am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

voller tag. unglaublich voller tag, nicht nur von schreiben. arbeit über arbeit.

nachts beim tango. jemand, den ich eine weile nicht gesehen habe, freut sich und fragt, wie es mir geht. gut, sage ich. sehr gut. keine ahnung, warum ich das sage. scheint wohl zu stimmen.

wir tanzen übrigens nicht. man tanzt nicht mit allen.

fortschritte

in sachen „messer schärfen“. schleifstein gefunden und damit ein wenig ahnungs- und erfolglos herumgeschliffen. nur die billigmesser wollten gelingen, nicht die schicken japanischen klingen, mit denen früher papier gespalten werden konnte. die machten zwischenzeitlich eher den eindruck, als würden sie von mir heute vollständig ruiniert werden. also ins internet und mich informiert, vor allem über schleifwinkel. hatte ich noch nie gehört, auch daß man schleifsteine wässern sollte.

ab da ging es aufwärts, jetzt sind alle klingen scharf. so einigermaßen zumindest. erstklassig ausgeführt ist das ganz sicher nicht, dazu ist mein material, besonders der billigschleifstein, den ich vor jahrzehnten für eine axt gekauft habe, viel zu miserabel. aber fürs erste. außerdem, mal wieder was gelernt, soll man im fortgeschrittenen alter nicht vernachlässigen.

kopfschmerzen am morgen nach einer nicht allzulangen tangonacht. zu müde war ich, beinah wie ausgeschaltet, vielleicht von den fünf seiten in drei stunden. die auch jetzt, bei nachträglicher durchsicht ziemlich solide aussehen. ich weiß es nicht. ich weiß so vieles nicht.

an die arbeit. weiter im text.

ich versuche jetzt, meine messer zu schleifen. hab grad lust drauf, das endlich mal zu begreifen.

das heißt: wenn ich den schleifstein finde.

13

freitag ist es, ein sturer vollmond obendrein und die dreizehn schlägt es, unverkennbar. hormonelle spielereien geben das letzte, vielleicht, weiß frau ja nie in meinem alter. den ganzen tag war mein hirn träge und schwammig, wie es sich unter dieser kombination gehört.

zu tun gab es zunächst nur das, was auf den fleißlisten steht. emails schreiben, backups und updates fahren, einkaufen gehen, die hälfte vergessen dabei, den langjährigen einkaufsrucksack kaputt machen und dann auch nochklatschnaß werden vom regen. anschließend blieb nur bügeln zur beschwichtigung.

gegen sieben dann doch noch an die arbeit. erst ein kleiner auftrag, mit dem ich schnell durch war. dann ans schreiben, die datei öffnen und in den text springen. hätte ich nicht gedacht, nach dem traum heute morgen, der mich doch sehr an meiner größe zweifeln ließ. mir ein haus kreieren in meinem zimmer? in meinem kinderzimmer, wie es mir beinah schien? eine pappschachtel?

aber warum nicht?

leichte fortschritte auf dem gebiet „ein klein wenig besser kochen lernen“ gemacht. gemüse nicht versehentlich in der pfanne zu matsch werden lassen, sondern im noch knackigen zustand vom herd gerettet. war eigentlich ganz leicht. (und ging auch viel schneller als sonst.)

beim nächsten mal dann: gewürze und kräuter benutzen nicht vergessen, das wäre sicher eine bereicherung für den geschmack. (wird schon werden.)

küchentango

das wird ein tangosommer, wie mir scheint. neue ideen und neue möglichkeiten tun sich auf. die teilnahme am küchentango zum beispiel, einer art privatpraktika, die sich durchaus auch mal bis mitternacht erstrecken kann. gestern war das.

außerdem will ich in diesem jahr – definitiv – einmal draußen tanzen, an irgendsoeinem berliner strand. das muß doch drin sein.

kein spaß

nachdenken darüber, warum ich die geschichten von astrid lindgren nie mochte. wobei ich ja vorwiegend die filme kenne, gelesen habe ich das alles so gut wie nie, schon gar nicht als kind. (ob es mir verboten war?) ich fand nie lustig, was da am sonntag nachmittag im fernsehen zu sehen war. ich fand das kein bißchen realistisch oder auch nur nachvollziehbar, im gegenteil. es machte mir eine große und ebenso nicht zu fassende angst, weil es in gegenwart meiner eltern lief, innerhalb der mir bekannten familie. das war kein vergleich. auch meine mutter lachte, wenn ich mich recht erinnere, laut und bitter, über diese dumme, heile welt in schweden.

saltkrokan ist das einzige, das ich heute noch halbwegs erinnere. figuren und namen stehen mir vor augen, vereinzelt auch diese eigenartige, unsinnige storyfetzen. in denen ich nichts zu erkennen vermochte, keine familie vor allem, kein leben, keinen grund. keine welt. nur diese angst.

ich muß in einer grundlegend anderen gelebt haben. damals.

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