netter abend gestern, sehr nett. eine überaus angenehme und amüsante lesung in einer offensichtlich bestens sortierten buchhandlung. (die für mich leider ein wenig zu weit entfernt liegt, sonst wäre es eine höchst erfreuliche entdeckung.) auch eine möglichkeit, einen von grund auf versauten tag doch noch irgendwie zu retten. liebe leute und worte, roter wein und stapelweise frisch gedrucktes. (wenn nur die sache mit dem namen nicht wäre… aber ich wollte ja nichts mehr sagen.) so dürfte es öfter mal sein. gerne auch, wenn mein aktueller menschenkompatibilitätswert ein wenig höher liegt.
engl
wishlist nachtrag
ist nicht so ernst gemeint, der letzte beitrag. ich kam nur drauf, als ich im hsb darüber schrieb.
weiß eigentlich jemand, wie man in berlin wrd hören kann?
termin
saumiserable laune heute. hilft aber nix, muß gehen, irgendwie. rüber nach mitte, den neuen freund begrüßen. (buchhandlung georg büchner am kollwitzplatz, 20h.)
x-mas wishlist
über die sitte oder unsitte der wishlists in weblogs ist ja bereits vielfältig gestritten worden. die einen genießen weiterhin die rege eintreffenden warenlieferungen, während die anderen sich wohltuend verächtlich geben. ich kann das verstehen. beides, das eine ebensogut, wie das andere.
hier gibt es seit jeher keine wishlist, und das soll auch so bleiben. nicht, daß es nicht das eine oder andere buch gäbe, über das ich mich freuen könnte. oder daß ich nicht manchmal nahezu sicher wäre, daß etliche laptops, mit einem oder zwei jahren auf dem buckel bereits völlig veraltet, sinnlos und verachtet in schränken und schubladen herumlägen. während mein riesenrechner, der sich mit seinen mittlerweile sechs jahren längst deutlich selbst überlebt hat, weiter tagtäglich lauthals vor sich hin zu malochen hat. er muß ja, was soll er machen.
das ändert alles nichts, hier wird es keine wunschliste geben. auch jetzt nicht, zu weihnachten, wo es doch beinah unverfänglich wäre. nein!

(die hier täte allerdings wirklich gut zu mir passen. aber was soll man mit so einer tasche, ohne laptop? tja… ;-)
to terminate
(aus aktuellem anlaß)
das ist schon eigenartig, äußerst absurd im grunde, wenn der terminator, 20 jahre nach dem film, auf einmal real (und legal) befähigt ist, leben zu beenden. denke ich, und halte mich zurück dabei. denn es könnte ein klischee sein, das vom blöden muskelmann. dennoch.
was ist das für ein land, das die todesstrafe nicht scheut, auf der anderen seite aber ungeborenes leben vehement zu verteidigen bereit ist? denke ich. und diese unvereinbarkeit scheint mir ein schlüssiger gedanke, für eine weile zumindest.
dann verfolge ich larry king und seinen rotgesichtigen gast, befürworter der todesstrafe. man könne die todesstrafe nicht abschaffen, sagt dieser. it makes murder too cheap. billig, denke ich. klar, es geht um schuld, was sonst? hatte ich mal wieder vergessen, daß die welt so einfach ist. ein scharfer schnitt, und alles ist erledigt. geteilt in schwarz und weiß. (nee, rassistisch ist das hier gerade nicht gemeint, obwohl…)
mörder sind schuldig und kinder unschuldig. ist doch ganz einfach. wo ist das problem?
aber welches gewicht hat das wirklich, schuld und sühne? wie wäre es zum beispiel mit leid und schuld, ersatzweise? jaja, ich weiß. gar nicht so einfach.
und?
planlos?
seltsames wochenende. listen sortiert und tatsächlich vieles erledigt, wichtiges auch. trotzdem noch unendlich viel geredet, telefoniert, stundenlang. und zum krönenden abschluß auch endlos in den html-dateien eines blogs rumgebastelt. alles in allem kaum etwas, das nicht geklappt hätte. wenn auch nicht immer auf anhieb. dabei hat sich 1. heute morgen mein kopf gar nicht danach angefühlt. und 2. war das alles überhaupt nicht geplant. aber auch gar nichts von all dem. eigentlich hatte ich vor, ganz in ruhe krank zu sein.
schöne neue werbung
‚weihnachtsträume‘ kündigt der prospekt, der der heutigen tageszeitung beiliegt, großspurig auf seiner titelseite an. innen finden sich abbildungen von elektrorasierern, elektrischen zahnbürsten und haarfönen. später dann bügeleisen, wasserkocher und sogar waschmaschinen.
na, das ist doch genau das, wovon ich träume. wovon wir alle träumen in dieser schönen, trauten weihnachtszeit. oder etwa nicht? (was heißt eigentlich ‚traut‘?)
