am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

redaktionelles

auf der arbeit steht auf einmal einer und sagt, er wäre ein 47er und hätte gern einen job. der will deinen job, sagt ein kollege und boxt mich mit dem ellbogen in die seite. ach, denke ich. er hätte sich mal angestrengt letzte nacht, sagt der 47er. er hätte es zwar nicht ganz geschafft, aber immerhin etwas über die hälfte abgetippt. das wär doch was.

das ist viel, denke ich, schnell tippen kann er. aber was will er hier? alle anderen schweigen auch. danach verläuft er sich, der traum.

bonding (50)


schluss mit dem geklammer, alles rauscht, alles fließt. (das war jetzt nur schnell die frische bildunterzeile, musste sein.)

vor und nach dem mittagsschlaf an der kapitelstruktur des letzten buchdrittels gearbeitet, somit steht jetzt das gerüst bis kapitel 22. sehr detailliert, besser ist besser. wenn es auf das ende zugeht, darf nichts mehr allzu locker flattern. zirka 85 seiten, so die grobe schätzung. aber wer weiß!?

das war anstrengend, ich bin nicht der typ fürs plotten, aber was sein muss, muss eben. gerechnet hatte ich auch nicht damit, obwohl es auf der hand lag. nach der nacht letzten sonntag, als ich schlaflos wie im wahn hier und dort und überall ein paar fetzen formuliert, begegnungen ausprobiert und wenigsten eine bislang noch so gut wie ungeschriebene figur gefunden habe. endlich!

jetzt durchatmen, ein und wieder aus und wieder ein und so weiter. schlafen und wach sein und wieder schlafen. so geht das. ganz entspannt und alles fließt. so und nicht anders. richtig?

schreibzeit (17)

die kleine stadt liegt da, wie immer. gerade dämmert es, die fenster stehen weit offen, bereits seit stunden. es gibt keinen grund, daran etwas zu ändern. kaum zu glauben, dass es gerade eine woche her ist, dass wir in dem restaurant gegenüber saßen, drinnen, und froh waren über die heizung. dass wir dann anschließend fröstelnd durch den park gelaufen und über die brücke beinah gerannt sind, so beißend war der wind. zum theater am gegenüberliegenden ufer.

heute saßen den ganzen tag die leute draußen, vor dem restaurant, in dem park und vor der eisdiele, die letzte woche noch geschlossen hatte. logisch. caipirinhaeis gab es nicht, aber limette-basilikum- und mandarinensorbet. minze mit schokolade hab ich mir für morgen vorgenommen. überhaupt gehe ich jetzt dahin jeden tag, solange wie möglich, also bis mittwoch noch. und hoffe auf caipirinha.

die kleine stadt ist wie immer, es dämmert immer noch, und flugzeuge ziehen ihre streifen in den schwindenden himmel. hören kann man sie nicht. man hört gar nichts hier, das wundert mich immer noch. aber ich kenne es inzwischen, ich weiß es und ich will es so. ein wenig riecht es nach feuer, draußen. es ist ostern.

die kleine stadt hat sich nicht verändert. nicht viel, die baustelle in der straße ist verschwunden, stattdessen gibt es eine im haus, aber egal. es ist ja ostern. ich habe mich verändert, vielleicht. ich bin gelassener, wenn ich hier bin. nicht mehr so aufgeregt, als hätte ich das alles nicht verdient. das alles ist da, es existiert, und es wird bleiben. mal sehen, was daraus wird.

aber ich bin auch erschöpft, immer noch. ich schlafe viel, wenn auch unter schmerzen. das ist nicht schön, aber offensichtlich nötig. auch heute wieder zwei stunden am nachmittag, wie blei falle ich ins bett, und ich wünschte so sehr, es wäre weich und warm und zutiefst erholsam. das ist es ja auch, ein wenig zumindest, erholsam, aber eben nur so gerade eben.

dann fahre ich mit dem rad durch den park, und auch das tut weh. nicht nur, aber sicherlich auch, weil das rad schlecht auf mich eingestellt ist, besonders der lenker. das war schon im letzten sommer so, da hatte ich dasselbe. nachdem meines, das ganz klapperige, hier irgendwo gestohlen wurde. viele pausen muss ich machen, wie eine alte frau steige ich ab und wieder auf auf das rad. es ist ein elend, aber die arme wollen das noch nicht, ausgestreckt zugreifen. es ist ein elend.

die kleine stadt liegt da, wie immer. ich bin anders. ich weiß nicht, ob wir zusammenfinden werden, diesmal. noch einmal. ich weiß es nicht, doch es liegt an mir. ganz sicher.

bonding (49)


ist ja nicht so, dass ich nichts mache. wer sich morgens gleich nach dem aufstehen noch einmal zwei stunden hinlegt und schläft und dann am späten nachmittag dasselbe noch einmal für zwei stunden. der darf dann wohl auch spät noch ein bisschen was tun. oder?

ach nein, ist ja alles geschummelt. vor dem nachmittgsschläfchen saß ich bei einem süppchen im café und habe die kapitelstruktur überarbeitet. dabei bin ich auf ein paar sachen gestoßen, die dringend in den bereits bestehenden text eingearbeitet werden müssen. ganz grob ist das jetzt erstmal erledigt.

morgen dann die neu überdachten kapitel notieren, damit endlich mal wieder eine art überblick entsteht. das ist auch wichtig, sehr wichtig

danach dann weiter im text. an der stelle, an der ich, wann war das? vor drei tagen oder so? wo war ich stehengeblieben?

to adapt

nachdem mir das mit hub schon gestern aufgefallen und außerdem ein denkfehler war, stellte sich heute heraus, dass gleich zwei adapter, die es gestern noch getan hatten, über nacht ihren geist aufgegeben hatten. bei einem war es egal, der war ohehin nur spielerei. eine spielerei, die exakt einen halben tag gehalten hat. nun ja, geschenkt.

der andere, usb micro auf usb c: ein desaster! ohne den stirbt das tablet innerhalb etwa eines tages. und ich hatte noch gedacht, gestern, während das ding ohne probleme seinen dienst tat, dass ich doch etliche davon habe und nur einen mit dabei. was, wenn?

losfahren und neu kaufen, shopping am potsdamer hauptbahnhof. jetzt hab ich einen usb 3.0 4er hub, ein neues t-shirt mit totenkopf und einen passenden adapter für das tablet. damit ist der arbeitsplatz gerettet, stromversorgung und anschlussmöglichkeiten für alle geräte gesichert.

nur ich tue mich schwer mit dem aufladen, die totmüdigkeit herrscht vor, und ich gebe ihr nach. ich passe mich an. also am nachmittag gleich nochmal zwei stunden geschlafen. vielleicht ist also diesmal hier mehr urlaub als arbeit, könnte durchaus sein. das wetter ist ja entsprechend, und es bleibt so.

aber denken und träumen gehört ja auch dazu, zum schreiben.

high noon

ein wenig angst hatte ich ja vor der mir inzwischen gut bekannten, sehr harten matraze. nicht ganz zu unrecht, wie sich herausgestellt hat. zunächst recht angenehm, weil bewegungen mit den akuten hws-einschränkungen durchaus leichter fallen. auch die schultern schmerzen weniger, aber das ist ohnehin so seit ein paar tagen. oder nächten.

am morgen aber ist es eher schlimm. der kopf, der nacken will keinen entspannten platz finden, keine haltung. gegen sieben bin ich wach, nach einer lange sich hinziehenden halbwachphase. nicht hellwach, nicht ausgeschlafen. das sowieso nicht. aber wach eben, schmerzwach.

dass ich dann nach einer halben stunde doch wieder im bett liege, mein hartes lager für die kommenden tage, und noch einmal zwei stunden schlafe, liegt wohl an dem verheerenden schlafmangel der letzten wochen und monate. jetzt, um fast zwölf, nach kaffee und frühstück, kann ich behaupten, dass ich mir seit langem zum ersten mal so etwas wie ausgeschlafen vorkomme.

das fängt ja gut an.

schreibzeit (16)

am schreibort angekommen, überaus freundlich begrüßt worden und sofort den schreibtisch eingerichtet. festgestelllt, dass ich den für die vier mitgebrachten usb-geräte notwengigen usb-hub vergessen habe. was heißt vergessen? ich hab mich dagegen entschieden, ohne nachzuzählen. ich habe das ding in der docking-station stecken lassen und trotzdem die lieblingsminimaus mitgenommen, statt der größeren, die über denselben stick läuft, wie die tatstatur. die habe ich natürlich in letzter sekunde auch noch in den rucksack gepackt, mitsamt stick.

ähem. warum genau bringe ich ein nahezu komplettes büro hierher, mitsamt zweitem bildschim sogar? damit ich dann morgen erstmal einen dieser elektrogroßhändler aufsuchen darf, um so einen hub zu kaufen?

nun ja, was solls. schnell einkaufen gewesen, den kühlschrankgefüllt, und gleich auch ein rad besorgt, günstig und gut. um dann morgen gleich als erstes so einen elektrogroßhandel zu (be)suchen.

sonst alles gut.

bonding (48)


und dann, kurz nach dem letzten blogeintrag, einfach mal die datei mit all dem neuen text von heute bei vorsorglichen sichern versehentlich komplett löschen. kann man ja auch mal machen, so um kurz vor elf am sonntag abend. verdammt! da kommt dann freude auf und eifer und angst. alles auf einmal. an dieser stelle also ein kleines hoch auf den kleinen server auf dem fußboden hinter dem schreibtisch, der, wie ich jetzt weiß, bis zu fünf verschiedene versionen aller synchronisierten dateien speichert. das, und nur das, hat mich soeben gerettet! word selbst kann das ja eher nicht, zumindest meine uraltversion ist dazu kaum imstande.

ansonsten will ich jetzt nur noch sagen, dass einen neue schreibzeit ansteht. alles andere später. aber über ostern bin ich wieder in potsdam, in meinem mir inzwischen schon so tief vertrautem schreibdomizil, um das buch, was es ja nun mit ziemlicher sicherheit sein wird, irgendwann, ein ordentliches stück voranzutreiben. das wetter soll ja großartig werden, da ist dann außerdem noch ein wenig platz für frühling und erholung. hoffentlich.

nicht schlecht, alles in allem.

sonntägliches nichts

ein völlig verschluderter sonntag heute. nach einem anstrengenden samstag, unter einer spüle gelegen, mit maulschlüsseln und schraubendrehern hantiert, sollte ich vielleicht nicht machen, nicht mit meinem akuten nackenhalsschulternproblem. und einem höchst angenehmen theaterfreitag mit anDERs in potsdam, „jeder stirbt für sich allein“ am hans-otto-theater. kann man sich ansehen, zieht sich aber ein wenig über die dreistundenundzehn.

eigentlich hatte ich heute an den anstehenden übersetzungen arbeiten wollen, geld verdienen. das gibt es ja auch noch, das darf man ja nicht vergessen. ich schon gar nicht, da steht einiges an.

statt dessen ein paar bauhaus- und literatursendungen auf 3sat gesehen, vormittags, beim frühstück. dann selber geschrieben, gar nicht mal schlecht. einmal durch das kapitel, und hinten wieder raus. da fehlt jetzt nicht mehr viel. erschreckend, wie leicht mir das derzeit fällt, wenn ich denn einmal angefangen habe. also nicht, dass es nicht auch anstrengend wäre. die zeit, die konzentration. die angst auch, dass es wieder zäh wird, unerträglich und schwer. wie gut ich das kenne.

aber wenn ich einfach anfange. dann gehts.

außerdem die schmerzen beobachtet, wie sie aus dem rücken in die schulter, dann wieder vom nacken aus, von hinten in den schädel hinein. ein beängstigendes drücken, hitzig und dumpf. eine üble mischung.

liegen ist doof. sitzen mit lehne ist doof. in der wanne liegen und sich anlehnen ist auch doof, blöderweise. beim rumlaufen und schlenkern fängt es an zu pieksen. sonst ist es erträglich, besonders weil die linke schulter langsam ruhe gibt. zu geben scheint, ich will es ja nicht beschreien. die drückt derzeit nur noch unangenehm, wenn ich draufliege. immerhin.

sonst nichts, keine erledigungen, keine pflichten, kein muss, nicht einmal ein sollte.

nichts eben.

hat mir gefallen, dieser sonntag.

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