am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

umzug

hab ein wenig gebastelt heute, aus heiterem himmel sozusagen, aber die idee für den umzug hatte ich schon länger. dieses caos wird alsbald, vielleicht sogar in ein paar minuten schon, verschwunden sein, und minuszero tritt würdiger, so hoffe ich, an seine stelle. (für hinweise auf tipfehler und all den sonstigen blödsinn, der möglicherweise auf dieser, in ein paar stunden zusammengeklöppelten variante, durchaus noch zu finden sein mag, bin ich überaus aufgeschlossen.)

fliehender wechsel

früher, wenn meine mutter wählen ging, also artig ihr kreuzchen bei der spd zu machen hatte, wie damals alle im noch roten ruhrpott, dann hat mein vater sie immer hinbringen müssen, weil sie allein diese schäbige spelunke niemals betreten hätte, in die sie zur erfülling ihrer pflicht zitiert war. anschließend blieb er aber dann außen vor, ging selbst niemals zur urne, und wenn ihn jemand fragte, warum denn nicht – blödes wahlvolk muß ja schon mal auf die eine oder andere art animiert werden – verkündete er regelmäßig (grinsend?), daß er (leider?) nicht dürfe. meiner mutter war das höchst peinlich, jedesmal, sie war wohl der auffassung, daß die leute nun glauben würden, daß meine vater durch ein schweres vergehen irgendwelcher bürgerlichen ehrenrechte verlustig gegangen sei. und immer hat sie hinterher mehrfach verkündet, daß sie ihn nie wieder dahin mitnähme. hat sie dann aber schließlich doch, natürlich, wegen der spelunke. ging ja nicht anders.
hintergrund der ganzen sache ist, daß mein vater kein deutscher war, sondern – oh schreck, oh graus! – österreicher, wenn auch im pott geboren, also mit der entsprechenden sprachgestaltung ebenso grundlegend ausgestattet wie mit einer, damals noch obligatorischen, unbeschränkten aufenthaltsgenehmigung. wie im übrigen die ganze familie, wie auch ich und mein bruder, zu anfang zumindest. es ist wiederum meiner mutter zu verdanken, daß sowohl ich als auch mein kleiner bruder – als einzige der engls, bis heute, soweit ich weiß – dieses privileg eingebüßt haben und nunmehr eingedeutscht sind. ich für meinen teil erinnere mich deutlich, dem definitiv nicht zugestimmt zu haben, ganz im gegenteil, und in all den jahren, die seither ins land gingen, war mein einziger trost die tatsache, daß es mir, im gegensatz zu meinem vater, wenigstens nicht verboten war, hin und wieder diese kreuzchen machen zu dürfen.
seit einiger zeit, genaugenommen seit mitte mai, denke ich nun ernsthaft darüber nach, ob es nicht möglich wäre, das ganze irgendwie rückgängig zu machen. gut, es ist lange her, vielleicht hätte ich mich schon früher darum kümmern sollen. aber, ich schwöre, diese eindeutschung ist gegen meinen erklärten willen erfolgt. ich selbst habe das wirklich nie gewollt! kennt sich jemand aus mit solchen sachen? es müßte nur schnell gehen, ich hätte die angelegenheit gerne bis mitte september abgewickelt. dann könnte ich mich diesmal auch hinstellen und einfach sagen: ich darf ja nicht.

Matthias Brandt

der sohn des früheren kanzlers war mir in der rolle des Günter Guillaume, ausgerechnet, doch irgendwie suspekt. in ‚Der Stich des Skorpions‘ dann allerdings mit einer solch sagenhaften szene von weltuntergang gespiegelt im gesicht gesegnet, daß ich nur noch respekt zollen konnte. möglicherweise lohnt sich also gleich (20.40h) ein blick auf arte. für ‚In Sachen Kaminski‘ wird er hier schon mal vorab hoch gelobt. (und Juliane Köhler auch gleich, was den anreiz wohl noch steigern dürfe.)

gestern

danke der nachfrage, aber so schlimm war der tag gestern gar nicht, muß ich im nachhinein feststellen. schlimmer als der mist, der innerhalb von 24 stunden so passieren kann, ist es ja, wenn dazu noch eine gewisse unklarheit kommt. ein unüberschaubarer interpretationsspielraum, der über sämtliche unerträglichkeiten hinaus auch noch energie und zeit beansprucht. dieses aber war kaum der fall.
eine schnelle, klare absage ist allemal besser als das wochenlange schweigen, mit dem man in bezug auf bewerbungsschreiben heutzutage üblicherweise rechnen muß. eigentlich ist man ja diesbezüglich schon gar nicht mehr darauf eingerichtet, überhaupt jemals eine antwort zu erhalten. (außerdem bin ich derzeit bestrebt, diesen nun einmal enstandenen kontakt ein wenig zu verfestigen. wer weiß, ob da nicht doch mal was drin ist. irgendwann. – sieh an! manchmal kann ich auch das!)
auch die daumengeschichte entwickelt sich ausgesprochen gut. tut schon gar nicht mehr weh, wird aber weiterhin gekühlt und geschont. ich habe in dem zusammenhang eine ausgeklügelte technik entwickelt, die kühlkissen unter zuhilfenahme von herrenstofftaschentüchern so anzubringen, daß zumindest tippen kein problem ist. (ich wußte es immer, das ich die dinger eines tages noch gebrauchen würde.) sollte ich mir vielleicht patentieren lassen. und darüber hinaus ist das kühlen an sich bei diesem wetter eine ausgesprochen angenehme sache. ich würde gern überall kühlen, heute.
auch sonst kann ich eigentlich nicht klagen. ich schreib einfach mal das buch fertig, das kann auch nicht jedeR von sich sagen.
und die liebe? ja, die liebe! die ist und bleibt mir ein rätsel. und so bleibt es schließlich spannend.

liebe & denken

nachdenken über die liebe oder so ähnlich. die frage, wie man sein leben öffnet, vertrauensvoll, für andere. die lust und die gefahr der anderen, des fremden quasi umarmen. wie macht man das? ich zumindest bin weit entfernt davon, derzeit. denke ich.
(und die liebe, ein tier, spielt derweil abseits in der sonne.)

liebe & denken

nachdenken über die liebe oder so ähnlich. die frage, wie man sein leben öffnet, vertrauensvoll, für andere. die lust und die gefahr der anderen, des fremden quasi umarmen. wie macht man das? ich zumindest bin weit entfernt davon, derzeit. denke ich.
(und die liebe, ein tier, spielt derweil abseits in der sonne.)

wip – 21

gerade 21 seiten für die bleistiftarbeit ausgedruckt. ab morgen also, ich habe ja jetzt zeit. und ich bin gespannt. (gerne würde ich mich ja wieder mal ins marx setzen und da arbeiten. aber das ist wohl nicht drin.)

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