inmitten dieser lazyness, die ich ja immer mit „dümpeln“ übersetze, das passt mir am besten, hockt natürlich eine schreibzeit. so ist das immer, nur vermerke ich das hier vielleicht ein bisschen zu selten. schreiben beinhaltet diese lazyness, die de facto ein dümpeln ist. wie ein boot an einem losen tau festgemacht, irgendwo am rand des wassers. ich kann das geräusch hören, jetzt in diesem moment. glucksen, rumpeln und manchmal ein leises quietschen. auch das ist schreiben, womöglich das wichtigste element des schreibens.
geschafft habe ich wenig heute. ich bin spät aufgestanden, war zwar früh wach, aber nicht fit genug, um aufzustehen. das heißt, natürlich wäre das gegangen, irgendwie. es ist immer gegangen in den letzten fünf, sechs, sieben jahren. unfit aufstehen, und dennoch alles machen, und darüber hinaus: schreiben. heute bin ich nicht nur einmal, sondern gleich zweimal noch einmal eingeschlafen. Iiest sich schwer, dieser satz, ich weiß.) und habe seltsam geträumt, erst von meiner urkrainischen kollegin, die schon lange nicht mehr meine kollegin ist. dann von meinem balkon, aus dem ich kleine lebende mäuse, alte tote ratten und viel schlamm darum herum räumen musste. was für ein mist.
noch einmal war der sommer wunderbar heute morgen, äh, mittag meine ich, so in etwa. sofort hatte ich ein bild von mir, wie ich auf dem balkon sitze und schreibe. (ohne ratten und mäuse, versteht sich.) wunderbar. aber die mittagshitze war zu viel, direkte sonneneinstrahlung. und danach habe ich mich ein bisschen verstrickt und verzettelt, verdümpelt vielleicht. das wort ist mir auch neu. untätig war ich aber nicht.
sehr großes durcheinander habe ich angerichtet, über stunden an drei verschiedenen texten gearbeitet. alles natürlich keine reine textarbeit, davon überhaupt gar nichts. oder nur in meinem kopf, doch das zählt ja eher nicht. oder anders, besser: es zählt durchaus, aber ich weiß noch nicht.
resümee: ein storyboard vorangetrieben, einen speichermurks aus der letzten woche entdeckt, der sich nur halbwegs hat retten lassen, verdammt, ein exposé verfeinert, zwei weitere angesetzt, auch mit einigen mühen udn viel ärgernis.
so!