nicht mein tag heute. ich mache mich früh auf zum lendhafen, um einen einigermaßen guten, bildschirmnahen schattenplatz zu ergattern. viele gibt es davon nicht. also fahre ich wirklich früh los, kurz nach neun bereits, und weit habe ich es nicht. es ist aber schon richtig voll, besonders an den strategischen stellen. nur mein lieblingsplatz, der ist nicht frei. einnen augenblick denke ich, dass die netten damen, die ich jedes jahr hier treffe, ihn mir freigehalten haben könnten. das war quatsch, der liegestuhl war zwar sorgfältig mit einem strohhut belegt, aber natürlich für die noch abwesende dritte im bunde reserviert. außerdem wurde er gleich streng verteidigt, nachdem ich wohl allzu zielstrebig darauf zugesteuert bin. verzeihung!
erwischt habe ich dann einen eckplatz, sogar mit liegestuhl, an dem ich bald von allen seiten eingeklemmt bin. besonders von hinten wird gerne vor mein stuhlbestänge getreten oder gleich in meinen hintern. schuhe und beine reichen rechts und links an mir vorbei, dass ich die tischkante ungefähr in meinen nacken wähne. insbesondere von hinten war mir das heute echt problematisch. gelegentlich versuche ich einen notfallfluchtweg auszumachen, irgendwie rückwärts an der tischkante vorbei. mit dem erfolg, dass die damen hinter mir sich gemeint fühlen, als würde ich mich empört nach ihnen umdrehen. nein!
ach, egal!* auch wenn es kein wirklich schöner abschied vom lendhafen war, einem meiner liebslingsorte auf der welt.
es geht um texte, um literatur. kurz gesagt: die beiden männer heute, naja, aber einer schlimmer. die beiden frauen dagegen, beide bestens. beide ganz anders, aber jede auf ihre art auf den punkt. das ist natürlich wieder nur persönlicher geschmack, mehr nicht. ich will nicht, wie die kleine amatuerjurygruppe rechts neben mir, noch in den applaus hinein einen text als misslungen klassieren. das könnte ich auch gar nicht, nicht einmal als literaturwissenschaftler*in. das kann niemand, zumindest nicht mit texten auf dem hiesigen niveau.
ein bisschen was habe ich gelernt für die eigene arbeit, nicht nur heute. ich sage nicht was, weil es getan werden muss. nicht behauptet. aber es könnte helfen, denke ich. ich muss ja nun nach wien, morgen, und in die arbeit finden. ein wenig zumindest, der rest ist urlaub. sollte urlaub sein, aber bei angekündigten 38° bis 40°, da weiß ich gerade auch nicht so recht.
aber eines nach dem anderen: erstmal hoffen, dass die bahnverbindung klappt, die vorwarnungen machen zwar nicht gerade hoffnung. aber wird schon, wird alles. bislang war ja diesbezüglich, zumindest auf dieser reise, alles so ziemlich perfekt.
* das alles nur, weil mein damit zusammenhängender, leicht genervter tröt es offensichtlich ins 3sat-live-progamm geschafft hat. ich habs nur gehört, nicht gesehen. peinlich!