zähes arbeiten heute, zuviel ablenkung und konzentrationsstörung, die aber nicht von außen kommt. oder nur scheinbar. innerlich verdreht, verhakt und abgestanden. demzufolge in eine einzige seite verbissen.
da muß man durch.
engl
heimat 3 (1)
das denkmalgeschützte haus wird also innerhalb von ein paar tagen gekauft, die exakt passenden handwerker werden nahtlos aus dresden leipzig angekarrt und dann bringt ‚et hermännsche‘ auch noch ohne probleme die genehmigten baupläne bei. innerhalb von ein paar tagen! das ist heimatliche märchenstunde, denke ich. (beim zweiten sehen löst sich das, dramaturgisch gesehen. der vorbesitzer hat vorgearbeitet. aber… naja.)
was solls. der sog ist da, immer noch. als der erste teil nach 90 minuten vorbei ist, will ich, daß es weitergeht. das ist leben, das ist lachen. das ist kitsch, vor allen dingen. anders kann ich es nicht nennen. kitsch klingt peinlich, tut mir leid. ich mein das nicht so.
verdammt gut, der reitz, immer noch. ich hatte ja fast angst, daß es diesmal daneben gehen würde. müßte. (heimat 2000 wäre im übrigen der weitaus bessere titel gewesen.)
eigentlich
ich weiß gar nicht, warum ich hier immer diese blöden abkürzungen verzapfe. ich kann das eigentlich gar nicht leiden. ich kann es nicht nur eigentlich nicht leiden, ich kann es absolut überhaupt nicht leiden. ich finde es gar abscheußlich.
tut mir leid. wird nicht wieder vorkommen. (außer die, die nun mal schon eingeführt sind.)
wip – arbeitsprobe (1)
kleine randerscheinung, noch nicht eingebaut. aber irgendwie in sich abgeschlossen. so sieht es aus, was ich tue, derzeit. (reine unterhaltungsware, ich weiß. muß auch sein. gekonnt, vor allem.)
22.
Nachdem Anna gegangen ist, demonstrativ, nahezu geflüchtet, fällt Elfi über den Whiskeyvorrat her. Es dauert nicht lang, und nichts hält sie noch zurück. Sie schwankt durch die Räume, schreit und lallt. Lauter als die Anlage. Patti Smith, Because The Night. Alle wissen Bescheid, drehen sich weg. Demonstrativ. Oder gleichgültig. Überfordert in jedem Fall.
Keine wagt es, sich Elfi in den Weg zu stellen, die längst angefangen hat, auf Wände einzuschlagen, auf Schränke und Spiegel. Bis sie blutet, ohne es zu merken.
Anna hockt derweil unten auf der Straße, zwischen zwei geparkten Autos, auf dem Bordstein. Im Straßengraben, im Dreck. Nur drei Haltestellen weiter ist ihre Wohnung, aber sie findet den Weg nicht. Sie weiß nicht vor, nicht zurück. Sie sitzt fest. Hilflos.
Auch sie möchte schreien und weinen. Alles zusammenschlagen, egal was. Sogar zurück auf die Party will Anna. Zurück zu Elfi. Einen Schlußstrich ziehen. Oder was auch immer. Etwas tun.
Aber nichts geht.
Ich muß sie halten, zurückhalten. Festhalten. Damit nicht noch mehr passiert. Ein Unglück, ohnehin, das alles. Und Anna bleibt, wird ruhiger. Endlich. Wir sitzen eine Weile, bis ich sie dann nach Hause bringe. Vorsichtshalber. Bis ins Bett bringe ich sie. Als ich gehe höre ich sie schluchzen.
Am nächsten Tag schon wird Anna zu Elfi zurückkehren, vor Angst oder aus Liebe. Wer kann das sagen.
Und Elfi wird fortan behaupten, daß sowieso alles meine Schuld war.
wip – erste zwischenbilanz
es läuft, keine frage. es gibt highlights, kleine geschenke, mit denen selbst ich eine sekunde vorher noch nicht rechne; und es gibt arbeit, gewurschtel und gefummel, bis der text fließt. das ist gut so, das ist normal.
außerdem hat der denkprozeß eingesetzt. ich weiß nicht recht, ob der stoff reicht, um daraus ein ganzes buch zu basteln. ein dünnes sowieso, aber vielleicht zu dünn? keine ahnung, dazu reicht der überblick nicht, nach gerade mal vier tagen. ausreichend hoffnung bleibt, auf jeden fall. bislang gibt es genug ideen, tag für tag, und es ist noch viel zu tun. außerdem macht es spaß, ganz außergewöhnlich. ich bin immer noch überrascht.
seite 23 inzwischen, auf die gefahr hin, daß ich fortan als seitenfresserin verschien sein werde. ;-)
wip = work in progress
ja, es geht weiter. ich pflüge mich vorwärts.
weil ich noch nicht wirklich weiß, worauf es hinausläuft, mache ich zunächst einmal land. das heißt, ich skizziere ideen nicht, indem ich notizen mache oder mir den ganzen tag mein hirn verrenke. ohne daß ich so zwangsläufig zu einem ergebnis finden würde. das ist mehr als unsicher. statt dessen schreibe ich einfach zweidrei sätze in das entsprechende kapitel. unvollständig, unvollkommen. dann gehe ich weiter, lasse den rest wie er ist. und es funktioniert. der weg ebnet sich, wie von allein. ich bin überrascht, daß ich das kann, so vorgehen. nicht gleich alles 100%ig ausarbeiten.
resultat: fünf seiten kapitelkrizeleien, mal mehr mal weniger grob. natürlich alles gleich in die datei.
was soll ich noch sagen? ich bin zufrieden. :-)