am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schreiberalltag. dabei geht es nur um knapp zwei seiten, letzte korrekturen vornehmen, zeit stoppen und dann auf band sprechen. (eigenartige ausschreibung das, text und ton ist verlangt, 3 minuten maximum.) und was mache ich? erstmal zeitung lesen, kaffee trinken, essen. soweit so gut. dann wäsche waschen, staub saugen, müll runter bringen, das katzenklo säubern, die balkonkästen in den keller schaffen, das bett beziehen, die fußleistenviertelstäbe sortieren, noch mehr müll in den keller schaffen, emails abrufen, fernsehen sogar, dann runter in die stadt fahren, dabei das wichtigste natürlich zu hause liegen lassen, … um dann endlich, endlich, irgendwann im café die zwei blätter rauszunehmen, sie wenigstens durchzulesen. na, immerhin hatte ich die mit. das ist doch schon mal ein anfang.

ein sarkasmus am rande. vielleicht der moment, wo ich in den rüchspiegel schaue und denke: ein alte frau, die auch noch motorrad fährt.

hm… herbst halt! aber die sonne hat geschienen, ich konnte draußen sitzen im café und hatte die fenster weit auf, bis gerade eben.

wen interessiert schon geld? letztendlich. eine seltsame erfindung, ohnehin. aber entlarvend, wenn es um den selbstwert geht. ganz ohne frage. und deshalb nichts weiter davon. wozu? es ändert nichts. an meinem wert zumindest. höchstens an meiner laune.

wie der regen heute, immer wieder, den ganzen tag. gestern hab ich mir noch fast einen sonnenbrand geholt, kaum zu glauben. heute dann, motorradfahren im regen, die übliche angst dabei, die unsicherheit. wie glatt ist es wirklich? daß ich dafür einfach kein gespür kriege, nicht mit der neuen maschine. die ich ja immerhin schon fast ein jahr habe. außerdem natürlich mit turnschuhen, patschnaß, nach zwei minuten, und die dünnen sommerhandschuhe ebenso.

aber hübsch windig ist es, klare luft und alles in bewegung. (soviel zum thema: ich rede mir den herbst schön. ;-)

finanziell siehts grotesk aus, hab ich gerade bemerkt. mehr als grotesk. kaum auszuhalten, wenn ich ehrlich bin. mehr gibt es heute nicht. nix zu sagen. nix zu denken.

die wochenendliste ist konsequent abgearbeitet, alle schriftstücke liegen parat. dennoch bin ich unzufrieden. zu den aufnahmen bin ich noch nicht gekommen, hab nicht einmal den text einigermaßen fertig. da fehlt noch einiges, das kernstück sozusagen, der dreh von dem ganzen. dabei darf das ding nicht länger sein als drei minuten. lächerlich, mich daran aufzuhängen. auch mit dem antrag hab ich noch nicht angefangen. das komplette konzept hängt sozusagen noch kopflos in der luft. keine ahnung. aber was solls. ich hab ja noch ungefähr eine woche. das wird schon. wenn nur die unzufriedenheit nicht wäre. aber ich weiß ja, was das ist. ich sollte nicht immer die pflichtarbeiten zuerst machen. hin und wieder vielleicht, wenn es gar nicht anders geht. aber die kür geht vor. grundsätzlich. sonst geht irgendwann gar nichts mehr.

schöne sprüche. klingt wie silvester. im neuen jahr wird alles besser.

könnte auch mal wieder niveauvoller werden, was ich hier so verzapfe.

ansonsten ist festzuhalten, daß ich gerade den dritten zyklus OHNE migräne hinter mich gebracht habe. wirklich bemerkenswert. zwischendurch ein paarmal kopfschmerzen, aber beherrschbar. und unendliche müdigkeit. und kreislaufeiereien. aber das macht alles nichts. nur keine migräne mehr. das nicht. darim bin ich beriet zu bitten. wenn es sein muß.

ach ja. G sagt ich soll mir whale rider ansehen. soll ich? morgen ist doch kinotag. oder?

ich fühl mich grotesk, überdreht, ich glaub ich hab fieber. oder ist das nur die sonne? brennt da etwas durch in mir? endgültig!?

rappeltage, dinge die zu tun sind, eines greift ins andere, manchmal geht es und manchmal nicht, so ist das eben. das läßt sich leichter feststellen, wenn es ein tag ist, an dem es geht, und heute geht es. dabei ist der tag noch nicht vorbei, im gegenteil. es brennt und brennt immer weiter. komisches ding, dieses erledigen und machen und tun, dieses spielen mit der zeit. wunderbar, wenn es zuversicht heißt, und zum kotzen, wenn es drückt und lähmt, je mehr und länger. aber was sage ich? es ist was es ist. die sonne dazu. kann das nicht so bleiben, bitte, bis mitte november, wenigstens.

lesen, was ich lesen will. und lesen, wie ich will. das vor allem. intuitiv und ahnungslos, aber zielgerichtet. immer. irgendwie frei. natürlich. jenseits des unilesepensums, endlich mal wieder. so soll es sein, ab jetzt. amen.

ein rappelvoller donnerstagskurs, fast nur neue leute. es ist eigenartig, wie mich das erschreckt, auf den ersten blick, ich ganz allein im blickpunkt des ersten abends. und wie leicht es dann wird, ganz schnell, ganz einfach. weil es ums schreiben geht, letztendlich. weil es keine uninteressanten menschen gibt, keine leeren hülsen, nirgendwo. und schon gar nicht im schreiben, in meinen kursen.

wie gern ich das mache.

immer wieder, so sehr der donnerstag dadurch auch unendlich wird, ein 12-stunden-arbeitstag, in den meisten fällen, besonders vor weihnachten. aber seis drum. wie wäre es ohne das? langweilig. mal ganz und gar abgesehen vom geld.

ein rappelvolles wochenende, nicht einmal ansatzweise abzusehen. vorsichtshalber hab ich eine liste gemacht. nur, damit ich nicht gleich samstag morgens in trägheit versinke. andererseits, bei dem wetter. da steht alles auf genuß, fast so als wäre es das letzte mal. herbst eben, da weiß man nie.

mal was ganz neues, gerade eben hab ich tatsächlich zum ersten mal heute den rechner angeschmissen. davor war ich definitiv zu beschäftigt. das dauert aber auch ganz schön, diese verdammten türen allesamt fein sauber zu streichen und zu streichen und nochmal zu streichen.

doch es wird. langsam.

die tage werden eng und immer enger, je früher es dunkel wird. da hilft auch das wetter, die sonne nicht viel. abends kommt die müdigkeit, die traurigkeit. oder was auch immer. die erinnerung vielleicht. die fragen. warum verbringe ich so viele tage wie früher, als kind? stundenlang fremdbestimmt, von morgens bis abends. und ganz am schluß schließlich, vielleicht, wenn die kraft reicht, ein bißchen was für mich. der rest. wenn es dunkel ist, endlich, wenn alle anderen schlafen. ganz leise, ganz heimlich. ich lebe noch. flüchtig. bis die müdigkeit überhand nimmt. ein leben im kopf, ein spiel. ein kampf. ein verlust, jedesmal.

aber warum ist es heute noch so? wo der tag mir gehört, mir ganz allein. auch das licht, die sonne. wo ich wach sein darf. und wach bleiben. jederzeit. oder schlafen. unbedarft.

es hilft nicht.

ich muß jetzt noch den kursbeginn für morgen vorbereiten, die unterlagen zusammensuchen, ein schönes eröffnungsthema finden. ich muß die tasche packen, wie damals die schultasche. muß mich vorbereiten auf den tagesablauf, büro, einkauf, kurs usw. und alles das ist nicht meins, heute nicht, obwohl es das sein könnte. durchaus. das war auch schon.

aber ich bin mir fremd, heute.

ich bleibe da.

hab noch keine zeile gelesen. heute.

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