am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das schlimmste sind wohl die momente, in denen ich mir wünsche, ich hätte nie lesen und schreiben gelernt. ich wäre mit einem halben hirn geboren, unfähig etwas zu wissen oder verstehen zu können. dahinter steckt die annahme, daß es auf die art keine angst mehr gäbe. was vermutlich eine illusion ist.

also: egal.

kausalis

zwei tage lang habe ich die maschine auf der weserstraße unten stehen lassen, mit dem zündschlüssel im schloß. nix passiert, scheint mittlerweile komplett uninteressant die alte kiste. außer zum umwerfen, manchmal. als ich heute abend nach hause komme, ist dann aber auf einmal der herd kaputt.

das hab ich wohl verdient, denke ich.

working by doing*

kenn ich doch, weiß ich bescheid, alles wie immer.

wenn ich einmal mit bauen anfange, kann ich einfach so gut wie gar nicht mehr damit aufhören. nachdem der badboden nun also in jeder hinsicht fertig ist und ich gestern auch noch in einem anfall von wahnsinn alles, wirklich alles, sogar die kacheln, im bad geputzt habe, ging es heute mit den regalen weiter. nicht nur putzen, nein, repariert werden mußten sie und dann natürlich auch gleich umgebaut. wenn schon, denn schon. (dabei übrigens das holz benutzt, das mir frau fragmente bei ihren weggang aus berlin geschenkt hat. wann war das nochmal?)

fehlt noch der schrank, den ich versehentlich (für einen größeren einstelligen betrag) im internet ersteigert habe. der ist leider noch nicht da. ein waschbeckenunterschrank, ich fasse es nicht. ich bin ein solcher spießer. (aber vermutlich nicht erst seit gestern.)

migräne läßt sich unter umständen übrigens weggarbeiten, besser gesagt überarbeiten. so war das heute.

jetzt an die richtige arbeit. lesenlesenlesen. schreiben!

* wie eine frühere bürokollegin zu sagen pflegte.

migräne ist wut mitunter, grundlegende weltwut. und menschenekel.

diese verlassenheit. ich verlasse mich selbst, lasse mich zurück. so ist das. jetzt.

alles super

neulich erst die kleine schmiege in den händen zerbrochen, beim herumspielen, wie nebenbei. kurz zuvor der neuen ärztin mit leichtigkeit, selbstverständlich versehentlich, die hand zerquetscht. gestern dann den griff des ollen schraubendrehers, einfach so, ebenfalls mit bloßen händen, mitten durchgebrochen. und dann glaubte auf der geburtstagsparty eben doch tatsächlich wer, ich hätte eine fußbodenheizung in mein bad gebaut, statt einfach nur ein fußfreundliches korklaminat verlegt. (gut, wäre das hier meine wohnung und ich hätte lust auf fußbodenheizung, dann würde ich das vermutlich tatsächlich ohne skrupel erst lernen, dann versuchen.)

es scheint, mir wachsen superkräfte derzeit.

nicht schlafen = keine lösung.

oder ich suche an der falschen stelle. seit jeher.

tango. das ist eine einzige verzweiflung, ist lust und frust und angst, ein ständiges scheitern an mir, an den anderen. ohne zweifel zuviel für mich, meine verkrochene existenz, die nicht wirklich auf begegnung ausgelegt ist. ich sollte diese verrückte masche fallen lassen, aufgeben, von grund auf. alles.

wäre da nicht dieser seltsame wunsch, daß es anders wäre, daß ich anders wäre. was auch immer. wie auch immer.

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