am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

am sonntag mittag, also am meinem morgen, erstmal das internet reparieren lassen. seit gestern abend herrschten hier plötzlich downlaod- und upload-geschwindigkeiten wie in den 90ern. sehr lustig, zuzusehen, wie der eingegebene text nach und nach im eingabefeld erscheint. das heißt abwarten, in voller bandbreite.

relationen

ich kenne ja einige, die behaupten, daß sie sich mit etwa 30 final verliebt hätten. oder die genau das gerade im moment durchmachen. ich war 27, als ich das dachte. das ist inzwischen ziemlich lange her. man könnte auch sagen: relativ.

kurz bevor ich mit meiner mörderin endlich fertig bin, versucht sie, den spieß umzudrehen und mich fertigzumachen. gut so. sie zwingt mich, sie niederzukürzen, allen sprachmüll rauszuwerfen. die wortverliebtheiten und den kitsch. wann lerne ich endlich, das alles gar nicht erst hinzuschreiben?

zwei durchgänge heute, von fast 7 auf glatte 6 seiten runtergekocht. aber da geht noch was, morgen.

ebooks for free

wer es noch nicht mitgekriegt hat: bei der amazonkrake gibt es derzeit zwei ebooks von mir für umsonst.

in „vater. mutter. kind.“ befindet findet sich eine hübsche weihnachtsgeschichte zur erbauung bzw. erholung nach den soeben durchfeierten und womöglich durchlittenen tagen. wenn das als anreiz nicht reicht, dann gibt es genaueres dazu auch bei kitty koma und jutta s. piveckova nachzulesen. das buch ist eine pralle sammlung aus kurz- und kürzestgeschichten aus den vergangenen 25 jahren.

der blinde ist nur ein heftchen, elf kleine – und wirklich uralte – episoden, die es dennoch verdient haben, mal wieder ins licht zu geraten. also schnell zugreifen, auch wenn er regulär nur das absolute minimum kostet, das die krake zuläßt.

die aktion geht noch bis sonntag, also bitte fleißig weitererzählen und verlinken. herzliches dankeschön. und bitteschön.

blöder griffel

mich gestern und heute noch mehr gewundert über die schmerzen in der linken hand. warum geht das zugreifen nicht mehr? und dann links, warum denn links? ich mache doch nichts relevantes mit links, wenn auch die seite per se ebenfalls von nicht allzu schlechter feinmotorik ist. da ich außerdem nicht davon ausgehe, daß ich mir versehendlich nachts im schlaf etwas in der hand gebrochen haben könnte, dachte ich an eine sehnenscheidenentzündung. kälte aber half nicht. statt dessen jedoch ein heißes bad, gerade eben. und da fiel es mir dann ein. bei der füllerreparatur vor weihnachten hielt ich in der rechten die feile und fest in der linken das geklebte füllerstück, zirka zehn minuten lang. die übliche zusammenarbeit zwischen rechts und links, dachte ich. nichts besonderes.

doch das heißt nun also: 1. es ist nur ein muskelkater, das ist fein. 2. ich bin langsam so verdammt alt und marode, daß ich nicht einmal mehr für 10 minuten ein werkstück stramm halten kann.

sehr bedenklich!

viel bewegt heute. vielleicht ein wenig zerfasert, an vielen baustellen gebaggert. insgesamt fühlt es sich aber gut und tief an, zielgenau. solide. wenn es doch nur immer so wäre. ein solides gewirr.

mehr

das wunderbare an dieser finalen zeit im jahr, die mir schon so lange nicht mehr fremdbestimmt ist, ist diese stille und tiefe, unvermeidbar, die weite und klarheit der einsamkeit. jedes jahr ein wenig mehr. keine glöckchen haben mich erreicht in diesem jahr, kein singsang oder märchengedudel.  keine heimliche sehnsucht nach gemeinschaft oder familie gar. kein zucker auf mein brot. nichts künstliches.

aber jedes mal begreife ich etwas, sehr schlichtes, selbstverständliches. diesmal: nicht mehr zu sein versuchen, was ich nicht sein kann. damit ist keinem gedient am ende, niemand zufrieden; ich nicht und alle anderen auch nicht.

oder anders: sein, was ich bin. mehr geht nicht.

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