am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

manchmal begegnet man menschen, die genau das nicht tun, was man erwartet, weil die welt eben so ist, wie sie ist, wie man sie sich gebaut hat, weil man es besser nicht weiß. das ist das eigentlich gute im leben, wenn die erwartungen plötzlich zerfallen.

endlich.

spring

diese wunderbare milde in diesem winter, dieses licht, das so warm schon ist. fast so, als könnte im leben nie etwas einfrieren, sich für ewigkeiten in minusgraden festsetzen. ich liebe den frühling, wie er jetzt ist, den ganz frühen frühling, der eigentlich noch gar kein frühling ist. nur eine erste, vage idee. etwas, das es in berlin im grunde gar nicht gibt. nur jetzt, in diesem verrückten jahr mit der 14, das so gruselig begonnen hat. ich weiß auch nicht warum, aber jetzt ist schon frühling. und es ist wie ein geschenk, für mich ganz persönlich.

zehn tage seit dem letzten arztbesuch, und so schnell wird da auch nix mehr kommen. zwei termine im märz und april, aber sonst: kein bedarf! ich kann mir das gar nicht vorstellen, daß es menschen gibt, die darin zufrieden- und geborgenheit finden. oder sicherheit vielleicht, eine seltsame art von sinn. mir ist das nicht gegeben. aber das ist natürlich leicht gesagt, ich habe ja im grunde nichts. nichts gravierendes, das ein solches vorgehen zwingend vorschreiben würde.

die hände funktionieren wieder, zwei oder drei fingerknöchel meckern noch ein wenig. die schulter taugt auch weitgehend, nur nach hinten greifen, schieben, heben, drücken macht noch keinen großen spaß. schmerzen mag ich das aber nicht nennen, mehr so ein knarren und quietschen in den angeln. keine medikation, sogar das schmerzgel vergesse ich permanent. nachgekommen ist auch nichts, seit über einem monat.

beim tango tanze ich erste milongas, stichwort: schrittverdopplung. (macht arschmuskelkater.)

ich heile. (das ist wichtig.)

zwischen zeile net

schnell mal eben einen ersten, kleinen satz neuer visitenkarten hergestellt, neue farbe, neues design, der neu gestalteten zwischenzeile angepasst. ebenso die rechnungsgestaltung, neue farbe, neues design, für alle fälle.

denn: mein Thema ist der Text!

(und jetzt noch ein wenig weiter, ohne text, aber in sachen gestaltung. manchmal flutscht es ja auf einmal, fast wie von selbst. das sind die guten tage.)

igeln

Gut, wenn man sich so schützen kann wie ein Igel.

eigenartig, beinah gleichgültig, dabei ebenso spannend wie auch beiläufig. sprachlich nahezu banal und dennoch: gut. treffsicher und packend.

Dirk Kurbjuweit, Angst

nachtrag: allein das opfer, der tote, der ermordete geht unter. es ist sogar so, daß das opfer die ganze zeit der täter ist. gewagt, immerhin.

täglichkeiten

noch vor dem aufstehen ein halbes buch leerlesen, das ist eine überraschung. dann die wohnung nach ebay-verwertbaren gegenständen durchsuchen und fündig werden. fotos davon machen, verkaufstexte vorbereiten und anschließend weiter in dem buch. lesen. plötzlich aufsehen und feststellen, daß jetzt tango stattfindet, in diesem moment. und daß ich dort sein sollte oder wollte, was auch immer. es aber nicht bin.

keinen wunsch haben, diese tatsache zu ändern. stattdessen die restlichen 90 seiten von „Angst“ lesen, heute nacht noch. das wäre dann mal wieder ein buch an einem tag, nach langer, langer zeit. so schwinden die welten, die mir seit jeher unbegreiflich sind. und unerträglich.

oder einfach nur untanzbar. in diesem moment.

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