
engl
bonding (52)

so. das war kapitel 15. morgen noch einmal durch die letzten beiden seiten, dann soll das gut sein. bis auf weiteres zumindest.
zwei seiten tango übrigens. wenn ich schon nicht mehr selber tanzen kann. irgendwer muss ja, soll ja. in meinem namen. und die drei machen das ganz gut, glaube ich.
wie drei? ach so, naja. was weiß denn ich!? ; )
noch ein ganzer tag morgen, anschließend ein halber vielleicht. ich weiß es noch nicht so genau. das sollte reichen für zwei seiten. ich mag das ja, wenn die orte, die dinge und die zeit sich derart einig sind. das ist selten.
schreibzeit (19)
diese schreibzeit entwickelt sich mehr und mehr zu einer heilzeit. seit gestern ist mir klar, dass die ganze woche schon immer sehr viel zeit ist zwischen den schreibphasen lag. eigentlich arbeite ich kaum mehr als zu hause, nur dass hier dazwischen ruhe herrscht. nicht nur stille, das auch. (obwohl hier heute wieder mal fußball war, aber das kenne ich ja schon.) es ist auch nicht das erledigen all der anderen anstehenden dinge, die arbeit, die arzt- und physiotermine, hin und wieder ein wenig tango, sofern möglich und der sukzessive wohnungsumbau. (der ist ja auch noch nicht bewältigt, hat sich lediglich abseits gestellt, ganz von selbst.) auch das fehlt hier natürlich.
aber es ist nicht nur das. da kocht diese raserei tief in mir. weit jenseits der englsgeduld, die es braucht, um ein buch über die jahre fertigzuschreiben. über die ich offensichtlich ebenso verfüge. seltsam.
gute tage, schlechte tage
und heute so mittel, vielleicht. keine gute nacht, auf jeden fall. ich finde keine ruhe im schlaf, gerade wo ich am tag so viel davon habe. da spiegelt sich wohl all der stress der letzten jahre, die weitgehend ohne pause quasi durch mich hindurchgerast sind. irgendwann ist damit wohl einfach schluss.
dementsprechend flügellahm bin ich, besonders rechts. aber im allgemeinen wird es besser. auf jeden fall.
anders auch, alles.
bonding (51)

beim schreiben muss man sowohl mit erwartungen als auch mit prognosen immer so vorsichtig wie möglich sein. ich sollte das wissen. ich weiß es auch, aber ich ignoriere es mit größtmöglicher bereitwilligkeit.
zwei kapitel hatte ich mir vorgenommen in dieser schreibzeit. das eine, kleine fertigmachen, das ja längst angefangen und im grunde schon so gut wie abgeschossen war. dann das folgende, weitaus größere. zumindest grob durchpflügen sollte doch drin sein, dachte ich, einmal von vorne bis hinten. so war das geplant. gewesen.
nicht eingeplant war die müdigkeit, obwohl ich gerade die hätte voraussehen können. und sollen. doch das eigene, das so tief in das schreiben hineinwirkt, mitunter, gerade das verleugne ich seit jeher nur allzu gern. zumindest wenn es um die physis geht. ebenso nicht eingeplant war die arbeit an der kapitelstruktur, obwohl diese glasklar auf der hand lag. ignorieren ließ sich das nicht, auch nicht übersehen. nur dachte ich eben, das wäre an einem nachmittag erledigt.
da lag ich wohl falsch, in beidem.
gerade eben erst zeigt sich, dass ich wohl froh sein kann, wenn mir das eine, kleine kapitel noch gelingt. genau genommen bin ich zuversichtlich, es läuft wieder. ich musste nur erst zurückfinden an diese stelle des manuskripts, während die intensiven planungen der ersten paar tage hier sich ja auf ganz andere, viel spätere romanphasen bezogen. eine rasante reise, ich muss schon sagen.
doch im grunde liege ich jetzt ganz gut, es gibt nichts zu klagen oder zu jammern. schon gar nicht wegen der zeit, im gegenteil. übersicht habe ich gewonnen, spielraum und weitsicht. damit lässt sich doch arbeiten, ganz sicher.
oder anders gesagt: ich denke wieder, dass es durchaus etwas werden könnte in diesem jahr. fertig werden, meine ich, mit allem. nicht nur das eine oder andere kapitel, sondern die erstfassung.
tragisch ist nur, dass jetzt gern bleiben würde, hier an meinem schreibzeitort. gerade habe ich mich eingegrooved, dehne mich aus zwischen schlafen, arbeiten, mittagsschlafen, eisessen, radfahren und weiterarbeiten.
so ein woche noch, zusätzlich. das wäre gut.
großartiger tag heute. fast zehn stunden geschlafen, nicht unbeschwert, aber immerhin: geschlafen. dabei nur im roman herumgeträumt, dummes zeug zwar, aber immerhin: roman.
zum ersten mal seit wochen liegen die nacken- und schulterbeschwerlichkeiten tagsüber weitgehend unterhalb des alltagsradars. und das wiederum ohne schmerzmittelzufuhr, zum zweiten mal also. war wohl die richtige idee. nur liegen und radfahren forderte einen preis, und die rechte seite ist es immer noch wesentlich angeschlagener als die linke.
der rest ist schreiben, eis essen – himbeer- und mandarinesorbet diesmal, minze war gestern, mit schokolade – und fotos machen. letzteres zu wenig, immer bin ich eilig. aber ohne automatik, immerhin. auf einmal verstehe ich es wieder, ich erinnere mich. wobei es schon auch hilft, dass man heute die bilder sofort sieht.
jetzt wird es langsam dunkel. die nacht kommt, und ich bin noch recht munter. eine schreibnacht also. vielleicht. mal sehen.
in seinem körper ist jedes allein
die durchaus angesagte reduktion der hemmungslosen schmerzmittelfutterei ausgerechnet gestern zur nacht zu probieren, war keine gute idee. wo das liegen ohnehin eine qual und das vorhandene bett nun einmal ist wie es ist, hart und unerbittlich. natürlich sind solche fehler leicht zu korrigieren, was bleibt sind die konsequenzen.
keine ahnung, warum ich im halbschlaf und unter schmerzen immer von meiner arbeit träume. von meinem brotberuf meine ich, von der halbtagsredaktion. immerzu will ich korrigieren, finde aber keinen anfang. tatsächlich ist auf der arbeit alles in ordung. ich komme zurecht, inzwischen klappt auch das mit der kommunikation, so einigermaßen. über meinen umgang mit der technik lachen alle, weil es ihnen ähnlich geht. oder sie sind verärgert, weil sie nicht anders können. da kann ich ja nun auch nix zu.
die schmerzmittelreduktion tagsüber, tapfer gleich bis auf null durchgezogen, macht bislang keine probleme. nur träge bin ich und müde. alt also, aber das bin ich ja sowieso. wie hatte ich jemals glauben können, dass ich schmerz- und ahnungslos würde altern dürfen. kraftvoll, dass ich nicht lache.
was bleibt ist literatur.
dazu auch der beitrag „Darniederliegen“ im deutschlandfunk gestern, der mich heute via facebook erreichte, anDERs natürlich.
schreibzeit (18)
am nachmittag ist es an diesem schreibtisch unmöglich, auf dem bildschirm etwas zu erkennen. das liegt an dem mitgebrachten bildschirm, dessen helligkeitgrad in sich begrenzt ist. selbst wenn ich die jalousien hochziehe und damit die direkte sonne aussperre, bleibt schreiben reine ahnung und sucherei.
das schreit nach einem plan, einem stundenplan, nach struktur in der arbeit. um die schreibzeit optimal zu nutzen. doch danach ist mir gerade so gar nicht. alles ist immer nur durchgetaktet und abzuarbeiten, erfolgsorientiert, naja. aber zumindest soll es am ende erledigt und abgerechnet sein.
seit jahren geht das jetzt so, dazwischen das schreiben. darum bin ich jetzt hier, nicht zum ersten mal. und will immer nur schlafen diesmal. heute mittag schon wieder zwei stunden lang. hab mich sogar schnarchen hören, mal wieder.
gearbeitet habe ich natürlich trotzdem. gerade als die sonne so doof stand. natürlich.
