am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich habe ein untaugliches gemüt. wenn es zu schön wird, fange ich an zu zweifeln und zu verzweifeln. einfach so. vorsichtshalber.

dabei habe ich zeitgleich eine unbändige sehnsucht nach schönheit.

die dinge

nein sagen hilft! vielleicht. öffnet räume und möglichkeiten. hoffe ich.

viel übung habe ich darin nicht, das muß ich zugeben. da bin ich wie mein vater, fürchterlich, beinah alles lasse ich geschehen. auch mit mir. es sei denn, es geht mir an die pelle, dann wohl nicht mehr. aber was weiß ich? unangenehmen dingen, übergriffen auch, angriffen, gehe ich allerdings aus dem weg. nur das, weiter nichts. ich weiche zurück, bis nichts mehr bleibt. kein raum, keine luft, keine wahrnehmung. in diesem sinn bin ich nützlich, benutzbar sogar, insbesondere für menschen, die ihren streß auf mich werfen mögen, zur eigenen entlastung. oder weil es so üblich ist, unvermeidbarer alltag. vor allem aber respektlos.

so war das immer, so war ich als kind. seit ich das erste mal unter einen tisch gekrochen bin zum schutz. so ist mir alles einzig geworden, als gäbe es keine weitere zeit in der enge. keine wirklichkeit, nicht für mich. so sind mir auch die dinge einzig geworden, die vor allem, von denen ich lange nicht glaubte, daß sie bleiben werden, bei mir. oder zu mir gehören, sogar mir gehören. könnten. wo war das. so geht es nicht weiter. nein!

wie ich die dinge liebe, ihre beständigkeit. ihr vertrauen in mich.

im bauen lebe ich. ich muß dinge entstehen sehen, wenn ich arbeite. egal, ob mit worten oder mit material. ich muß dinge gestalten, arbeitsabläufe zumindest in den eigenen händen halten.

anders gesagt: es wird sich etwas ändern müssen. dringend.

selten im leben

bei den aktuellen küchenumbauarbeiten erinnere ich mich nicht nur beständig an meinen vater, weil ihm das meiste werkzeug gehört hat, das ich benutze. weil er mir die dinge beigebracht hat, die ich jetzt tue. die meisten. ich greife auch auf werkzeug zurück, das mir gehört. das mir als kind schon gehört hat. kleine feilen und sägen, ein alter zollstock. das ist seltsam, denn es birgt in sich das ganze elend.

ich greife auf dinge zurück, die mein sind. dinge, die ich tun kann, und das ist selten. viel zu selten.

1,2,3 usw.

man könne auch ein mrt vom kopf machen, meint die ärztin. einfach nur zur sicherheit. aber sie meint es nicht ernst, denn migräne ist auch nach 20 oder 30 jahren schlicht und einfach migräne. meistens nicht gefährlich, nur lästig. mehr als lästig derzeit. dazu kommen die wechseljahre, so ist das eben. auch das kann die frequenz erhöhen. wir lachen also und einigen uns darauf, das mit dem mrt zu lassen. im nachhinein denke ich: wäre vielleicht spannend gewesen. ein innenbild von meinem kopf.

das hirn, das mich ausmacht. das mich eines tages ausmachen wird. ich, hirntier, ich.

außerdem lese ich gerade arbeit und struktur am stück. endlich.

konsequent bauen

wütend geworden, gestern. laut und deutlich wie in hundert jahren nur selten. ich. zu recht oder unrecht? was weiß ich, wut ist nie sonderlich gerecht. aber klarheit ist entstanden, unvermittelt und spontan. so geht das nicht. alles nicht. nicht mehr.

jetzt also: an den konsequenzen schrauben. bohren. bauen.

er/schöpfen

tief verstrickt im verwechseln der jahre. was weiß man noch, wenn alles verschwimmt. die vorstellung, wie die dinge auszusehen haben, die regelhaftigkeit, der wiedererkennungswert des seins. die menschen.

so ist alles nur ein lachen. das ist es wert.

auge brennt. ist das jetzt migräne oder was? ich kenn mich nicht mehr aus mit mir.

gut so?

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