am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ein neuer tag. ich verabschiede die liebe, das eigentümliche tier, dieses verrückte wesen, das kurz zu gast war. schnell kann es gehen.

aber so schön, zu wissen, daß es mich noch kennt. daß es stark ist, wie eh und je. von grund auf großzügig, wenn man es läßt. so weich wie auch beständig. daß es möglichkeiten eröffnet, eine tür nach der anderen, ein stetig wachsendes potential.

leb wohl. auf ein neues. leben.

nach einem migränegebückten tag gehe ich eine große runde um den görli. die nacht ist wunderbar, in treptow vermute ich eine nachtigall, vermutlich in einer harmlosen amsel. rastlos, wie ich. die füße brennen nach einer weile. das ist gut so, irgendetwas sollte heute noch wehtun. etwas harmloses, vergängliches, wie ich.

ich gehe weiter, immer weiter. auf einmal ist schluß, ich bleibe allein. adieu.

tomaten 2013

tomatenbaum

bäume wachsen bei mir auf dem balkon, zirka einen meter hoch dieser hier. zusammen gibt das einen wald, einen tomatenwald.

tomatenwald

gute ernte in sicht.

how i am

im grunde ist es so, daß ich mich für die eigene befindlichkeit nicht sonderlich interessiere. das sollte vielleicht an dieser stelle einmal festgehalten sein. das sollte ich, als bekennde befindlichkeitsbloggerin, hier besser einmal festhalten. was also geschrieben steht, sind alles nur feststellungen. wahrnehungen und vermutigen. versuche in der welt. wie alles andere auch.

gut so

wieder so eine nacht, in der auf einmal alles alles zerschlagen ist. oder ich begreife schlicht nicht, wie immer, wie könnte es anders sein. aber gut, denn es ändert sich ja nichts. ein ja ist ein ja ist ein ja. und alles dahinter ist ein abenteuer, ist verletzung und begegnung. das muß sein. das ist es, was dazu gehört. alles. ein leben, eine liebe und ein sterben natürlich. und das ist nun wirklich gut.

egal, was wird. ich war dort. und ich bleibe. sowieso.

tomaten 2013

tomatenbondage

es war zeit für tomatenbondage, längst schon. nicht daß die dinger sich noch achtlos vom balkon stürzen. die verschnürung allerdings ist ein wenig achtlos ausgeführt, das gebe ich zu. wobei es darauf ja nicht wirklich ankommt, zumindest bei tomaten nicht.

kennen lernen

oder kennenlernen, in einem wort. so ist es richtig, so liebe ich es. eines der schönsten deutschen worte überhaupt, wie ich finde und das schon seit langer zeit. so lange, daß ich es der ersten liebschaft, der nur wenig deutsch sprach, erklären musste: das kennen ist ein lernen. deshalb.

überraschend eigentlich, denn ich lerne nicht leicht kennen. oft lerne ich auch nicht kennen, weil ich den mut nicht aufbringe. zu oft tue ich alles, um das kennen, das lernen zu verhindern. auch heute noch, viel zu oft.

daß mir jetzt das kennen, lernen, wollen derart in den rachen zurückstopft wird, ein ums andere mal, in rasanter folge. warum auch immer, das muß ich nicht verstehen. nur würgen muß ich und weinen fast, eine nacht nach der anderen. auch das ist überraschend, aber es erinnert mich. daß das kennen ein lernen ist. immer. und lernen ist veränderung, ist schmerz. ja. wie könnte es anders sein.

ich sage: ja.

die 50!

rot, grün und blau

meine 50! überraschte mich mit einem spontanen kurztrip ans naheliegende meer, kurz darauf dann mit noch mehr scharfen sachen. (z. t. in bonbonfarben gehüllt, getarnt.) außerdem mit einem achselzucken, mit einer gelassenheit, beinah leichtigkeit, die mir eher fremd ist. dennoch fällt es mir schwer, zurückzudenken an 30, 35, 40. wie anders. selbst die vielen menschen, die mich am samstag besucht haben, sind offensichtlich gern hergekommen. und auch gern geblieben und hier gewesen, auch im nachhinein. das alles ohne große schwierigkeiten. ich bin überrascht.

irgendwie lässig diese 50!, wenn sie dann echt werden. echt gut. (und jetzt muß ich raus auf den balkon, die diesjährigen tomatenbäume festbinden.)

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