ja wenig zielführend ist. dass meine beiden knie, nicht nur das eine, sich vor jahrzehnten schon der arthrose hingegeben hat, ist ja nicht wirklich neu.

nur dass es diesmal so nachhaltig wirkt, das nervt. aber bis zum orthopädentermin, so ist das hierzulande*, dauert es dann noch einmal über zwölf wochen. bin gespannnt, ob im august noch etwas übrig ist, von mir. aber nein, spaß beiseite. laufen geht schon wieder ganz gut, motorradfahren sowieso, und auch radfahren und tango habe ich schon versucht. beides geht noch nicht so gut, weil es innen im knie doch noch ziemlich eng ist. durchdrücken geht, zusammenklappen auch, zur not. aber mit gewicht drauf ist nach wie vor ein bisschen anders.

keine ahnung, ob ich zum paddeln in ein boot steigen könnte. möglicherweise, aber ob ich wieder aussteigen könnte? das motorrad über den kopfsteigepflasterten hof zur inspektion schieben, heute morgen, das war mir auch ganz und gar unmöglich. ich hab es auf der straße abgestellt, musste einen der anwesenden herren bitten, es zu holen. und das wird vermutlich so bleiben. zwar hat der legendäre schrauber in wtal, damals, mir mit stolzer brust und ohne jeglichen vorwurf die maschine die steile straße zur werkstatt hoch- und anschließend wieder runtergefahren, nachdem ich sie ihm einmal mit krawumm vor die einfahrt gelegt hatte. und mich gleich mit.

kein ding, hat er da gesagt. das passiert hier jedem.

nie mehr musste ich danach fragen. er war großartig, wenn auch ziemlich unzuverlässlich. (wie so viele dieser zunft.) über zwanzig jahre ist er jetzt schon tot. gestorben kurz nachdem bei ihm das blaue motorrad gekauft hatte, das mir im letzten jahr gestohlen wurde.

* vom finden einer aufnahmebereiten rheumatologin ganz zu schweigen.

2 Gedanken zu „innenmenuiskushinterhorn“

  1. “vom finden einer aufnahmebereiten rheumatologin ganz zu schweigen”, damit kennen wir uns auch aus. Der Mann war zunächst in einem “MVZ”, das ist ein Medizinisches Versorgungszentrum mit angestellten 9 to 5 Ärzten. Jedes Mal ein neues, relativ desinteressiertes Gesicht. Ich habe dann mal das große Klinikum um die Ecke gegoogelt, und tada, es gibt da eine Rheumabteilung , die Patienten aufnimmt, ohne Wartezeiten! Die Ärztin ist prima, und steht zeitlich nicht so unter Druck wie man es von niedergelassenen Ärzten kennt. Man braucht lediglich eine Überweisung des Hausarztes, im Gegenzug erhält dieser den Befund.
    Falls es tatsächlich schwierig bleibt mit der Suche, vielleicht ist das eine Möglichkeit.

  2. so ungefähr. wobei ich gar keinen befund oder keine diagnose benötige, zum glück. das ist vor jahren alles reibungslos gelaufen. aber jetzt brauche ich eine neue ärztin zur relativ unaufwändigen basisbehandlung, weil meine bisherige in rente ist.
    tja, es ist kein spaß.

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