am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

minderleister/3

das sind seltsame schreibtage in diesem sommer. ich weiß gar nicht so recht, was ich eigentlich tue. aber ich schreibe, das geht ja auch gar nicht anders. das hat mir vor ein paar wochen erst jemand bestätigt, und ich komme nicht umhin, es einzugestehen: ohne schreiben kann ich nicht leben.

den einen tag, gestern zum beispiel, schaffe ich keinen anfang. erst muss ich zum tangounterricht, na gut, aber dann verdaddel ich den rest des tages im netz. und auch noch auf blödeste weise, sodass sich am ende mein hirn übergeben möchte. so kommt es mir vor.

dann wieder, heute zum beispiel, fange ich an, ohne zu wissen. einfach, weil ich anfangen muss. und dann stehen da fünf seiten nur wenig geschliffener text, doch das ist egal. das ist etwa die hälfte des zweiten kapitels. ich erinnere mich an zeiten, vor über dreißig jahren allerdings, da habe ich mit mühe dreieinhalb seiten geschafft. und ewig dafür gebraucht. aber auch das war großartig, damals.

gute vorarbeit zahlt sich aus, und sich ein exposé vorzunehmen ist gute vorarbeit. es kann natürlich nicht fertigwerden, dieses exposé, im gegenteil. derzeit ist es weniger fertig denn je, und ich habe keine ahnung, wie das jemals passen soll. wann das eine mit dem anderen zusammenfindet, sodass es spruchreif wird.

es ist ein verhältnismäßig einfacher text, der auch nicht besonders lang werden soll. ein zwischentext sozusagen, bis ich mich an die überarbeitung des letzten traue. was mir aktuell so gar nicht in reichweite scheint. der aktuelle text verlangt nur eines von, das neu ist: ich muss mich ins absurde spielen und ein völllig unvorstellbares nicht-ende erfassbar machen. das kann eigentlich nicht gelingen, denke ich. eigentlich.

es ist alles ganz schön viel arbeit, das stimmt. auch und vor allem all das drumherum. es wird immer mehr, das ist auch gut. so kann ich immer weniger werden. hoffentlich.

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