am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

generell ist es so, daß ich einen winzigen hauch von entspannter konversation jeder noch so aktuellen oder gar spannenden diskussion vorziehe. sollte ich mir vielleicht endlich einmal merken. und mich auch daran halten.

gentrifizierung, höchstpersönlich betrachtet

spät aufgestanden, dann aber gleich einen der letzten punkte der ferienliste angegangnen und endlich den neuen herd mit silikon an die vorhandene küchenzeile geklebt. die anschließend natürlich noch gut gefüllte kartusche gleich weiterbenutzt und sämtliche fenster abgedichtet, zumindest schon mal die unteren fugen. nach dem überraschenden schimmelfund vom letzten tag des letzten jahres war da plötzlich dringender bedarf deutlich erkennbar. der rest folgt dann im frühjahr oder sommer, jedes einzelne fenster, rundherum. noch eine, vielleicht auch zwei kartuschen. an manchen stellen wird sogar der dreck von draußen reingedrückt, mußte ich feststellen. natürlich immer die, die sich auch ganz besonders nach hechtsuppe anfühlen.

zum schluß noch schnell mit essigessenz pur den bereits vorhandenen schimmel angegangen. nicht sehr atemfreundlich das zeug, das muß ich schon sagen. mußte sogar das kleine kammerfenster öffenen, bei den temperaturen, und es für ein paar stunden offenlassen. nachbehandlung erfolgt aber bestimmt. und dann mal im frühjahr sehen, ob es zusätzlich noch richtige chemie braucht. und außerdem natürlich eine kartusche silikon zur fensterabdichtung. da bröckelt und bröselt noch alter mörtel.

tja, neuköllner bausanierung. (in einer wohnung unter mir soll vor kurzem eine kleine mäusekolonie ein- und ausgegangen sein. auch nicht schön.)

nachts lese ich, hemmungslos. das hatte ich lange nicht.

wertschätzung

was ich eigentlich meine ist, daß es derzeit wieder einmal viele türen gibt, die sinnlos ins leere fühlen. ins längst schon abgeschlossene und damit in die wiederholung. viele möglichkeiten, die meisten davon wenig wichtig in meinem alter. falsch oder zumindest unpassend. dennoch geht es darum, die räume zu öffnen. immer. das ist seit jeher meine aufgabe. um den einen raum, den neuen, den weiterführenden nicht versehentlich ebenfalls zu verschließen.

das mag schmerzen, ja. aber wie hoch wäre der preis, bliebe der bislang unbekannte raum für immer unbetreten?

schlaf ist eine illusion. tatsächlich schlafe ich nicht. weil ich nicht träumen will. so wie ich tagsüber nicht denken will. auch das ist natürlich illusion.

ursus

warum ist mir eigentlich so kalt? liegt das etwa an 2010?

ach, an den straßenlaternen wachsen eiszapfen. es ist winter. das wird es sein.

wie gern würde ich sechs bis acht wochen das haus nicht verlassen. und einfach nur schlafen.

my first book

das erste bewußt geliebte. das erste, das die welt um mich verschwinden ließ und dafür neue schaffte. nicht nur eine, viele welten und innenwelten. über einen hund unter anderem. (wie seltsam. ich hatte immer schon angst vor hunden. und damals ganz besonders.) lebensgeschichten. auch über andere tiere, bären, gänse und wölfe. viel schnee und luft, einsamkeit und weite.

ein kinderbuch mit fürchterlichen kritzelzeichnungen. na und?

na denn, prost

völlig vergessen, daß ich silvester immer wodka trinke. seit sven mich vor ein paar jahren dazu verleitet hat. ich mag sekt eben einfach nicht. jetzt hab ich aber keinen wodka da. 2010, fängt ja schon mal gut an.

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