am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

alles schreiben

wo sind die tage? ich tue dies und das, vieles muss und manches macht sogar spaß. mit einem dreikiloluftkajak gegen den wind paddeln, zweieinhalb stunden lang. holla! zweidrei tage lang schnell noch ein bisschen was übersetzen, höllisch. aber dann eine schöne rechnung schreiben. immerhin und hochvonnöten.

mit anders an ihrem schrank rumbasteln, endlich, zwischen frühstück und abendspaziergang mit caprieisabschluss. gelungen.

das schreiben hängt. andererseits wiederum auch nicht, denn es gibt vieles sehr sorgfältig zu bedenken. wenn es auf den schluss zugeht. kurz vor der landung, sozusagen. und das tue ich. ich versuche es auf jeden fall. den kopf frei zu haben, zu halten. für das denken und bedenken. das lässt mich nicht los.

ohnehin ist doch alles schreiben vor allem anderen denken.

in ordnung

wo ist der tag? was habe ich getan? andere verstehen sich besser darauf. ich vertue sie manchmal einfach nur. meine tage, meine einzigen. zutiefst unzufrieden inmitten der unordnung, die mich umgibt. die die meisten menschen, die wenigen, die mir in die wohnug kommen, so stringent finden. ordentlich eben, genau genommen pendantisch. ich weiß ja. ich bin schon in ordnung.

aber ich schaffe sie nicht, diese ordnung. sie ist einfach da, wie von selbst. eine illusion mit nur einem sinn. den der beruhigung. denn alles ist chaos, letztendlich. nichts ist anders.

und das ist es. das frisst mir die tage. dieses chaos in allem, das ich sehe.

weiterschreiben.

zuviel?

also arbeitsurlaubstag, heute. morgen auch noch, wenigstens. dann mal sehen. lust habe ich keine, leider.

gestern war ich ja paddeln in tiefwerder. das heißt mehr so auf den kanälen herumdümpeln, sehr schön. fotos habe ich keine gemacht. doch eines, aber das hochladen von fotos hier klappt derzeit nicht so recht. deshalb gibt es erstmal keine. aber ich bin ja sowieso ein wortmensch, nahezu in reinkultur.

auch das mit dem dümpeln stimmt nicht so ganz. die drei bis vier stunden auf dem wasser waren doch ziemlich anstregend, ich war ja auch auf der havel zwischendurch. und da heißt es abeiten, wenn man vorankommen will. bislang weiß ich noch nicht, ob das jetzt nur muskelkater ist oder sonstwas. aber die rechte schulter und das rechte handgelenk sind ziemlich durch. meine beiden restschwachstellen. abwarten.

und trotzdem. jetzt, nach knapp drei stunden übersetzen im heimischen wohnbüro, ich mache derade ein bißchen pause. da denke ich sofort darüber nach, meine wohnungsumbauaktivitäen endlich wieder aufleben zu lassen. auch das noch! als hätte ich zeit übrig. aber da steht so viel auf der liste. und an handwerkliches arbeiten war ja seit februar oder so kaum zu denken, weil der körper nicht mitwollte. jetzt hingegen, trotz muskelkater. oder was auch immer.

zur auswahl stehen größere und kleiner projekte, pflichtaufgaben und kreativzeugs. außerdem zwei kleinere möbelbauaktionen und ein richtig fettes projekt. letzteres lass ich wohl besser erstmal. oder?

und tango? ach …

bonding (69)

ich komme nicht nach. selbst im urlaub ist so viel, zu viel zu tun. freizeitstress, so könnte man dazu sagen. doch bei mir ist alles immer arbeit. mein leben ist schreiben, mehr denn je. dazwischen das mit dem geld.

es läuft. aber es wird furchtbar, bis wenigstens ende des jahres. ich werde furchtbar sein. bis zum ende.

und dann?

einstweilen ist das 18. kapitel fertig und ausgedruckt. nicht etwa das 19., wie ich ein paar tage lang, womöglich auch hier, behauptet habe. das ändert aber nichts daran, dass noch vier kapitel anstehen. in der warteschlange quasi, um durch mich hindurch gehen zu können.

transformation! immer auch eine entäuschung.

vier, nur noch vier! vermutlich zumindest, aber wer weiß das schon. schon im letzten, im 18. also habe ich material ausgespart und ins folgekapitel geschoben. keine ahnung, wie sich das auswirken wird. vielleicht doch ein kapitel mehr? die 23 ist eine durchaus schöne zahl. glaube ich. aber auch die 22 ist mir sympatisch. sehr sogar.

egal. das material selbst wird sich nur noch wenig ändern können. was mir auch hinderlich ist, denn alles scheint schon festgeschrieben, so nah am ende. und ist es doch gerade eben nicht. ich muss.

alles auf einen punkt, ab jetzt. nun gut.

das kommenden kapitel, das diesmal wirklich das 19. ist, muss anders als die letzten zwei, die sehr langsam waren. nun folgt ein zeitraffendes, ein nahezu zeitfressendes. mit material vollgestopft, gepresst fast. ob das sinnvoll ist? ich weiß es noch nicht. ob das lesbar ist?

aber ich soll ja meine leserschaft nicht unterfordern, wie eine meiner zukünftigen testleser*innen mir immer wieder mächtig einschärft. diesbezüglich bestehe zwar keine gefahr, wie meine begleitende leserschaft meint und dabei grinst. oder sogar warnt, ich könnte es eventuell übertreiben.

auch egal. ich muss losmachen, weiter. bald, aber nicht heute. heute ist geldverdienen angesagt. übersetzen. das alles nur am rande. es ist ein wahnsinn.

the ways of essen

in meiner geburtsstadt angekommen und sofort irgendwie anders gewesen. verloren. alles hat sich verändert, und es braucht, bis ich die richtige richtung, bis ich die wege finde. es braucht google maps, weil ich der intuition nicht vertraue. die oft nicht richtig ist, an entscheidenden punkten aber doch. überraschender weise. wie ich stunden später merke. da hat mich dann google maps schon im kreis laufen lassen.

nachts durchfeiern und durchtanzen bis gegen vier ist auch nicht mehr so meins. dazu diese völlerei, 3 x buffet mit alkohol, der haselnussbrand nicht eingerechnet. später die mitternachtscurrywurst. und kaffee. irgendetwas davon war zuviel. die halbe nacht war mir schlecht. wobei das ja schon die zweite hälfte der nacht war.

duschen und frühstücken noch halb im dschum. aber nett hier, sehr nett. mit einem reichhaltigen frühstücksbuffet. so reichhsaltig, dass ich gegen mittag schon wieder überfressen war.

so habe ich nichts von von dem gemacht, was ich eigentlich vorhatte. vor allem bin ich nicht in die alte synagoge gegangen, wie ich es schon lange wollte. seit jahren. das wird mir leid tun.

stattdessen an den rechner und gleich in den text. in meinem riesigen comfortbusinesshotelzimmer mit großartigem conferenztisch. stundenlang durch die letzten vier seiten gepflügt, bis ich hinten raus. also durch. jetzt fertig, nicht nur körperlich. vielleicht auch mit dem kapitel.

ansonsten habe ich ja morgen zeit im zug, früh am abend.

was für eine reise, welch ein durcheinander. ein bisschen bin ich nach den schreiben dann doch noch in dieser stadt umhergelaufen. nicht weit und auch nicht gezielt an bestimmte orte. nur zu meiner allerersten wohnung, weil die nicht weit von hier. das habe ich getan. das haus steht noch, es ist unrenoviert. dabei war es damals schon ziemlich runtergekommen. die ziegel liegen frei, das dach ist mit bitumenbahnen geflickt, in der dachrinne wächst ein kleiner baum. aber es steht. und es ist bewohnt.

mein zimmer in der wg damals hatte vier fenster, in drei verschiedene richtungen. es war riesig und verfügte über eine armselige nachtspeicherheizung. die tapeten standen an den wänden, an denen sie längst nicht mehr klebten vor lauter anstrich. den boden malte ich schwarz, aber es hielt nicht gut. streichen ist nicht meine stärke.

es war fürchterlich, alles in allem. auch ich als mensch. und einzigeartig. nur für ein paar monate, kaum ein jahr.

seitdem wohne ich allein.

schreibzeit (28)

schnell noch ein bisschen, unter qualen. so ist es dann eben auch, immer wieder mal. im grunde nur themen und punkte markiert, die ausgearbeitet werden müssen. eingearbeitet und zusammengeschrieben, irgendwie.

vielleicht sonntag. oder am montag abend im zug. oder sonst wann, was weiß denn ich. es wird.

jetzt träumen.

the wtal memories (3)

was für ein drive! ich bin hier zuhause, zwei tage, zweieinhalb. und es macht mich glücklich.

heute viel geschwebt, einfach so. die neuen bahnen sind hellblau und ziemlich leise. sie schaukeln auch nicht mehr so sehr, außerdem gibt es jetzt an allen schwebebahnhöfen aufzüge. (soweit ich das gesehen habe.) endlich.

und viele treppen gestiegen, rauf und wieder runter und wieder rauf. auch solche, die ich noch nie gesehen habe. hier sind überall treppen, das ist gut. alles abkürzungen für fußgänger. anstrengend, aber praktisch. jetzt spüre ich deutlich meine waden und fußgelenke. und trabe locker bis in den vierten stock, in meine momentane wohnung. wieder voll im training.

unterwegs wieder viel geplappert, mir und der exfrau alles wichtige erzählt. alle überraschungen und erkenntnisse geteilt. mit ein bisschen mehr freude, denn womöglich hätte sie es doch ganz gern gehört. habe ich mir sagen lassen.

gut, morgen ist schluss damit. dann reise ich weiter in meine geburtstadt. in ein hotel diesmal, mit ebenerdiger dusche, frühstück, schreibtisch, minibar und wlan. soweit ich weiß. und es folgt die hartcore memory-variante. oder auch nicht, wer weiß?

viel zu plappern gibt es von da aber vermutlich nicht. statt dessen eine familienfeier. mal sehen.

und schreiben muss ich ja auch noch. nicht rumbloggen, roman schreiben. okay?!

schreibzeit (27)

heute eher nicht, meine zeit habe ich haltlos in der stadt verdaddelt. den ganzen tag. und damit, via mobiltelefon ins netz zu kommen, gestern schon. was gar nicht so leicht war, aber ohne wlan. die wohnung hat nämlich keines. kein netz, das ist dann doch irgendwie komisch. hat aber dann doch geklappt, wie man sieht. und endlich kann ich mal meine sagenhaften 15gb pro monat vieleicht so ungefähr zur hälfte ausreizen.

das schreiben im zug hat mir zu denken gegeben. die ruhe, die bewegung, die reduziertheit auf wenig raum, wenig zeug und wenig alternativen. mit einem mal begreife ich das mit dem schreiben im café. bislang war mir das ja ein rätsel, allerhöchstens für die papierarbeit konnte ich auch mal ins café. andererseits wollte ich mir schon lange mal in meiner berliner gegend etwas passendes suchen, warum auch immer. irgendeine ahnung. das sollte ich mal deutlich forcieren.

ein café mit steckdose für meinen grundsätzlich akkuschwachen rechner. netz ist nicht so wichtig, da weiß ich ja jetzt, wie es geht. und 15gb hab ich immer in der tasche.

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