am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das wird wieder eine wache nacht, das weiß ich doch jetzt schon. so wie gestern, ein ewiges herumwirren bis in die schmerzhaftigkeit,  bis gegen sieben, wenn ich mich recht erinnere. von wegen winterschlaf! wenn ich das nur nutzen könnte, irgendwie. andererseits weiß man nie, wie der geist nutzt, was er sich so anrichtet. letztendlich.

andere leben anders, ja. und etwas fehlt immer, überall, das kann ich bestätigen.

passing

nächte in sorge um die, die mir so unerreichbar sind. und bleiben. abgründe, in die ich tauche, um sie zu besuchen, in gedanken. in solchen nächten singe ich manchmal, weil sonst nichts mehr geht. (aber nicht weitersagen.)

dark soul hiberation

es ist soweit. ich beginne meinen jährlichen winterschlaf, der bei mir zum glück tatsächlich in den winter fällt. danach könnte ich die uhr stellen, heute am frühen nachmittag war es plötzlich klar. schlagartig. die müdigkeit, die langsamkeit, diese schwere. ich ziehe mich also zurück, tief in mich hinein, ohne daß es von außen jemand bemerken würde. so war es schon immer. dabei ist es heute ein unschätzbar großartiges privileg, daß ich das haus nur zu versorgungszwecken verlassen muß. hin und wieder, aber nicht einmal zur arbeit mich unter allzuviele menschen zu stürzen habe.

mein ist die zeit, mein himmelreich. bis mitte januar etwa, dann wird es um mich wieder anders. und licht womöglich.

raabe & engl

regelmäßig im leben werde ich daran erinnert, daß ich eher ein raabe bin als ein engel. die ausflucht mit dem fehlenden e hilft da wenig, auch nicht der trick mit dem doppelten a. ich bin ein geflügeltes schwarzes. ich trage den schrecken, allein weil ich ihn sehen kann. so lebe ich. die erfahrung zeigt, daß sich daran wenig ändern läßt. so bin ich gedacht, offensichtlich. und genau so schreibe ich auch.

das ist weder gut noch ist es böse. es ist die grundlage. es ist traurig, vielleicht. doch das macht nichts, es ist gut so. ich würde nicht anders wählen, heute. gäbe es noch einmal die gelegenheit.

kein zweifel, ich bringe das zuende.

13

das jahr mit der nummer 13, ein jahr der verluste und abschiede, auf die eine oder eine andere art. ein jahr der härte, ein jahr mit überraschender leichtigkeit auch, andererseits. ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll. (und so fängt es ja immer an.)

puh!

ich mach da was. ich mach es jetzt wirklich. der anfang ist schon, und das ist so gut wie. wie jeder weiß.

sand, gestapelt

daß ich mich im ausland befinde, verdeutlicht mir nicht nur das internet, das mich hierzulande partiell daran hindert, auf die arte videothek zuzugreifen. auch in den hiesigen buchläden, deren auslage mir weitgehend unbekannt ist, wird es mir sofort klar. nun bin ich ja keine eifrige buchladengängerin, auch in deutschland nicht und ebenso nicht in den großen ketten zuhause, wo vorwiegend gestapelt wird. der meiste lesestoff findet übers netz zu mir, aus irgendwelchen rändern und ecken, nicht immer aktuelle ware, ganz im gegenteil, dazu per empfehlung, oft genug ebenfalls übers netz. zufälle eben, eigentümliche lüste und süchte, nie zu befriedigen. (nicht einmal im selber schreiben.)

aber eines ist überdeutlich: herrndorfs sand ist auch in der schweiz hoch gestapelt, überall. (und meins liegt brav zu hause, immer noch ungelesen. sollte ich mir wohl am besten für weihnachten mal vorlegen.)

nachtrag: ach, und lucky weint über tschick.

den körper soweit treiben, daß er die geheimnisse des lebens freilegt. (oder: zeit zu schlafen.)

ich hab meine todo-liste zu hause vergessen.

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