am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

hemingways tochter (5)

fünf von sechs teilen stehen, denke ich. und das, obwohl drei telefonate dazwischenkamen und natürlich die üblichen internetablenkungen. außerdem bin ich gar nicht gut beieinander, der rücken schmerzt, vor allem die stelle in der rechten schulter, sodaß ich kaum durchatmen kann.
den letzten teil also nach einem heißen bad.
wird vielleicht sogar besser, das ding, als ich gestern noch gedachte hatte.

off

extra früh raus, den wecker gestellt, damit hemingway nicht zu kurz kommt. dann festgestellt, daß das netz platt ist, hier bei mir zumindest. stundenlang hin- und wieder herresettet, an meinem scheißmaroden system schier verzweifelt. darüber geht mir alles andere verloren, ist völlig vergessen, bis mein telefonanbieter mir sagt, daß ihnen halt das ganze netz eingeknickt ist. überall, nicht nur bei mir.
danach erst geht endlich auch wieder der hemingway.
was das ausmacht, ein paar stunden kein netz zu haben. als ginge die welt unter, zum kotzen ist das. riecht nach abhängigkeit, und paßt mir gar nicht.

soil

endlich habe ich den grund gefunden, warum ich so selten verreise. das weite suchen ist eben nicht so mein ding. ich gehe einfach lieber in die tiefe, was soll ich machen?

hemingways tochter (3)

eine erste fassung steht, würde ich sagen. noch auf wackeligen füßren, aber durchstrukturiert von vorne bis hinten. lesbar ist das so nicht, sicher auch noch kaum verwertbar. bei allem, was ich tue, auch nebenher, denke ich darüber nach, was noch fehlen könnte, denn da sind lücken, endlos. das geht so nicht, da muß vieles geschlossen werden. und ich denke und denke und denke. weil ich die psychologie nicht will, diesmal, die manifeste struktur zwischen vater und sohn, beinah archaisch.
wozu das aufschreiben, was ohnehin jeder weiß. (oder doch nicht?)

hängen und zwingen

manche tage sind einfach nichts, da soll man sich nichts vormachen, aber auch nicht weiter darüber nachdenken. ist eben so, weiter im text. aber auch der hemingway hängt. die worte sind erstarrt und finden erst nachts in den fluß, kurz bevor die müdigkeit in erschöpfung aufgeht. das ist erlösend, befreiend nahezu, es lebt noch, es lebt. aber es läßt sich nicht halten, einfach so. und mir fehlt die kraft, um die dinge zu zwingen. oder der wille vielleicht, wenn auch nicht die absicht.

übel lust

den tagnach den armseligen drei seiten irgendwie vertrödelt. hier eine email, da jemand im chat, und jetzt habe ich nicht übel lust, die nacht gnadenlos durchzuarbeiten. aber, leider keine chance, muß kurz nach fünf schon wieder raus. mal sehen, was dennoch geht, noch ein stündchen oder so. vielleicht über hemingway lesen. wie war das mit dem krieg, den flugzeugen, den großen fischen und flinten? und den söhnen natürlich! vielleicht geht es dann morgen, nach getaner arbeit, gleich weiter. mit ein bißchen glück.
obwohl darauf im grunde nicht zu hoffen ist, der hiwijob greift derzeit mehr raum als ihm eigentlich erlaubt ist.

hemingways tochter (2)

erster marsch durch eine frei schwebende struktur, immerhin. drei seiten, jetzt drucken und weiterschweben. ziemlich blutige sache.

hemingways tochter (1)

nachdem sich das brennen nach und nach gelöst hat, das körperliche befinden somit fast wieder im normalbereich angesiedelt ist, der schmerz also zurückgefahren, nur noch der alltägliche, dumpfe begleiter, tief im gewebe verstrickt, im nacken, im rücken. (wo ist meine syntax?) jedenfalls blättere ich die trotz allem heute eben noch besorgten hemingwaybiographien durch. ich weiß nicht viel, stelle ich fest, auch auf die schnelle. ich kenne das image und die gerüchte. ich kenne auch ein paar texte, und ich weiß um das ende, das im grunde auch eine art gerücht ist. mehr nicht.
heute abend sehe ich vor allem den alten mann, denn darum geht es mir. der alte hemingway, der an hohem blutdruck, diabetes und arteriosklerose leidet. außerdem gibt es wohl lebergeschichten, kein wunder, im weiteren ist von depressionen die rede. dazu die familie, die eine vielzahl von selbstmorden auf sich zu ziehen scheint. der alte hemingway aber droht schlicht und einfach an simplen alterserscheinungen zu sterben.
außerdem sehe ich einen alten mann, groß und schwer, der sich die haare sorgfältig von weit hinten nach vorn über die glatze legt. ein seltsames bild.

migräne

das ist kein tag, das ist eine qual. verlorene energie, überschuß vielleicht. da hilft alles nichts.

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