am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

katzenakrobatik

gegenüber, im vierten stock. (sie hat auch schon mal ganz im blumenkasten gehockt. der übrigens außen hängt.)

gut vertreten

die gegensprechenlage funktioniert nicht, also muß jemand auf die klingel neben meiner wohnungstür gedrückt haben. durch den spion erkenne ich einen älteren mann, der mir nicht bekannt vorkommen. ich öffne, leicht widerwillig. das klingeln hat mich von der arbeit weggeholt.

die arag sei gerade in der gegend, und auch ich hätte anspruch auf informationen. sagt er, kaum daß er mich im türspalt sieht. oder hat er mich doch erst begrüßt? ich weiß es nicht, aber er redet als käme er von einer behörde. der hält mich für blöd.

also tu ich blöd und frage ihn: was ist arag?

der mann brummel undeutlich etwas von partner und recht und schutz, legt dann drei fingerspitzen an meine tür und äußert, wiederum sehr deutlich, den wunsch einzutreten.

nein, es ist kein wunsch. der mann fragt nicht. (trägt er eigentlich einen hut? das weiß ich jetzt auch nicht, aber es würde einer zu ihm passen. ganz bestimmt hatte er einen.) der mann drückt nicht nur mit den fingern, er drückt auch mit worten. wenn er denn erstmal eintreten könne…

ich muß lachen, spontan und häßlich. nö, sage ich und schließe die tür wieder. wie kommt er auf sowas?

daß ich früher ja auch jünger war, vergesse ich heute manchmal.

nach akutem arbeitsstress heute kurzentschlossen mit der geliebten gefrühstückt und anschließend zum friseur gegangen. dabei völlig vergessen, daß derweil zuhause der heizungsableser vor der tür steht. war aber vielleicht ganz gut so, bei dem derzeit derart verdreckten bad. bah.

und jetzt?

stein vom herzen. in die hose. besser ist besser.

hupen

das hats noch selten gegeben. noch ist kein sommer, und schon ist die maschine topfit. blitzsauber, tüv erledigt, der kupplungszug butterweich – für meine verhältnisse. und auch sonst, alles prima. das wetter zum beispiel. schöner geht nicht, für zwei räder. sogar die hupe hupt wieder. was mich allerdings nicht sonderlich freut. die benutze ich selbst nämlich so gut wie nie. aber jetzt trötet es wieder, jedesmal beim „einparken“, ganz von allein. zumindest wenn ich den tankrucksack aufgeschnallt habe.

und die anderen machen immer noch denselben mist. schulterblick ist out, und schon zweimal wollte mich irgend so ein kleinwagen an die linke bande drängen. (auch dann hupe ich übrigens nicht, ich schreie lieber gleich los. keine ahnung, ob man das hört, im betreffenden auto. aber auf den knopf zu drücken, fällt mir dann einfach nicht ein. schade eigentlich. kommt doch bestimmt besser, satter, ärgerlicher, verächtlicher.)

arbeit. viel arbeit. nein, nicht viel, nur lange. zeit. es dauert und dauert, weil ich kaum konzentration aufbringe. das muß sich ändern. morgen.
oder vielleicht besser den wecker eine stunde vorstellen?

gegenüber wird der kinderladen ausgeräumt. der sperrmüll zieht eine unmenge von menschen an, die sich schnell noch bedienen wollen. es werden immer mehr. und der müll immer weniger. spielzeug, mobiliar, sogar einzelne bretter werden in plastiktüten, einkaufswägen oder autos abtransportiert. nur die leeren farbeimer bleiben stehen.

woher die leute das wohl alle wissen? ein simples beispiel von mundpropaganda vermutlich.

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